Wegen Lindsey Vonn: Neureuther übt Kritik an TV-Regie
Der Deutsche lässt an der Welt-Regie kein gutes Haar. Bei der TV-Übertragung hat ihn ein Punkt nach Vonns Sturz besonders gestört.
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Nach dem Sturz von Lindsey Vonn hagelt es Kritik von Ex-Skirennläufer Felix Neureuther an der internationalen TV-Regie.
Auch nachdem mittlerweile einige Zeit seit dem schwerwiegenden Sturz der US-Amerikanerin bei den Olympischen Spielen vergangen ist, ist dieser noch immer großes Thema. Den Deutschen stört vor allem der Umgang der TV-Regie mit dem Ton- und Bildmaterial direkt nach dem Unfall.
"Das sind Momente, die äußerst schmerzhaft sind und wo die Kameras und Mikros ab einem gewissen Zeitpunkt nichts mehr verloren haben", sagt Neureuther gegenüber der "Sport Bild".
Vonn hat eine komplexe Verletzung des linken Beins erlitten. Die Schreie nach ihrem Sturz waren im Fernsehen nicht zu überhören. Neureuther war bei dem Rennen als Co-Kommentator für die ARD zuständig. Bereits damals forderte er, den Ton beziehungsweise die Mikrofone auszuschalten.
"Ihrer Familie gegenüber respektlos"
"Dramen gehören zum Sport dazu, das war ja auch die harte Realität bei Lindsey. Sie hat das Risiko genommen und ist dafür nicht belohnt worden. Das fasziniert die Menschen", sagt er weiter und ergänzt: "Wenn du einen Menschen persönlich kennst und dann siehst, wie sich jemand schwer verletzt, leidest du sehr mit. Mir hat der Moment bei Lindsey unheimlich wehgetan."
Den Umgang der TV-Regie beschreibt der 41-Jährige als "ihrer Familie gegenüber respektlos". Zudem versteht er nicht, warum "die Welt-Regie da voll draufgehalten hat."
Von Vonn gibt es hingegen erfreuliche Nachrichten. Immer wieder informiert sie ihre Fans auf Instagram über ihren aktuellen Gesundheitszustand. Zuletzt teilte sie bereits Bilder aus dem Training. Laut der "Krone" wolle sie in den kommenden Wochen den Rollstuhl gegen die Krücken tauschen.