Schlierenzauer übt sich in Geduld

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Olympia-Gold - Das fehlt Gregor Schlierenzauer noch in seiner Sammlung.

Der 53-fache Weltcupsieger hofft bei seinen dritten Olympischen Spielen in Pyeongchang trotz schwächelnder Form auf seine Chance. "Speziell bei Großereignissen ist immer alles möglich", ist Schlierenzauer überzeugt, dass es schnell gehen kann.

"Es ist natürlich manchmal nicht einfach und mühsam, aber es gehört zu unserer Sportart dazu. Man weiß, Skispringen ist eine sensible Sportart. Der Absprung passiert unter 250 Millisekunden und, und, und", erklärt Schlierenzauer. Ab und zu gelinge es ihm speziell im Training schon recht gut. "Dann sind wieder Sprünge drinnen, die weniger gut funktionieren."

Schlierenzauer: "Habe schon viel auf meiner Habenseite"

Woher der Mannschafts-Olympiasieger 2010 und sechsfache Weltmeister die Geduld nimmt? "Steinböcke sind sehr geduldige Menschen. Ich habe schon sehr viel auf meiner Habenseite und kann das mit einem anderen Blickwinkel anschauen." Schlierenzauer, dem es vor Vorjahresfrist nach der WM-Bronzemedaille im Teambewerb in Lahti die Freudentränen in die Augen getrieben hatet, liebt seinen Sport nach wie vor.

Der 28-jährige Stubaier hätte die Ski schon ins berühmte Eck stellen können und war in einer gewissen Phase auch schon nahe dran. Doch nun will er es noch einmal wissen. "Wenn man am Balken sitzt, dann will man eine Medaille", sagt Schlierenzauer.

Ein 13. Platz von Stefan Kraft auf der Normalschanze als bester Österreicher bei Olympia ist dem erfolgsverwöhnten Skisprung-Fan natürlich zu wenig. Und den derzeit flügellahmen ÖSV-Adlern selbst noch viel mehr. "Natürlich ist es nicht das, was wir gewohnt sind und vor allem, was wir Athleten drauf haben. Die Anderen springen zur Zeit ein bisserl besser."

Schlierenzauer taugt es

Auf die Stimmung im Team, versichert Schlierenzauer, wirkt sich die Misere nicht aus. "Die ist gut. Ich kann nur von mir sprechen. Mir taugt es hier sehr gut, auch wenn es sehr windig und kalt ist", erklärt der Tiroler. Das Klima unter den Athleten bezeichnet er hingegen als "supertoll". "Wir wohnen in einem Apartment, jeder hat für sich sein eigenes Zimmer als Rückzugsort. Wir haben Spaß, schauen gemeinsam Serien, und trainieren gemeinsam."

Am Mittwoch sollte - wenn es der Wind zulässt - das erste Großschanzentraining stattfinden. Für Freitag (13.30 Uhr MEZ) ist die Qualifikation angesetzt, der Einzelbewerb geht am Samstag (gleiche Zeit) in Szene. Die Skisprung-Bewerbe werden am Montag mit dem Teambewerb (13.30 Uhr MEZ) abgeschlossen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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