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IIHF-Präsident gegen Russen-Bestrafung

Bei Sanktionen würde ein zweitklassiges Turnier drohen, so Rene Fasel.

IIHF-Präsident gegen Russen-Bestrafung Foto: © getty

Die möglichen, weitreichenden Sanktionen gegen Russland bei den Olympischen Spielen 2018 in PyeongChang könnten auf das Eishockey-Turnier besonders negativen Einfluss haben.

Bereits fix ist die Abwesenheit aller NHL-Stars. Sollte die russische Nationalmannschaft ausgeschlossen werden, droht auch ein Rückzug der Freigabe aller KHL-Spieler, womit die zwei stärksten Ligen der Welt außen vor blieben.

Deshalb spricht sich IIHF-Präsident Rene Fasel gegen die drohende Kollektivbestrafung russischer Sportler aus. "Das würde viele russische Athleten bestrafen, die nichts mit Doping zu tun hatten."

"Wenn Russland nicht dabei ist, wird die KHL keine Freigaben erteilen", ist sich Fasel darüber hinaus sicher.

Sollte Russland ausgeschlossen werden, würde Lettland nachrücken, das beim Olympia-Qualifikationsturnier im Herbst 2016 in Riga hinter Deutschland und vor Österreich Platz zwei belegt hat.

"Im Eishockey wäre es sicher schade, wenn Russland nicht dabei wäre. Aber man muss die Entscheidung respektieren. Wir wollen Doping im Sport nicht, das sind unfaire Wettbewerbsvorteile", erklärt ÖEHV-Präsident Gernot Mittendorfer. "Man muss abwarten, was das IOC als Dokumentation abliefert. Wenn Dopingproben ausgetauscht werden, sind das schon schwere Fouls", so Mittendorfer.

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