Bader: "Ich war nicht happy mit meinem Team"

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Roger Bader kann den 3:1-Sieg über Ungarn bei der B-WM in Kiew, der durch zwei Powerplays im dritten Drittel fixiert wurde, realistisch einordnen.

"Wir hatten ein hartes 1. Drittel, viele Strafen. Daher war es natürlich klar, dass Ungarn viele Chancen hatte, aber wir hatten einen guten Torhüter. Im Mitteldrittel hatten wir viele Scheibenverluste, Ungarn war stärker und hätte sich die Führung verdient. Ich war da nicht happy mit meinem Team."

Die Wende hätten Umstellungen im Schlussabschnitt gebracht.

"Dann waren wir besser organisiert und glücklich, dass wir zwei gute Powerplays gespielt haben."

Heinrich: "Es ist noch viel Luft nach oben"

Der angesprochene Keeper, Bernhard Starkbaum, streicht die physische Komponente hervor: "Sie wollten uns mit ihrem Körperspiel unter Druck setzen, das ist ihnen teilweise auch gut gelungen. Wir haben hart gekämpft, im Schlussdrittel schlau gespielt, so das Spiel in die Hand genommen und im Powerplay verdient die Tore geschossen."


Roger Bader über die Stärken aller Gegner:

(Text wird unterhalb fortgesetzt)


Einer dieser beiden Treffer, der Schlusspunkt, fiel durch Dominique Heinrich. Der Verteidiger von RB Salzburg weiß, dass noch "viel Luft nach oben" vorhanden ist. "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Vor allem in den ersten zwei Dritteln, wo wir viele Scheiben und Zweikämpfe im eigenen Drittel verloren haben."

Wie schon gegen Kasachstan fiel der Start in die Partie insofern denkbar schlecht aus, als dass sich gleich meherere Österreicher hintereinander auf die Strafbank verabschiedeten. In den ersten sechs Minuten waren es mit Markus Schlacher, Manuel Ganahl und Christoph Duller derer drei.

"Wir müssen die Strafen abstellen; jede Mannschaft hat mindestens ein gutes Powerplay, das kann sehr gefährlich werden", erinnert Heinrich.

Ganahl: "Wir müssen dankbar sein"

Tatsächlich fiel das Gegentor, der zwischenzeitliche Ausgleich durch Keegan Dansereau, kurz nach Ablauf einer doppelten Überzahl. Es sollte der einzige Treffer der Magyaren in dem Spiel bleiben, woran Manuel Ganahl denkt, wenn es um die Spielanalyse geht.

"Wir müssen dankbar sein, dass sie vor allem in den ersten zwei Dritteln ihre Chancen nicht genutzt haben. Da haben wir absolut nicht so gespielt, wie wir wollen. Wir waren weit weg vom System, haben defensiv extrem viele Fehler gemacht, komplizierte Querpässe gespielt - die haben uns gelesen, wie ein Buch. Erst danach haben wir Moral gezeigt und zu unserem Spiel gefunden."

Interessanterweise kommt auch Rich Chernomaz, Head Coach des Gegners, zu einem ähnlichen Ergebnis seine Mannschaft betreffend: "Sie haben im Schlussdrittel klug gespielt, viele Schüsse geblockt , wir haben manchmal zu kompliziert gespielt. Im Mitteldrittel waren wir ziemlich gut, hatten gute Kontrolle."

Die Lehren aus der zweiten Partie müssen alle Beteiligten schnell ziehen. Ungarn muss am Dienstag gegen die ungeschlagenen Südkoreaner bestehen (17:00 Uhr), bevor es für Österreich gegen den punktelosen Gastgeber Ukraine (19:30 Uhr, LIVE im LAOLA1-Ticker) geht.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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