A-WM: Stars, mögliche Aufsteiger und Abwesende

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Nach der B-WM, bei der Österreichs Eishockey-Nationalteam den Aufstieg fixierte, ist vor der A-WM.

Ab dem heutigen Freitag kämpfen die besten Nationen in Deutschland und Frankreich um den Titel.

Die beiden Co-Gastgeber, die jeweils eine Achter-Gruppe und zwei Viertelfinali austragen, ehe in Köln die Titelentscheidung fällt, erhoffen sich für die 64 Spiele insgesamt 600.000 Zuschauer.

Aus österreichischer Sicht ist die WM heuer wieder interessanter, weil es um die Gegner bei der WM 2018 in Dänemark (4. - 20. Mai) geht. Die Gruppeneinteilung für 2018 erfolgt nach der Platzierung in der Weltrangliste, die nach der WM feststeht. Österreich wird auf die Nummern 2, 3, 6, 7, 10, 11 und 14 oder 15 treffen.

LAOLA1-Scout Bernd Freimüller beleuchtet alle Teilnehmer der A-WM: Wer sind die Stars, auf wen muss man besonders achten und wer fehlt im Konzert der Großen?

Gruppe A (Köln):

Russland

Star: Nikita Kucherov - Der Tampa-Bay-Winger und diesjährige Point-Per-Game-Scorer gehört zu den talentiertesten Spielern des Turniers.

Genauer hinschauen auf: Kirill Kaprizov - Bei der U20-WM überragend, aber kann der 19-jährige Flügel und Wild-Draftpick sich auch bei der WM durchsetzen?

Bedauerliche Absenz: Alexander Radulov - Die Offensivwaffe hat nach einem guten Jahr in Montreal noch keinen neuen Vertrag.

USA

Star: Jack Eichel - Erwarb sich heuer in Buffalo den Ruf eines Coachkillers, doch seine Skills sind unbestritten und er sollte bei seiner zweiten WM herausragen.

Genauer hinschauen auf: Clayton Keller - Kam schon gegen Ende der Saison bei Arizona zum Einsatz und bewies, dass er die Skills für einen absoluten NHL-Offensivbringer hat.

Bedauerliche Absenz: Patrick Kane – Der Goalgetter war nach Chicagos Ausscheiden zu keinem Trip nach Deutschland zu bewegen.

Schweden

Star: Oliver Ekman-Larsson – Der leichtfüßige Arizona-Back gehört zu den Top-Defendern dieser Welt.

Genauer hinschauen auf: Jonas Brodin – Heuer länger verletzt, in Bestform aber ein typischer schwedischer „Brains-over-Brawn“-Defender.

Bedauerliche Absenz: Niklas Hjalmarsson – Der Chicago-Defender hätte eine tolle Verteidigung noch veredelt.

Slowakei

Star: Michal Cajkovsky – Spielte einen tollen Deutschland-Cup und übersiedelte danach von Sparta Prag in die KHL. Trotz riesen Größe gute Beine, könnte es als Spätberufener noch in die NHL schaffen. Vielleicht Primus inter pares in einem führerlosen Team.

Genauer hinschauen auf: Michal Sersen – Defender mit etwas Offensive und PP-Erfahrung, könnte über kurz oder lang in der DEL oder EBEL landen.

Bedauerliche Absenz: Kein einziger NHL-Crack sagte zu, die Streitigkeiten mit dem Verband dürften immer noch nicht ausgeräumt sein.

Deutschland

Star: Tobias Rieder – Der Arizona-Flügel aus Landshut sollte einen großen Teil der Offensive schultern.

Genauer hinschauen auf: Dominik Kahun – Wie Rieder nicht der Größte, aber mit einem punktgenauen Schuss ausgestattet. Kann sich der Münchner für einen NHL-Vertrag aufdrängen?

Bedauerliche Absenz: Das deutsche Team tritt fast in Bestbesetzung an, einzig Kapitän Marcel Goc ist mit einem Kreuzbandriss schon länger out.

Lettland

Star: Zemgus Girgensons – Der einzige NHL-Spieler im Kader verspricht Offensive, wartet bei den Sabres aber immer noch auf seinen Durchbruch.

Genauer hinschauen auf: Roberts Bukarts – In der tschechischen Extraliga bei Zlin ein Sniper, will sich für ein besser dotiertes Engagement aufdrängen.

Bedauerliche Absenz: Oskars Bartulis - Der solide Defender fällt wegen einer Gehirnerschütterung aus.

Dänemark

Star: Nikolaj Ehlers – Winnipegs Flügel gehört zu den explosivsten Skatern in der NHL.

Genauer hinschauen auf: Sebastian Dahm – Der ehemalige Goalie der Graz99ers präsentiert sich erstmals unweit seiner neuen Heimat Iserlohn.

Bedauerliche Absenz: Frans Nielsen - Der Detroit Center sagte ab, der Verlust des Zwei-Weg-Centers wiegt schwer.

Italien

Star: Andreas Bernard - Der Goalie (Ässät Pori) ist ein sehr solider Liiga-Goalie und gibt den Italienern wenigstens etwas Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Genauer hinschauen auf: Alexander Egger - Defender hatte seine Teamkarriere eigentlich schon beendet, kehrte aber für den verletzten Alex Trivellato noch einmal zurück.

Bedauerliche Absenz: Alex Trivellato - N ach seinem Engagement in Schwenningen auf Klubsuche, verletzte sich beim Testspiel gegen Österreich.



Gruppe B (Paris):

Kanada

Star: Mark Scheifele - Spielte sich als Center Winnipegs heuer unter die Top-10-Scorer in der NHL.

Genauer hinschauen auf: Mitch Marner – Präsentierte sich bei den Maple Leafs als eines der größten Versprechen für eine bessere Zukunft in Toronto.

Bedauerliche Absenz: Jonathan Toews – Nach dem Chicago-Desaster in den Playoffs verspürte der Center keine Lust auf die WM.

Finnland

Star: Sebastian Aho - Eine tolle Premierensaison bei den Carolina Hurricanes für den smarten Winger: Er spielte alle 82 Spiele mit 49 Punkten.

Genauer hinschauen auf: Julius Honka – Der 21-jährige Defender steht an der Schwelle zu einem Fixverteidiger bei den Dallas Stars.

Bedauerliche Absenz: Patrik Laine – Der Shooting-Star der letzten WM sagte nach einer erfolgreichen Debütsaison bei den Winnipeg Jets aus Ermüdungsgründen ab.

Tschechien

Star: David Pastrnak – Nach 70 Punkten in 75 Spielen für Boston steht der Flügel nach dem Auslaufen seines Entry-Level-Contracts vor seinem ersten großen Payday.

Genauer hinschauen auf: Libor Sulak – Schafft es der (Noch)-Znojmo-Back wirklich in den WM-Finalkader oder geht seine Reise aus dem Traumbuch noch vor Turnierbeginn zu Ende?

Bedauerliche Absenz: Pavel Zacha - Der Devils-Youngster sagte aus Verletzungsgründen ab.

Schweiz

Star: Raphael Diaz – Der Ex-NHL-Crack ist immer eine schnittige Offensivwaffe an der blauen Linie der Eidgenossen.

Genauer hinschauen auf: Denis Malgin – Der kleingewachsene Center hatte eine sehr gute erste Saisonhälfte in Florida.

Bedauerliche Absenz: Nico Hischier – Ein Kandidat für den ersten Draftpick im Juni, fast 90 Spiele in dieser Saison waren für einen 17-Jährigen aber dann doch zu viel.

Belarus

Star: Kevin Lalande - Der eingebürgerte Kanadier muss seine beste Leistung abrufen, sonst droht der Abstieg.

Genauer hinschauen auf: Sergey und Andrej Kostitsyn – Das Brüderpaar schwankt schon seit Jahren zwischen Genie und Wahnsinn. Beide Forwards sind für Coaches nur sehr schwer zu handeln.

Bedauerliche Absenz: Andrei Stepanov - Der Forward fiel nach einer guten Saison bei Dynamo Minsk seinen Schwächen in der eigenen Zone zum Opfer.

Norwegen

Star: Patrick Thoresen – Auch mit 33 Jahren ist der ZSC-Legionär immer noch die größte Offensivhoffnung.

Genauer hinschauen auf: Alexander Reichenberg – Der Flügel mit dem un-norwegischen Nachnamen spielt nächste Saison für Sparta Prag.

Bedauerliche Absenz: Ole-Kristian Tollefsen – Der jahrelange Headhunter ist nun selbst mit einer Gehirnerschütterung out.

Frankreich

Star: Stephane DaCosta – Bei WMs immer brandgefährlich und ein Offensivleader.

Genauer hinschauen auf: Cristobal Huet – Erreicht sein lang angepeiltes Ziel und ist mit 41 Jahren bei der Heim-WM dabei. Kann er noch der wichtige Rückhalt im Kasten sein?

Bedauerliche Absenz: Alexandre Texier – Der 17-jährige Center verletzte sich beim letzten Testspiel an der Schulter und kann sich so nicht mehr den NHL-Scouts und GMs präsentieren.

Slowenien

Star: Jan Mursak – Der Flügel von CSKA Moskau bringt eisläuferisch Spitzen-WM-Niveau mit.

Genauer hinschauen auf: Ziga Pance – Nach einer durchwachsenen Saison kann sich der KAC-Flügel eventuellen Arbeitgebern präsentieren.

Bedauerliche Absenz: Anze Kopitar – Der Superstar sagte nach einer schweren Saison mit den Kings für die WM ab.

Textquelle: © LAOLA1.at

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