Feller mit "gutem Vibe" in Sölden, Schwarz bremst

Feller mit Foto: © GEPA
 

Marco Schwarz hat die Erwartungen bezüglich des Saisonauftakts in Sölden gebremst. "Im Riesentorlauf zähle ich nicht zu den Topfavoriten", sagte der WM-Dritte in dieser Disziplin vor dem anstehenden Saisonauftakt kommenden Sonntag (10.00 Uhr/live ORF 1) auf dem Rettenbachgletscher. "Natürlich war die WM sehr gut, die restliche Riesentorlauf-Saison war aber noch Luft nach oben."

Tatsächlich kam der Kärntner im Vorjahr im Riesentorlauf über zwei zehnte Ränge, eingefahren jeweils in Bansko, nicht hinaus. In Summe war er in der ÖSV-Problemdisziplin aber als 18. immer noch zweitbester Österreicher hinter Stefan Brennsteiner (6.).

Seinen defensiven Zugang erklärte Schwarz bei einem Medientermin zuletzt so: "Auf dem Gletscherschnee von Sölden ist es immer schwierig, die richtige Abstimmung zu finden." Nachsatz: "Aber das kriegen wir hin."

Feller hofft auf Steigerung

Auf eine deutliche Steigerung in dieser Disziplin hofft sein Teamkollege Manuel Feller. Der Tiroler blickt auf eine verletzungsfreie Vorbereitung ohne Rückschläge zurück.

"Skifahrerisch ist sehr viel weitergegangen, vor allem weil der Körper sehr gut passt." Vor einem Jahr musste der 29-Jährige beim Auftakt noch von Rückenschmerzen geplagt zuschauen - und verpatzte danach seinen verspäteten Start: Gleich viermal in Folge schaffte er es im RTL nicht in die Top 30, ehe später im bulgarischen Ski-Ressort Bansko das ergebnistechnische Highlight (6.) folgte.

Der extrovertierte Tiroler freute sich während der Sommerpause über die Geburt seines zweiten Kindes (Leila) und hat während dieser Zeit auf Digital Detox - freilich in einer Light-Variante - gesetzt.

"Social Media ist auch nicht mehr das, was es vielleicht vor drei bis fünf Jahren war. Man muss sich für alles gleich rechtfertigen", meinte Feller.

Mit Konzentration auf das Wesentliche ("die Familie und Skifahren") sollen im Olympia-Winter Top-Ergebnisse eingefahren werden. "Ich habe momentan einen sehr guten Vibe und lasse mir den auch von keinem mehr nehmen. Daheim passt auch alles, was will ich mehr?"

Bei den Frauen, die die Saison traditionell mit dem Samstag-Rennen auf dem Gletscher eröffnen, gibt die Italienerin Sofia Goggia ihr Comeback nach Verletzung (Fraktur des seitlichen Schienbeinkopfes im rechten Kniegelenk).

"Ich weiß, dass der Riesentorlauf der Schlüssel zu allem (allen Disziplinen, Anm.) ist. Ich will dort hart zuschlagen", sagte die Vorjahres-Sechste des Auftakts, die sich in diesem Sommer intensiv ihrer technischsten Disziplin gewidmet haben will.

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