Pum: "Werden uns noch viel Freude bereiten"

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ÖSV-Sportdirektor Hans Pum zieht nach den letzten Rennen im Jahr 2016 am Semmering Bilanz.

Zwei fünfte Plätze von Stephanie Brunner im RTL und Bernadette Schild im abschließenden Nachtslalom am Zauberberg – mehr schaute für die ÖSV-Damen bei den Heimrennen nicht heraus.

"Bei den Technikerinnen braucht es einfach noch ein bisschen Zeit. Da brauchen wir Geduld", sagt der Oberösterreicher. "Die Mädls sind gut drauf und wenn es einmal aufgeht, dann werden sie auch als Mannschaft stark werden."

Ausfälle als Rückschlag

Pum gibt zu bedenken, dass die ÖSV-Damen die Ausfälle von Leitfiguren wie Anna Veith, Eva-Maria Brem oder Carmen Thalmann zu verkraften hatten. "Solche Leute kannst du nicht ersetzen. Gerade die Ausfälle von Anna und Eva-Maria waren Rückschläge", erklärt der Sportdirektor. "Und das gerade in einer Zeit, wo so viele von den Arrivierten aufgehört haben. Bei der einen oder anderen hätte ich schon gehofft, dass sie noch bis zu Olympia 2018 weitermacht."

Anstatt die jungen Läuferinnen im Schatten der Top-Leute langsam aufzubauen, mussten diese ins kalte Wasser springen. "Im Slalom ist es schwierig, da brauchen wir gar nicht reden. Im Riesentorlauf sieht man schon, dass die Jungen einen Schritt gemacht und den Anschluss geschafft haben. Wenn sie noch ein wenig Erfahrung sammeln, bin ich überzeugt, dass das gut wird. Diese Mannschaft wird uns noch viel Freude bereiten", ist sich Pum sicher.

Veith gibt Team Rückhalt

Neben Veith, deren Comeback "ein zusätzlicher Rückhalt für die Mannschaft ist", ruhen die Hoffnungen der Technik-Damen vor allem auf Stephanie Brunner. "Sie fährt einen super Schwung. Wenn sie es einmal fehlerfrei runterbringt, ist es bald so weit und sie fährt aufs Stockerl."

Für den bisher einzigen Podestplatz der ÖSV-Damen in dieser Saison sorgten die Abfahrerinnen. Cornelia Hütter landete in Val d'Isere auf Rang zwei. "Im Speed-Bereich haben die Jungen im letzten Jahr einen Sprung gemacht und den Anschluss geschafft. Da kann man sagen, die können um den Sieg mitfahren", sieht Pum eine positive Entwicklung.

Hirscher zieht alle mit

Bei den Speed-Herren sei trotz des Sieges von Max Franz noch viel Luft nach oben. "Der Erfolg von Max und der 2. Platz von Hannes waren ganz wichtig. Auch einige von den Jungen haben ganz starke Leistungen gebracht. Andere müssen es noch schaffen, noch einen draufzulegen, selbst wenn sie schon am Limit sind."

Im Technik-Bereich sei der Umbruch im Team bereits gut gelungen. "Im Slalom sind wir gut dabei und fahren um den Sieg mit. Im Riesentorlauf haben die Jungen auch den nächsten Schritt gemacht, aber da zieht Marcel auch alle mit", ist sich Pum bewusst.

Textquelle: © LAOLA1.at

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