EBEL-Finale in Bozen als Nervenspiel

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Das EBEL-Finale zieht nach den ersten beiden Spielen mit dem Stand von 1:1 nach Bozen, wo am Donnerstag und Freitag (jeweils ab 20:20 Uhr im LIVE-Ticker) die Partien drei und vier anstehen.

Der Auftakt in die Finalserie hat bestätigt, was vom Duell zwischen dem EC Red Bull Salzburg und dem HC Bozen erwartet wurde: Ein Aufeinandertreffen zweier Philosophien, initiative Offensive gegen geordnete Defensive.

In beiden Spielen mussten die Zuschauer mehr als 30 Minuten auf die ersten Tore warten. Es fielen auch erst sechs Treffer - so wenige wie seit der Finalserie zwischen Vienna Capitals und dem KAC im Jahr 2013 nicht mehr.

Starkbaums Leistung im Fokus

Das erste Tor könnte dabei wieder zum Knackpunkt werden, denn nicht nur in Finale eins und zwei, auch schon im vorhergegangenen Grunddurchgangs-Duell 2018 sorgte jenes für eine Vorentscheidung.

Bernhard Starkbaum feierte am Montag das erste Shutout seiner Mannschaft gegen Bozen überhaupt - in den vorangegegangenen 32 Duellen gelang beiden Teams immer zumindest ein Tor. Seine Leistung bzw. jene von Gegenüber Pekka Tuokkola könnte dementsprechend ausschlaggebend sein.

"Sie mussten sich nach unserem Führungstreffer etwas öffnen, wir haben im Vergleich zum ersten Spiel körperlich noch etwas zugelegt und konnten so unsere Vorteile ausspielen", analysiert der Salzburger Keeper.

Trotz der Rückendeckung der Zuschauer - in die ausverkaufte Bozner "Eiswelle" passen 7.200 Zuschauer - denkt der ÖEHV-Teamkeeper nicht, dass sich etwas am Auftreten des Gegners ändern wird.

"Sie werden weiterhin an ihrem defensiven Konzept festhalten. Wir konzentrieren uns wieder auf unser Spiel und wollen den Gegner unter Druck setzen, schnell nach vorn und körperbetont spielen und für viel Verkehr vor dem Bozner Tor sorgen."

Poss hat andere Einschätzung

Eine Einschätzung, der Head Coach Greg Poss widerspricht. "Die Südtiroler werden vor ihrem lautstarken Publikum anders auftreten, nämlich viel aggressiver nach vorn, sie werden versuchen, mehr das Spiel selbst zu machen."

Ausbaufähig ist auf jeden Fall das Powerplay der Salzburger, denn obwohl man mit einer Erfolgsquote von 25 Prozent eigentlich an der Spitze der EBEL in dieser Statistik steht, ist im Finale 2018 noch kein Treffer mit mehr Spielern am Eis gefallen - während man die beiden Gegentreffer in Spiel eins in Unterzahl kassierte.

Auch, wenn sich an diesem Aspekt etwas ändern sollte: Ein Ergebnis wie beim bis dato letzten Finalspiel in Bozen wäre eine Überraschung. Am 11. April 2014 nahmen die Salzburger noch ein 5:3 mit, ehe im nächsten Duell daheim der Meistertitel für den HCB beschlossene Sache war.

Auch diesmal könnte eins der beiden Teams schon Matchpucks mit in die Mozartstadt nehmen, wo am Sonntag auf jeden Fall ein fünftes Spiel am Programm steht.

>>> EBEL-Finale 3 und 4: Donnerstag/Freitag ab 20:20 Uhr im LIVE-Ticker <<<

>>> Österreich - Italien am 12.04. ab 17:30 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv <<<


Textquelle: © LAOLA1.at

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