Gold-Kraft: "Er ist ein geiler Typ"

Gold-Kraft: Foto: © GEPA
 

Bei den österreichischen Kombinierern hat mit Johannes Lamparter der Jüngste im Team Einzel-WM-Gold geholt, bei den Skispringern der Routinierteste. Stefan Kraft hat entschieden am meisten gewonnen in der ÖSV-Equipe, sein zweiter Großschanzen-Einzeltitel reiht sich da einfach perfekt ein.

Nach dem entscheidenden, erfolgreichen Sprung zum Triumph ließen ihn seine Kollegen am Freitag hoch leben, ähnlich wie es Lamparters Kumpane nach dem Zieleinlauf tags zuvor getan hatten.

"Wir verstehen uns alle sehr gut, wir sind viel beieinander, wir sind eine kleine Familie", erläutert der zehntplatzierte Jan Hörl auf Nachfrage der APA, wie es denn um das Teamgefüge der ÖSV-Adler bestellt sei. "Wir pushen uns gegenseitig, jeder hilft jedem. Wir sind einfach ein cooles Team auch mit den Betreuern. Es ist sehr geschmeidig im Team, man kann offen über alles reden. Ich glaube, das macht ein erfolgreiches Team aus."

In diesem beeindruckt der 27-jährige Kraft seinen fünf Jahre jüngeren Mannschaftskollegen. "Er ist ein geiler Typ. Er weiß genau, was er möchte", sagt Hörl über Kraft. "Er hat eine klare Linie in seinem Konzept und in seinem Weg. Umsonst ist er nicht schon jahrelange vorne dabei."

Huber: "Gold zeigt, was für eine Größe er ist"

Mit dem 28-jährigen Daniel Huber hat noch ein Salzburger den Gold-Coup aus nächster Nähe miterlebt: "Hut ab! Gold zeigt, was für eine Größe er in der Sportart ist, dass er echt abliefern kann, wenn es darauf ankommt."

Philipp Aschenwald hatte es als einziger Nicht-Salzburger ins rot-weiß-rote Großschanzen-Team geschafft. Der Tiroler war bei Krafts Weg zum Erfolg daher ebenso immer hautnah dabei.

"Stefan hat auf der kleinen Schanze kurz einmal gegrübelt. Dass er das dann so gut umsetzt, spricht für ihn. Er bringt es auf den Punkt, wenn es zählt. Es sei ihm so vergönnt, der Sieg. Hut ab! Wir haben uns brutal mit ihm mitgefreut. Es ist cool, wenn man als Team zusammengeschweißt ist und so einen Erfolg feiern kann."

ÖSV-Coach Andreas Widhölzl wiederum zeigt sich überglücklich, dass es Kraft so hinbekommen hat. In der Interviewzone umarmte er den nun dreifachen Weltmeister mit einem lauten Jubelschrei. "Stefan war schon die letzten Tage irrsinnig gut und stabil", erläutert Widhölzl. "Es ist aber doch immer etwas Anderes, wenn man dann im Wettkampf oben sitzt vor dem ersten Durchgang. Er hat das cool gemacht, er hat zweimal einen sehr guten Telemark gemacht. Er ist verdient Weltmeister."

Norwegen-Coach verneigt sich

Norwegens Cheftrainer Alexander Stöckl hat als Tiroler auch seinen Konnex zu Kraft, auch wenn er norwegischer Cheftrainer und als solcher nach der Corona-Infektion von Halvor Egner Granerud mit Silber für Robert Johansson sehr zufrieden war.

"Der Krafti hat die beste Leistung gezeigt, da ist kein Zweifel. Er hat es im Training schon gezeigt und in der Quali und im Probedurchgang, dass er sich optimal eingestellt hat auf die WM. Er hat auch die Erfahrung, dass er das durchbringt. Hut ab, das ist verdient."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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