Wukovits nach Auftaktpleite: "Es tut weh"

Wukovits nach Auftaktpleite: Foto: © GEPA
 

Die Vienna Capitals müssen zum Halbfinal-Auftakt der ICE Hockey League-Playoffs eine knappe 1:2-Niederlage beim Grunddurchgangs-Sieger aus Bozen hinnehmen (Spielbericht >>>).

Dass Begegnungen der beiden Teams immer ein enges Ende nehmen, zeigt die bisherige Saisonbilanz: Es war dies das bereits fünfte Spiel, welches nur mit einem Tor Unterschied gewonnen wurde. Insgesamt führen die Südtiroler nun mit 4:3-Siegen in den direkten Duellen.

Dementsprechend sollten Wechselfehler wie vor dem 0:1 durch Bernard tunlichst vermieden werden, das weiß auch Capitals-Kapitän Mario Fischer: "Das erste Tor haben wir uns schlecht eingefangen, es war ein Wechselfehler. Darf in einem Halbfinale nicht passieren."

"Der muss den Hit nehmen"

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt.)

Der Verteidiger trat zum Ende des ersten Drittels nochmals in Erscheinung als er Bozens Dustin Gazley mit einem Kniecheck zu Boden streckte, der Offensivbringer musste daraufhin mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Eis und kehrte auch nicht mehr ins Spiel zurück.

Fischer sieht die Schuld jedoch nicht bei sich und betont gegenüber "Sky": "Der Gazley muss den Hit nehmen. Wenn er Angst hat, passieren genau solche Sachen, dass er sich vielleicht verletzt."

Generell war das erste Halbfinal-Spiel von vielen Nicklichkeiten und Zweikämpfen geprägt, dabei fielen die Wiener mit zehn Strafminuten besonders auf. Zum Vergleich: Bozen musste nur vier Spielminuten auf der Strafbank ausharren.

"Es tut weh"

Capitals-Angreifer Ali Wukovits sieht darin auch einen Mitgrund für die Niederlage: "Wir haben zu viele Strafen genommen. Bozen hat nur eine genommen. Das macht auf jeden Fall einen Unterschied aus und kostet Kraft."

Der Eigenbauspieler steckt keineswegs auf, sagt aber: "Es tut weh", und lässt direkt eine Kampfansage los: "Aber die Serie geht über vier Siege. Ein Spiel ist nichts. Wir müssen nach vorne schauen." Wechselfehler wie beim ersten Treffer "werden sofort bestraft. Da müssen wir konsquenter sein, dann wird es im zweiten Spiel sicher besser ausschauen."

Auch Headcoach Dave Cameron legt den Fokus bereits auf das zweite Halbfinal-Spiel am kommenden Dienstag, erkennt aber Verbesserungsbedarf: "Im 1. Drittel agierten wir zu schlampig. Dazu kommt, dass wir leider zu viele Pucks hergegeben und dadurch Turnovers zugelassen haben. Am Dienstag geht's weiter."

Bozen "hat noch Luft nach oben"

Beim Grunddurchgangs-Sieger zeigt man sich hingegen glücklich über den Auftaktsieg, sieht sich allerdings nicht unbedingt als bessere Mannschaft, wie Kapitän und 1:0-Torschütze Anton Bernard schildert: "Wir haben noch Luft nach oben. Ich glaube, Wien war heute die bessere Mannschaft."

Vor allem in Überzahl lief es noch nicht rund, "da hätten wir heute das Spiel früher entscheiden können", so Bernard. "Wenn wir das bis zum nächsten Spiel in den Griff bekommen, dann haben wir auch in Wien gute Chancen, das Spiel zu gewinnen."

Ein großes Thema sind auch die langen Auswärtsfahrten, immerhin müssen beide Teams im Zwei-Tages-Takt zwischen Wien und Bozen pendeln. Bernard sieht daher den Schlüssel zum Erfolg in "einer guten Regeneration, man muss den Körper gut behandeln. Nichtsdestotrotz denke ich, dass es eine lange Serie wird."

Angesichts der bisherigen Saisonduelle wäre es kein Wunder, wenn diese Serie über die volle Länge von sieben Spielen geht. Zuerst steht jedoch einmal Halbfinal-Spiel zwei in Wien an (Dienstag, 19:15 Uhr im LIVE-Ticker).


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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