Skaardal: Kritik von Vonn und Co. "unseriös"

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FIS-Renndirektor Atle Skaardal rechtfertigt die Entscheidung, die Damen-Kombination in Crans Montana am Freitag durchgezogen zu haben.

"Nachdem wir den Start nach unten verlegt haben, ist es sehr gut gegangen. Die Piste war gut, ich bin nach der Nummer 62 runtergerutscht", erklärte der Norweger und antwortet auf die Teils heftige Kritik von Läuferinnen wie Lindsey Vonn oder Mikaela Shiffrin.

"Ich finde es war sehr unseriös, in dieser Art und Weise zu reagieren. Wir nehmen gerne Kritik an, aber es muss realistisch sein. Sie sind da schon sehr weit gegangen."

"Wenn man das Rennen dann gesehen hat, dann war es eine gute alpine Kombination", meint Skaardal. Die Stürze der ersten drei Läuferinnen, die zum Abbruch und der Verlegung zum Reservestart geführt haben, wären nicht auf die Pistenverhältnisse zurückzuführen gewesen.

"Dass die Schneeverhältnisse schlecht waren, stimmt nicht. Das war ein Geschwindigkeitsproblem und ein Besichtigungsproblem und noch dazu wurde es unterschätzt. Wenn wir Abfahrt fahren, springen wir auf dieser Welle gar nicht, heute war es ein Sprung dort, das haben wir alle übersehen", erklärt der Norweger.

"Das war keine Show, das war ein Massaker"

Paul Kristofic, Cheftrainer des US-Frauenteams, verteidigt indes die Entscheidung von Vonn und Shiffrin, nicht zu starten. "Wir haben Athletinnen in der ersten Gruppe, die viel zu gewinnen und viel zu verlieren haben. Wir hatten schon viele Verletzungen im Team, wir sind daher sehr vorsichtig. Wir haben diskutiert und sind gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, das Risiko nicht einzugehen. Am Ende ist es die Entscheidung der Sportler und wir unterstützen sie dabei", erklärt Kristofic.

"Der Schnee war zu weich, das war zu gefährlich", erklärte Vonn ihren Start-Verzicht. "Die besten Athleten hätten vielleicht fahren können, spätestens ab Nummer 16 wäre es nicht mehr okay gewesen", so die US-Amerikanerin.

Noch drastischer formulierte es ihre Landsfrau Mikaela Shiffrin: "Das war keine Show, das war ein Massaker. Es ist furchtbar. Zwar sind viele gefahren, aber mit Angst. Das ist nicht gut für unseren Sport."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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