Salzburgs Järvinen: "Brauchen mentale Energie"

 

Nach 60 gespielten Minuten in der elften Runde der bet-at-home ICE Hockey League gegen die Vienna Capitals war klar, dass Red Bull Salzburg zum vierten Mal in Folge Überstunden machen muss.

An sich keine schlechte Sache für die Bullen, holten sie bis dato doch in vier von fünf Verlängerungen bzw. Penaltyschießen den zusätzlichen Punkt. So auch am Freitag im Spiel gegen die Hauptstädter, die durch den Treffer von Jan-Mikael Järvinen mit 1:0 im Shootout bezwungen wurden (Spielbericht>>>).

Nervös war der Finne, der als einziger Schütze traf, in dieser Situation aber nicht. "Im Shootout muss man sein Bestes versuchen. Man darf keine Angst haben, nicht zu treffen. Das ist der Schlüssel."

Neben den Auftritten in der ICE Hockey League ist Salzburg auch in der Champions Hockey League im Einsatz und hat dort bereits das Achtelfinale erreicht. Zusätzlich zu dieser Doppelbelastung fehlen den Bullen einige Spieler wie Ty Loney, Ali Wukovits, Thomas Raffl und Dominique Heinrich. Was die Bullen nun brauchen, sei "mentale Energie", so Järvinen.

"1:0-Shootout perfektioniert"

Kritisiert wird vom 33-Jährigen die Anfangsphase seines eigenen Teams: "Zu Beginn waren wir zu langsam. Ich weiß auch nicht, warum das zuletzt so oft war."

Caps Head-Coach Dave Barr ist derselben Meinung - nur findet er den Start seiner Mannschaft und nicht jenen des Gegners zu langsam. "Salzburg hatte im ersten Drittel viel Zeit in der Offensive und gute Chancen", meint der Kanadier. Ähnlich wie Järvinen sieht auch der Salzburger Head-Coach, Matt McIlvane, die ersten 20 Minuten, "in denen nicht viel los war."

Alles in allem habe seine Mannschaft "das 1:0-Shootout perfektioniert". Im zweiten Drittel ist man nicht gut mit dem Puck umgegangen, erst im dritten habe man wieder Druck ausgeübt und gute Chancen kreiert. Auch wenn es den Bullen gerade an potenziellen Torschützen wie Loney oder Raffl fehlt, ist McIlvane "nicht besorgt", denn die Mannschaft sei talentiert, man zeige Charakter und finde Wege, Matches für sich zu entscheiden.

Doch insbesondere in dem lange torlosen Spiel gegen die Wiener kommt es nicht nur auf die Treffer, sondern auch auf die Gegentore an. Goalie Atte Tolvanen wird von Järvinen deshalb besonders gelobt: "Atte (Tolvanen, Anm.) ist ein starker Rückhalt und gibt uns die Möglichkeit, Spiele zu gewinnen." Für den Finnen war es bereits die dritte Partie ohne Gegentreffer.

Caps mit dem einen Punkt zufrieden

Barr hingegen ist nicht unzufrieden mit dem einen Zähler, den die Caps ergattern konnten. "Wir nehmen den Punkt und machen weiter". Der 60-Jährige hebt das zweite Drittel hervor, in dem man besser ins Spiel gefunden habe. "Wichtig ist, den Puck in der gegnerischen Zone nicht zu verlieren oder zu hastig zu spielen. Das haben wir heute gut gemacht", streicht der Kanadier hervor.

Im dritten Abschnitt sei man durch das Powerplay ab der 57. Minute unter Druck geraten, die Penaltykilling-Unit habe aber einen guten Job gemacht. Verlängerungen würden immer Spaß machen. Diese war allerdings erst die zweite der Wiener in dieser Saison.

Die erste Overtime bestritt man vor einer Woche gegen den HC Pustertal, der bereits am Sonntag (ab 17:30 Uhr im LIVE-TICKER) wieder in Wien zu Gast ist. Den 4:3-Erfolg gegen die Wölfe hat Barr noch im Kopf. "Gegen Pustertal haben wir schon einmal ein gutes Spiel gezeigt." Man werde vorbereitet sein.

Vorbereiten müssen sich auch die Salzburger, die am Sonntag (ab 17:30 Uhr im LIVE-TICKER) bei den Graz99ers gastieren. Insbesondere das Spiel mit dem Puck sei zu verbessern, so McIlvane.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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