ÖSV-Youngsters setzen Hirscher unter Druck

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Marcel Hirscher ist nach dem erfolgreichen ersten Saison-Slalom voll des Lobes für seine jungen Kollegen.

"Anfangs sind sie mir im Training um die Ohrwascheln gefahren. Es freut mich, dass das Team so stark in der Weltelite Fuß gefasst hat. Solche Sparringpartner zu haben, ist einfach toll", sagt der Annaberger nach seinem Sieg in Levi.

Mit Michael Matt (2.) und Manuel Feller (5.) landeten zwei Youngsters in den Top-Fünf, der Halbzeit-Zweite Marco Schwarz bezahlte die Attacke auf seinen ersten Weltcupsieg mit einem Ausfall.

In relativ kurzer Zeit hat Slalomchef Marco Pfeifer ein junges Team geformt, das mittlerweile über gleich mehrere Podestfahrer verfügt. Es ist noch nicht lange her, da hatte man wegen der Rücktritte von Manfred Pranger, Benjamin Raich, Reinfried Herbst und Mario Matt ein Riesenloch hinter Hirscher befürchtet.

"Marcel muss aufpassen"

"Es ist wirklich Spitze, dass es so schön läuft", flog auch Slalom-Coach Pfeifer zufrieden nach Hause. Der Kärntner war vor dem Auftakt noch auf die Euphorie-Bremse gestiegen. "Man weiß vor dem ersten Rennen nie, wo man steht. Jetzt sind wir stolz, darauf kann man aufbauen."

Dass man mit Hirscher den besten Skifahrer als Vergleich in den eigenen Reihen hat, ist für Pfeifer eine Win-Win-Situation. "Die Jungen profitieren vom Training mit Marcel. Gleichzeitig fordern und ärgern sie ihn, dadurch entwickelt auch er sich weiter."

Über die erfreuliche Entwicklung bei den Herren freut sich auch Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher. "Wir haben kein Ein-Mann-Team mehr. Die Jungen haben schon im Vorjahr einen großen Schritt gemacht und jetzt noch einen", glaubt auch Puelacher, dass Hirscher nun Konkurrenz auch aus dem eigenen Lager droht.

"Marcel ist unglaublich. Aber ich glaube, Schwarz hätte ihm in Levi Paroli geboten", ist auch Puelacher überzeugt. "Marcel muss schauen und aufpassen. Die Jungen kommen!"

"Wer bremst, verliert"

Ähnlich sieht es auch Schwarz selbst, der stellvertretend für die jungen und schnellen ÖSV-Slalomfahrer steht und respektlos an die Sache herangeht. "Der Ausfall war ein blöder Fehler von mir. Ich denke, Marcel wäre schon zu schlagen gewesen."

Der 21-jährige Kraftprotz aus Kärnten gab sich trotz der Enttäuschung konstruktiv. "Unsere Mannschaftsleistung in Levi war sehr gut. Jeder von uns hat das Zeug, auf das Podium zu fahren", sagte Schwarz, der selbst nur ein Motto kennt: "Wer bremst, verliert."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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