"Exzellente Chancen" für Olympia in Innsbruck

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FIS-Präsident Gian Franco Kasper räumt einer möglichen Bewerbung von Innsbruck für die Olympischen Winterspiele 2026 "exzellente Chancen" ein.

Innsbruck solle sich dem Schweizer zufolge mit anderen Städten in Italien und Deutschland zusammentun, um alle Wettbewerbe ausrichten zu können.

"Sie könnten nach Norditalien gehen, beispielsweise nach Bozen fürs Eishockey. Sie könnten nach München gehen", um dort andere Wettbewerbe auf Eis auszurichten, schlägt Kasper vor. "Das könnten gute Spiele werden."

Am Donnerstag war von Landesregierung und ÖOC verkündet worden, dass man bezüglich einer eventuellen neuerlichen Bewerbung Tirols mit Innsbruck nach 1964 und 1976 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben werde.

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Tina Maze verkündet ihr Karriereende

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Nina Ortlieb

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Matthias Mayer

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Mikaela Shiffrin

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Wendy Holdener

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Ragnhild Mowinckel

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Nina Löseth

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Tina Weirather

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Elisabeth Görgl

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Lara Gut

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Tina Maze

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Kritik für Olympia-Ausrichter 2018

Die Veranstalter der kommenden Winterspiele 2018 in Südkorea werden von Kaspar hingegen kritisiert, während er Peking 2022 für sein Engagement gelobt. Er habe manchmal das Gefühl, die Chinesen seien bei ihren Vorbereitungen schon weiter als Pyeongchang, sagte der Schweizer.

"Das ist natürlich etwas übertrieben dargestellt", relativierte Kasper im APA-Gespräch seine überspitze Aussage. Aber es stimme schon, dass man in Peking mit Riesen-Elan an die Sache herangehe, während in Südkorea oft innenpolitische Querelen bremsen würden.

Das Hautproblem in Südkorea sei aber, dass aufgrund fehlender Athleten im Skirennsport keine Begeisterung bei den Menschen für diesen Sport vorhanden sei. "Sie haben gute Sportler im Speedskating oder im Freestyle. Aber im Alpinbereich existieren sie praktisch nicht", sagte Kasper in Sölden, wo dieses Wochenende traditionell der Alpinski-Weltcup beginnt.

Vorbereitungen für Großanlässe in Russland auf Eis

Kasper ist bis 2018 als Präsident des Ski-Weltverbandes gewählt. Ob er darüber hinaus kandidieren möchte, könne er derzeit nicht sagen, betonte der 72-Jährige in Tirol. Seit vergangenen Sommer ist Kasper auch im Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und vertritt dort alle sieben Wintersportverbände.

Ob es beim Thema russisches Staatsdoping weitere Konsequenzen geben werde, ist laut Kasper offen. "Das kommt drauf an, was im McLaren-Report (die endgültige Version/Anm.) steht. Den haben wir noch nicht und es kommt darauf an, ob Skifahrer involviert waren oder nicht", sagte der Sport-Funktionär. "Aber wenn der nationale Skiverband effektiv involviert war, müssten wir die Möglichkeit prüfen, ob wir die Wettkämpfe in Russland durchführen können oder nicht."

Laut Kasper war es der Wunsch des IOC, alle Vorbereitungen für Großanlässe in Russland auf Eis zu legen, bis der Report herauskommt. "Das gilt aber auch für alle anderen Verbände." Der Report sei für Ende Oktober angekündigt gewesen, er rechne nun mit einem Termin um Mitte November.

Dass es auch woanders als in Russland flächendeckendes Doping geben könne, würde Kasper nicht sonderlich überraschen. "Vielleicht nicht unbedingt staatlich gelenkt. Aber Doping gibt es überall, und wenn man sich die Anzahl der Dopingfälle in den letzten fünf oder zehn Jahren ansieht, sind die Russen nicht ganz oben auf der Liste."

Maze bekommt keinen Sonder-Verletztenstatus

Was den Wunsch der in Sölden zurückgetretenen Slowenin Tina Maze betrifft, für das Abschiedsrennen in Maribor einen Sonder-Verletztenstatus und damit eine gute Startnummer zu bekommen, musste Kasper abwinken. "Es ist ihr gutes Recht, zu fahren. Ich kann ihr aber einen speziellen und zusätzlichen Verletztenstatus nicht einräumen", bekräftigte der FIS-Chef gegenüber der APA.

Laut Kasper sei Maze in dieser Causa sogar mittels Anwalt vorgegangen. "Wir waren bereit, eine Abschiedsvorstellung mit ihr aufzubauen. Sie muss aber selber wissen, was sie sich als Abschiedsshow vorstellt", erklärte Kasper. "Es steht ihr frei zu starten. Es steht ihr aber nicht frei, ihre Startnummer zu wählen."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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