Olympiasiegerin Goggia verneigt sich vor Vonn

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Lindsey Vonn gegen Sofia Goggia - es war das große Duell in der Olympia-Abfahrt in Pyeongchang, mit dem besseren Ende für die Italienerin. Goggia holte Gold, Vonn blieb "nur" Bronze.

Die Olympiasiegerin verneigt sich nach dem Rennen vor ihrer Konkurrentin. "Unglaublich. Ich habe sie 2010 verletzt vom Sofa aus siegen gesehen", sagt Goggia. "Es ist eine Riesen-Ehre, mit der Größten aller Zeiten im gleichen Rennen fahren zu dürfen."

Vonn bei Olympia zu schlagen, sei aber auch etwas unwirklich, gesteht Goggia.

Vonn bedankt sich kurze Zeit später für Goggias Komplimente. "Auch ich habe viel Respekt für Sofia. Sie hatte auch schon viele Verletzungen, ist ein guter Charakter und nimmt das alles auch nicht zu ernst. Nach den Rennen sind wir wieder nur ganz normale Menschen."

Vonn emotional: "Das bedeutet mir alles"

Zumindest eine Saison wird Vonn noch anhängen, um Ingemar Stenmarks Siegrekord im Weltcup (86) zu überbieten. Geht es nach ihr, fährt sie aber noch länger. Das Problem sind die Folgen ihrer vielen Verletzungen. "Ich hoffe auf medizinische Wunder, die meine Karriere verlängern könnten", hatte sie vor dem Rennen gesagt.

Es sei auch nach Bronze ein sehr emotionaler Tag, sagte Vonn. Sie war für ihren kürzlich verstorbenen Großvater Don Kildow gefahren, ihre ganze Familie hatte sie auf den Tribüne angefeuert.

"Das bedeutet mir alles. Wenn ich fahre, fahre nicht nur ich, sondern meine ganze Familie. Sie liebt mich, auch wenn ich Letzte werde", sagte Vonn und freute sich vor allem über die Anwesenheit ihres Vaters. 2010 war man noch so zerstritten gewesen, dass Alan Kildow nicht dabei gewesen war.

Vonn: "Ich wünschte, mein Körper würde nicht so wehtun"

Sie werde Olympia vermissen, war sich Vonn sicher. "Das ist auch der Grund, warum das heute alles so emotional ist", sagt sie einen Tag vor der Kombi, in der sie noch ein letztes Mal auf Medaillenjagd gehen wollte.

"Dieser Druck, an einem Tag alles geben zu müssen, Medaillen-Hoffnungen zu haben, das Land zu repräsentieren. Ich liebe es. Ich wünschte, ich könnte weiterfahren und mein Körper würde nicht so wehtun", sagt Vonn. "Ich bin deshalb sehr glücklich, dass ich nach meiner letzten Olympia-Abfahrt auf dem Podium bin."

Vonn war zuletzt wegen politischer Aussagen in ihrer Heimat als Anti-Amerikanisch beschimpft worden. "Es ist so unglaublich. Ich bin aus Minnesota, ich liebe mein Land, amerikanischer als ich kann man nicht sein", entgegnet sie.

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Olympia: ÖSV-Damen in Abfahrt "unter Wert geschlagen"

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