Caps gewinnen dramatischen Krimi in Dornbirn

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Was für ein Spiel in der 38. Runde der ICE Hockey League! Die Vienna Capitals retten sich in einem dramatischen Krimi ins Shootout und ringen dort die Dornbirn Bulldogs mit 5:4 n.P. (1:0, 1:1, 2:3, 0:0, 1:0) nieder.

Dabei erwischen die Wiener einen Start nach Maß. Nachdem sie den Ländle-Cracks über mehrere Minuten hinweg kaum Luft zum Atmen lassen, verwertet Hartl in der 14. Spielminute eine der vielen Torchancen der Caps - 1:0 (14.)!

Im Mittelabschnitt setzt sich dieses Bild nahtlos fort, die Hauptstädter dominieren, Dornbirn läuft nur hinterher. Die Folge ist das 2:0 durch Richter, der Höneckl mit einem Wristshot keine Chance lässt (32.).

Den Treffer zum 2:0 siehst du im Video:

Allerdings läutet DEC-Neuzugang Salmela mit dem 1:2 eine wahre Aufholjagd der Vorarlberger ein (39.).

Denn in den ersten 74 Sekunden des Schlussdrittels drehen die Hausherren, die Partie auf den Kopf - erst netzt Nilsson per Onetimer zum Ausgleich ein (41.), nur wenige Momente später ist Yogan auf und davon und bleibt vor Starkbaum eiskalt - 3:2 (42.)!

Die Hauptstädter sind daraufhin völlig von der Rolle und kassieren zwei Minuten vor Spielende die vermeintliche Entscheidung, als Jevpalovs in Überzahl perfekt bedient wird und ins kurze Kreuzeck abschließt (58./PP).

Caps-Head Coach Dave Cameron zieht sein letztes Mittel und nimmt Goalie Starkbaum vom Eis, ein letztlich brillianter Schachzug. Erst schnürt Hartl seinen Doppelpack (59.) und 14 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit schießt Wukovits seine Capitals in die Overtime - 4:4 (60.)!

Nachdem in der Verlängerung keine Entscheidung fällt, muss das Shootout herhalten. Und dieses ist an Dramatik kaum zu überbieten - Richter kann für die Wiener vorlegen, doch Yogan besorgt den Ausgleich. Nachdem Yogan in seinem bereits dritten Versuch Starkbaum erneut überwindet, trifft Neuzugang Archibald für die Caps und bewahrt sie im Spiel. Beim vierten Versuch scheitert Yogan dann allerdings, Archibald probiert es erneut, knallt seinen Wristshot (Bild) ins Netz und avanciert zum vielumjubelten Matchwinner der Wiener.

Die Vienna Capitals nehmen somit zwei Punkte aus dem Ländle mit und treten bereits in weniger als 24 Stunden beim HC Innsbruck an. Die Wiener bleiben mit 63 Zählern auf Rang vier, während Dornbirn den Patzer der Salzburger nicht ausnutzen kann und mit 53 Punkten und Position sechs vier Punkte Rückstand auf ein direktes Playoff-Ticket aufweist.

Überlegener KAC-Sieg in Innsbruck

Der KAC feiert beim HC Innsbruck den siebenten Sieg im achten Spiel und setzt seinen Erfolgslauf fort. Innsbruck hat beim 0:3 (0:1, 0:1, 0:1) gegen den die "Rotjacken" keine Chance und muss die dritte Niederlage in Folge einstecken.

Der Beginn des ersten Drittels gehört von Anfang an den Klagenfurtern, die sofort nach dem ersten Bully, Druck machen und die Innsbrucker Defensive früh attackieren. In der 8. Minute gehen die Rotjacken durch Ticar folgerichtig in Führung - Petersen spielt einen Querpass zur Mitte und der Slowene lässt McCollum keine Chance.

Auch im Mittelabschnitt ändert sich das Spielgeschehen nicht. Der KAC hat weiterhin alles unter Kontrolle und kommt immer wieder zu guten Tormöglichkeiten. McCollum hält die Innsbrucker lange im Spiel, muss aber in der 31. Spielminute den zweiten Gegentreffer des Abends hinnehmen. Ganahl trifft nach einem Pass von Petersen im Eins-gegen-Eins gegen McCollum.

Die Innsbrucker werden zu Beginn des dritten Drittels stärker und drücken auf den Anschlusstreffer. In der besten Phase der Hausherren muss Christoffer (48.) wegen eines Stockschlags vom Eis.

Der KAC will in dieser Überzahlphase die Entscheidung und belohnt sich in der 50. Minute für die Bemühungen - nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen versenkt Koch (50./PP) die Scheibe an der zweiten Stange zum 3:0. Für Koch ist es der 110. Powerplay-Treffer in seiner Karriere.

Innsbruck kommt nicht mehr heran, die Rotjacken spielen die Partie clever zu Ende und bescheren Dahm den nächsten Shutout-Sieg.

Der KAC liegt nach dem verdienten Erfolg mit 65 Punkten auf dem dritten Tabellenrang, Innsbruck hält bei 38 Punkten nach 34 Spielen und ist aktuell Neunter.

Linz dreht im "Kellerduell" die Partie

Die Black Wings feiern gegen den VSV einen 4:3-Comeback-Erfolg (1:1, 0:2, 3:0). Für die Villacher ist es die dritte Niederlage in Serie.

Das erste Drittel startet zerfahren, in der 10. Minute gehen die Oberösterreicher aber durch Rückkehrer Roach in Führung. Nach einem schönen Angriff wird Roach von Lebler an der zweiten Stange angespielt und netzt zum 1:0 ein.


Nur wenige Momente später rettet Lebler (13.) auf der Linie, nachdem ein Schuss unübersichtlich Richtung Tor abgefälscht wird. Kurz darauf gelingt dem VSV der Ausgleich - Schmidt (15.) erzielt aus dem Nichts das Tor zum 1:1. Die Partie bleibt ausgeglichen, kurz vor dem Drittel verhindern beide Torhüter mit Big-Saves einen weiteren Gegentreffer.

Im Mitteldrittel ändert sich das Spiel, die ersten Minuten verlaufen zwar ähnlich wie im Anfangsdrittel ausgeglichen, die Villacher werden aber immer stärker. Der VSV schockt die Black Wings daraufhin mit einem Doppelschlag. Zuerst gelingt Kosmachuk (32.) mit einem wuchtigen Schuss die Führung, kurz darauf verwertet Kornelli (34.) beim zweiten Versuch seinen eigenen Rebound.

Eine Strafe von Kosmachuk (41.) verändert gleich zu Beginn des Schlussdrittels das Spielgeschehen. Pelletier (42./PP) befördert im Fallen die Scheibe durch die Beine von Gracnar, der nach dem ersten Drittel den angeschlagenen Kickert ersetzt, ins Tor.

Das Momentum ändert sich, die Linzer werden immer stärker. Der VSV scheitert bei einem Vier-gegen-Zwei-Konter an Gracnar, der überragend pariert. Dann gelingt den Oberösterreichern aber der verdiente Ausgleich, Umicevic (52.) verzögert stark und trifft eiskalt ins Kreueck - 3:3!

In der 55. Minute haben die Villacher Pech, zuerst trifft Collins nur die Stange, im Gegenzug steht Lebler goldrichtig und verwertet einen Querpass von Umicevic zur 4:3-Führung. Die Villacher riskieren nochmal alles, können den abermaligen Ausgleich aber nicht erzielen.

Linz gewinnt im "Kellerduell" mit 4:3, verkürzt den Abstand auf die Villacher Adler auf 13 Punkte, bleibt aber weiterhin deutlich Tabellenletzter.

Bozen fixiert die Playoffs

In der abschließenden Begegnung des Abends lässt der HC Bozen den Graz99ers mit einem souveränen 4:0-Heimerfolg (2:0, 2:0, 0:0) keinerlei Chance und sichert sich als erstes Team in dieser Saison ein Ticket für die Playoffs.

Die Südtiroler erwischen einen Traumstart und gehen nach drei Spielminuten durch Findlay, der in Überzahl einen Rebound einnetzt, in Führung (3./PP). Nur wenige Minuten später kann Robertson bei Vier-gegen-Vier ein wunderschönes Give and Go per Backhand mustergültig abschließen - 2:0 (17.)!

In der Tonart geht es auch im Mitteldrittel weiter, die Grazer sind zwar bemüht, bekommen allerdings klar ihre Grenzen aufgezeigt. Nachdem Gazley zuvor noch an der Stange scheitert (26.), macht er es wenige Minuten später besser und netzt am langen Eck per Onetimer ein (29.). In der 34. Spielminute erzielt Miceli den vorzeitigen 4:0-Endstand (34.).

Die 99ers kommen zwar noch zu einer Großchance durch Oleksuk, dessen Schuss pflückt Irving aber mit einem Big Save wunderschön aus der Luft (37.). Da der Kanadier im Tor der Südtiroler an diesem Abend unbezwingbar scheint, fahren die Grazer mit einer 0:4-Packung im Gepäck in die Steiermark zurück.

Bozen (73 Zähler) kann seine Tabellenführung auf sechs Punkten zu Fehervar ausbauen, die 99ers bleiben mit 46 Punkten Siebenter.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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