Tragödie um Eishockey-Team fordert 15 Tote

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Ein schweres Busunglück der Humboldt Broncos in Kanada mit 15 Toten stürzt nicht nur das Junior-Eishockeyteam und deren Gemeinde in Trauer.

Mehrere Nachwuchs-Spieler, deren Trainer sowie ein Radioreporter kommen beim Unfall am Freitag ums Leben, wie die Nachrichtenagentur Canadian Press am Samstag berichtet.

14 weitere Insassen kommen laut Polizei mit teils lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. In der Mannschaft spielen laut Medienberichten Spieler im Alter zwischen 16 und 21 Jahren.

"Es hat uns hart getroffen. Wir sind nach den meisten Maßstäben eine kleine Gemeinde, aber die Eishockey-Mannschaft war immer ein großer Teil unserer Gemeinschaft", sagt Humboldts Bürgermeister Rob Muench.

Auch die NHL-Profis und ihre Fans trauern. Beim Spiel der Winnipeg Jets gegen die Chicago Blackhawks tragen beide Mannschaften Trikots mit dem Namenszug Broncos auf dem Rücken (Bild).

Muench selbst trägt das grüngelbe Broncos-Trikot, als er am Samstag die Arena des Orts in der Provinz Saskatchewan besucht, um mit Betroffenen zu sprechen. "Eishockey ist die Gemeinschaft. Alle stehen unter Schock", erklärt Anrainerin Penny Lee der Agentur Canadian Press. Viele Bewohner der weit abgelegenen Orte fühlen sich vor allem durch die Begeisterung für den beliebten Eishockeysport miteinander verbunden.

Sattelschlepper krachte seitwärts in den Bus

Für die Broncos-Junioren stand das fünfte Spiel der Playoff-Serie bevor, für das sie am Freitagabend im Ort Nipawin gegen die Nipawin Hawks antreten sollten.

Die Fahrt dorthin endete tödlich, als ein Sattelschlepper seitwärts mit ihrem Mannschaftsbus zusammenstieß. Die Ursache für die Unfall auf dem Highway 35, der fast durchgehend gerade von Süden nach Norden führt, war am Samstag unklar. Der Sattelschlepper war laut Polizei in Richtung Westen auf dem Highway 335 unterwegs.

"Alles an dieser Tragödie ist beispiellos"

Unter den Todesopfern waren der Zeitung "Globe and Mail" zufolge sowohl der Kapitän der Mannschaft als auch deren Torschützenkönig sowie ein Statistik-Assistent. Die Polizei veröffentlichte zunächst keine Namen der Opfer.

Kevin Garinger, Präsident der Broncos-Juniormannschaft, rang bei einer Pressekonferenz nach den passenden Worten. "Alles an dieser Tragödie ist beispiellos."

Die Aufräumarbeiten dauerten am Samstag an. Luftaufnahmen zeigten den schwer beschädigten, auf der Seite liegenden Bus abseits vom Highway.

Laut "Globe and Mail" fehlte ein Großteil des Rumpfs, das Dach wurde komplett abgerissen. In der Nähe lagen Hockey-Taschen, Schlafsäcke und andere Gegenstände verstreut.

"Unsere Ermittler werden alle Aspekte dieses Zusammenstoßes untersuchen, um herauszufinden, was genau sich zugetragen hat", teilte Polizeichef Curtis Zablocki mit.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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