KAC hat "Paradigmenwechsel" gebraucht

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Vor dem EBEL-Finale spricht der sportliche Leiter des KAC, Dieter Kalt, über die Entwicklungen während der Saison.

So seien wegen geringerer Unterstützung durch Gönnerin Heidi Horten und die öffentliche Hand 35 Prozent weniger Budget zur Verfügung gestanden.

"Wir haben diese Situation genau erörtert und stellen fest, dass wir beim KAC dringend einen Paradigmenwechsel brauchen. Seit geraumer Zeit hatten es nur noch sehr wenige unserem Nachwuchs entstammende Spieler in den Profibereich geschafft."


Ein echter Kampf am Eis:

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Zu viele Vereine würden ein gefährliches Spiel spielen und eine Politik betreiben, "die nahezu ausschließlich auf kurzfristigen Erfolg ausgerichtet ist und kaum nachhaltige Elemente beinhält."

Ergebnis dieser Überlegungen wäre die Intensivierung der Nachwuchsarbeit, der Einstieg mit einem Farmteam in die AlpsHL und eine Reduktion der Kosten für den Profikader gewesen.

Die Jugend durfte mal ran

Dennoch stellte sich der Erfolg ein. "Das Erste ist, dass man sich in den Spiegel schauen muss, mit Selbstbeweihräucherung gewinnt man nichts. Es waren einige riskante Umstellungen, aber das Vertrauen hat sich bezahlt gemacht. Es lässt sich (mit den Erfolgen) viel besser rechtfertigen und wir sind glücklich, dass das so geklappt hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit", erklärt Kalt.

Dass sich der finanzielle Aufwand für das Farmteam auszahlt, sei schon in dieser Saison offenbar geworden.

Nach dem massenhaften Ausfall von Stammspielern im Oktober, schickte Pellegrims eine Mannschaft mit acht österreichischen U22-Spielern aufs Eis, die teils im Farmteam Erfahrung gegen Erwachsene gemacht hatten.

Vor dem Finale sind die Leistungsträger aber allesamt fit.

Ein Lob an den Gegner

Nur der Ausfall von Steve Strong, der wegen einer Sperre drei Spiele pausieren muss, schmerzt.

"Wir sind im Finale, es fehlt noch der letzte Schritt. Wir müssen ganz gleich weiterarbeiten und versuchen, unsere Duftmarke abzugeben. Das wird schwer genug gegen eine Mannschaft, die über die ganze Saison bewiesen hat, dass sie ganz oben hingehört", erklärt Kalt und sieht sein Team als Außenseiter.

"Man muss den Caps zu einer bisher herausragenden Saison gratulieren. Durch ihre Leistungen haben sie sich die Rolle als Top-Favorit erarbeitet. Jetzt werden wir sehen, wer den längeren Atem hat", sagte der ehemalige Nationalteam-Kapitän, der die Capitals 2004/05 als Kapitän zu ihrem bisher einzigen Meistertitel geführt hat.

Die Entwicklung der Wiener seither fasste er kurz und bündig zusammen: "Erfolg kommt nicht von ungefähr, da müssen viele Dinge zusammenpassen".


Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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