ÖSV-Chefcoach Puelacher gegen Quotenregel

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Im Ski-Weltcup ist in dieser Woche im Rahmen der Terminkonferenz die Diskussion um eine Verkleinerung des Starterfelds wieder aufgeflammt.

Der Plan der FIS sieht vor, dass in Zukunft nur noch 45 bis 50 Fahrer bei einem Weltcuprennen am Start sind. Das könnte bedeuten, dass Österreich dann nur noch fünf Läufer an den Start schicken könnte.

Für ÖSV-Cheftrainer Andreas Puelacher ist die Reduzierung nachvollziehbar, allerdings spricht er sich gegen die Nationen-Quote aus: "Das ist sehr schlecht. Es sollten die besten Skifahrer an den Start gegen, nicht per Quote verteilt."

Puelacher will Weltrangliste als Basis

Der Tiroler hat auch eine klare Präferenz, wie die Festlegung des Startfeldes erfolgen soll: "Ich schlage ganz klar die Platzierung nach der Weltrangliste vor, das wird bei anderen Sportarten auch so gemacht und sollte auch beim Skifahren so sein."

Für FIS-Renndirektor Marcus Waldner ist im Gespräch mit der APA jedenfalls klar, dass der Status quo so nicht haltbar ist: "Durchschnittlich 80 Fahrer am Start, das ist kein Weltcup mehr. Mit 92 Läufern ein Rennen in Sölden zu machen, ist kompliziert."

Produkt Weltcup soll attraktiver werden

Rennen mit deutlich reduzierten Starterfeldern hätten organisatorisch große Vorteile. Fernsehstation könnten ihr Produkt besser gestalten und hätten mehr Zeit für Storytelling und Hintergrundberichte, ist Waldner überzeugt.

Auf diese Weise will man den Haupt-Arbeitsplatz von Marcel Hirscher und Co attraktiver machen und soll der Weltcup als Premium-Produkt gestärkt werden. Gleichzeitig soll die zweite Liga - also die Kontinentalcups wie der Europacup - durch ein dynamisches System aufgewertet werden. Erfolgreiche Läufer könnten beispielsweise schon während der Saison in den Weltcup aufsteigen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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