Iraschko-Stolz vermisst Team-Spirit im ÖSV

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Daniela Iraschko-Stolz fordert vor dem Mixed-Bewerb bei der WM in Lahti am Sonntag (16:30 Uhr) mehr Team-Spirit bei den Österreichern.

"Es ist ganz etwas Besonderes, mit Teamkollegen ein Land zu vertreten und vielleicht auch eine Medaille zu holen", sagt die Steirerin. Man müsse aber "wirklich ein Team sein", moniert sie. Ein Umstand, der ihr in Falun 2015 gefehlt hat: "Da da haben wir eher ein Einzelspringen veranstaltet."

Man müsse kein großes Tohuwabohu machen, aber eine Teambesprechung vor dem Bewerb, gegenseitiges Abklatschen oder Ähnliches wünscht sich Iraschko-Stolz.

Kraft will Spirit aufbauen

Herren-Cheftrainer Heinz Kuttin nahm den Vorwurf mit einem Lächeln zur Kenntnis: "Wir haben damals einen Weg im Vorfeld abgesprochen, haben keine Medaille gemacht, also war der Weg falsch." Diesmal habe man es anders geplant. "Dann werden wir schauen, was danach wieder geredet wird."

Team-Mitglied damals war auch Stefan Kraft. "Natürlich war es nicht ideal, weil wir dort keine Medaille gewonnen haben und wir haben sehr große Chancen gehabt", erklärte Kraft zur APA. "Es ist schwierig, weil wir den Bewerb nur einmal haben. Wir werden uns was einfallen lassen und einen gescheiten Spirit aufbauen", so der Salzburger.

"Das letzte Mal habe ich die Mädels auf einer Schanze im November gesehen", erklärte Kraft aber auch die Schwierigkeit, weil es eben auch im Weltcup-Kalender wenig Anknüpfungspunkte gibt.

Kraft dürfte seinen Platz im ÖSV-Team für den Mixed-Bewerb fix haben, naben ihm hat wohl Michael Hayböck die besten Chancen. Bei den Damen stehen die beiden Starterinnen Iraschko-Stolz und Jaqueline Seifriedsberger bereits fest.

Mixed-Bewerb soll ins Olympia-Programm

Die FIS hat, bisher erfolglos, versucht, den Mixedbewerb auch ins Olympia-Programm zu bringen. Pyeongchang hat die Aufnahme verweigert. Es steht allerdings weiter auf der Agenda des Ski-Weltverbands. "Das wäre ein Traum, da haben wir auch gute Medaillenchancen", hofft Iraschko-Stolz. Die 33-jährige wird eine eventuelle Premiere 2022 in Peking aber nicht mehr als Sportlerin bestreiten.

Erwünscht wäre bei den Damen auch ein eigener Teambewerb, den würde auch der österreichische Damen-Cheftrainer Andreas Felder befürworten. "Speziell bei Weltmeisterschaften sollte man einmal einen reinen Damenbewerb machen, weil eigentlich genügend Nationen da wären, vier Springerinnen am Start haben." Eine olympische Mixedkonkurrenz würde Felder freilich auch sehr begrüßen, "weil so haben die Mädels natürlich sehr wenig Medaillenchancen".

Und grundsätzlich steigt die Bedeutung jeder Sparte auch im Verband und bei den Sponsoren mit der Anzahl Medaillen-Entscheidungen. "Desto wichtiger wird es auch, dass man den Damensprungsport finanziert und unterstützt. Es ist eine entscheidende Sache, dass die Medaillenmöglichkeit erhöht wird", erklärte Felder.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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