Nächste Überraschung gegen miese Diver?

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"Kasachen sind Ansammlung von miesen Divern"

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Nach den beiden Siegen gegen Deutschland (3:1) und Italien (7:3) steht fest: Unser U20-Nationalteam wird die beste Platzierung bei einer Division I seit 2008 (Aufstieg in Aalborg) einnehmen. Für den Turniersieg wäre ein Wunder (Sieg von Italien gegen Lettland) Voraussetzung, das ausbleiben wird. Der zweite Platz ist aber auch unabhängig vom letzten Spiel gegen Kazachstan aber sicher.

Der Sieg gegen Deutschland war sicher das beste und intensivste Spiel einer U20 seit dem 8:3 über Dänemark im Jahre 2008. Gestützt auf einen überragenden Goalie Thomas Stroj, der das Spiel seines (bisherigen) Lebens absolvierte, kämpfte die Truppe von Roger Bader die körperlich überlegenen Deutschen nieder.

>>> Österreich gegen Kasachstan: Samstag, 19.12., 20 Uhr im LIVE-STREAM <<<

In einem schwächeren zweiten Drittel war noch viel Glück notwendig, nach dem Siegtreffer durch Florian Baltram in einem Break in nummerischer Unterlegenheit fixierten einige Shotblocks und Stroj den Sieg.

Das Erfolgsrezept

Das am Tag darauf folgende 7:3 gegen Italien war naturgemäß antiklimaktisch, ein Zwischenspurt im zweiten Drittel sollte genügen. Klar, die Italiener sind mit Abstand das schwächste Team im Turnier, trotzdem: Früher bewegte sich Österreich meist auf der gleichen Ebene mit solchen Nationen.

Bader fuhr gut damit, seine Cracks gleichmäßig zu belasten, im Spiel gegen Italien traf der nominell vierte Block sogar vier Mal. Der morgige Gegner Kasachstan verfährt nach einem anderen Prinzip: Die Topformation um den hünenhaften Defender Ilya Lobanov, Sniper Alikhan Asetov und Playmaker Dmitri Grants bekommt in knappen Spielen gefühlt 25 Minuten Eiszeit.

Österreichs teamchef sieht aber keinen Grund, sein bisheriges Erfolgsrezept zu variieren: „Wir sind mit unseren vier Triebwerken gut gefahren, das werden wir jetzt natürlich auch nicht mehr ändern.“

Vor allem Asetov zu entschärfen, wird der Schlüssel zum Erfolg sein. Er scorte bis jetzt nach Belieben (sechs Tore, aber kein Assist), hat vor allem die Gabe, die Scheibe aus Nahdistanz hoch ins Netz zu befördern und sucht sich die Ecken nach Belieben aus. Da wird Thomas Stroj, der wieder ins Tor zurückkehrt und vor allem über gute Beinarbeit verfügt, gefordert sein.

Weiters gegen den starken Aufsteiger zu beachten:

Die Kasachen sind eine Ansammlung von miesen Divern. Pro Spiel wälzten sich drei Cracks scheinbar schwerverletzt am Boden, um umgehend wieder mitzuspielen. Das Resultat: Die einzigen beiden Fünf-Minuten-Strafen des Turniers gingen an Gegner der Kasachen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Refs das am letzten Turniertag bereits geschnallt haben, eine Diving-Strafe (blieb bisher im Turnier völlig aus) wäre einmal angebracht.

Ebenfalls eine Eigenheit: Sie nützen oft das Hybrid-Eishockey aus, knallen die Scheibe aus dem eigenen Drittel quer übers Eis und fahren den Bandenabprallern nach. Unsere bisher mobile Defensive könnte da einige Faceoffs im gegnerischen Drittel herausholen.

Ein vierter Sieg im fünften Turnierspiel wäre ein zuvor nie erwartetes Ergebnis, mit Norwegen und den - zugegeben heuer schwachen - Deutschen wurden zwei Kaliber bezwungen, die noch vor kurzem außerhalb unserer Reichweite waren. Überhaupt sind die letzten Ergebnisse gegen Norwegen (Sieg unserer U16 im letzten Frühjahr, die U20 gewann auch im August) ein Indiz dafür, dass unser Nachwuchs wieder im Kommen ist.

Der 97er-Jahrgang ist allerdings einer der besten der letzten Jahrzehnte. Erfreulich: Gleich zehn Cracks könnten auch nächste Saison wieder mitmischen, darunter die Leader Bernd Wolf, Lukas Haudum und Florian Baltram sowie der heuer verletzte Christof Kromp.

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Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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