Das Playoff-Statement des KAC

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KAC holt Big Points im Kampf um die Playoffs

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Der dritte Spieltag der Zwischenrunde sorgt für weitere Spannung in der EBEL: Der KAC holt im Kampf um den letzten Playoff-Platz wichtige Punkte. Die "Rotjacken" gewinnen das Heimspiel gegen den Hauptkonkurrenten aus Fehervar mit 6:4.

Der zehntplatzierte HC Innsbruck wahrt mit einem 8:3-Kantersieg gegen Ljubljana die Hoffnung, der VSV zieht mit einem 3:2 gegen Graz weiter davon.

Pick-Round-Leader Salzburg unterliegt im Spitzenspiel den Vienna Capitals auf heimischem Eis 0:1. Die Black Wings Linz holen gegen Znojmo ein 0:3 auf und gewinnen 5:4 nach Penaltyschießen. Der Dornbirner EC gibt gegen den HC Bozen in den letzten fünf Minuten ein 2:0 aus der Hand, in der Overtime gelingt den Südtirolern gar der 3:2-Siegtreffer.


RB Salzburg - Vienna Capitals 0:1 (0:1,0:0,0:0)

Tor: Sharp (18.)

Volksgartenarena Salzburg, 2.582 Zuschauer, Strafminuten: 12 bzw. 18

 

 Normalerweise rächt sich das: Zweifelsohne, die Caps zeigten eine starke Auswärtspartie. Einziger Vorwurf an die Boni-Gruppe kann nur die mangelnde Chancenverwertung sein. Im zweiten Drittel vergaben Gamache und Whitmore im Doppelpack alleine vor Gracnar, zehn Minuten vor Ende scheiterte Whitmore gar zwei Mal mittels Penalty-Shot.

Salzburg lässt Powerplay im Stich: Wenn man die Tore nicht aus dem Spiel machen kann und so kaum zu Chancen kommt, muss normalerweise das Powerplay herhalten. Und Salzburg ist hierbei normalerweise eiskalt, mit 19,1 Prozent das zweitbeste Powerplay-Team der EBEL. Half aber alles nichts gegen die Caps, die neun (!) Unterzahlspiele überstanden.

Tragische Figur: 29 Saves zeigte Salzburg-Goalie Luka Gracnar. Er verhinderte mehrmals die Führung, hielt sein Team bei 0:1 mehrmals im Spiel und parierte zur Krönung zwei Penalty-Shots. Eine starke Leistung, die eben nur vom Gegentor beeinträchtigt wurde: Sharps Schuss aus spitzem Winkel fand einen Weg durch Gracnars Beine. Letztlich entscheidend.

Schiedsrichter im Fokus: Das Spitzenspiel brachte auch die Schiedsrichter ins Schwitzen: In der 40. Minute landete Cumas Schuss im Tor. Der Treffer zählte aber nicht, weil Nödl Goalie Gracnar behindert haben sollte - der Wiener wurde aber erst von zwei Salzburgern in diese Position befördert. Die zweite knifflige Entscheidung: Whitmores Penalty-Shot musste wiederholt werden, weil sich Gracnar scheinbar zu früh aus dem Tor bewegte. Beide Entscheidungen sorgten für Aufregung, blieben letztlich aber ohne Folgen.


Black Wings Linz - HC Znojmo 5:4 n.P. (1:3,2:1,1:0,1:0)

Tore: Kozek (16./PP), Piche (23./PP), McLean (40./PP, 44./PP), Ulmer (SO) bzw. Spacek (6.), Tomas (7.), Fiala (12./PP), Cip (23.)

Keine Sorgen Eisarena Linz, 4.865 Zuschauer, Strafminuten: 4 bzw. 18.

 

Disziplin: Linz verschlief die Anfangsphase, wurde von den kaltschnäuzigen Tschechen eiskalt erwischt. Die Partie schien nach dem 0:3 schon fast ein wenig gelaufen. Die Vielzahl an tschechischen Strafen (18 Znojmo-Minuten stehen vier Linzer Minuten gegenüber) verhalf den Black Wings letztlich aber zurück ins Spiel. Somit ist wenig verwunderlich, dass alle vier Linzer Tore in Überzahl passierten.

Wichtig für die Moral: Bei den Linzern drohte nach zuletzt drei Niederlagen am Stück die Stimmung leicht zu kippen - und das ausgerechnet zum Start der entscheidenden Phase der Saison. Dann gegen den vermeintlichen Angstgegner einen 0:3-Rückstand noch aufzuholen, könnte für die Linzer eine Initialzündung für die restliche Pickround sein.

Haste Scheiße am Fuß...: Es ist wie verhext. Grant Lewis hatte am Freitag gerade erst nach fast zwei-monatiger Verletzungspause (Gehirnerschütterung) sein Comeback gefeiert und dann das! Der US-Verteidiger verletzte sich Ende des ersten Drittels schwer an der Schulter. Die Stahlstädter verkündeten noch während des Spiels das vorzeitige Saisonende für Lewis.


KAC - Fehervar 6:4 (4:0,2:1,0:3)

Tore: T. Pöck (8.), Setzinger (5.), M. Geier (7.), Harand (19.), Ganahl (23.), Ban (33.) bzw. Koger (28.), Manavian (51./PP), Bartalis (57.), Banham (60.)

Stadthalle Klagenfurt, 3.135 Zuschauer, Strafminuten: 6 bzw. 8.

Der KAC liefert, wenn er muss: Im Kampf um den zweiten Playoff-Platz hinter dem in Führung liegenden VSV war das Duell mit Fehervar ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel. Und als es drauf ankam, war der KAC da. Von Beginn an ließen die Rotjacken in der heimischen Stadthalle keinerlei Zweifel aufkommen, wer hier als Sieger vom Eis gehen würde. Erst gegen Ende des zweiten Drittels nahm die Truppe von Coach Alex Mellitzer den Fuß vom Gas und ermöglichte somit den Ungarn noch etwas Ergebnis-Kosmetik.

Gurkentor: Was war das denn bitte? Nicht wenige Fans rieben sich in der Schlussminute mit einer Mischung aus Verwunderung und Lachen die Augen. Einem Spieler brach unmittelbar vor Brückler der Stock, er ließ das Spielgerät einfach fallen. Der Goalie stieg auf den Schläger und kam zu Fall, wodurch der von Banham kommende Puck relativ unbehindert die Tor-Linie überqueren konnte.

Die zwei Gesichter des KAC: Bereits im LAOLA1-Interview hatte Coach Mellitzer die fehlende Konstanz seiner Mannschaft bekrittelt. Gute und schwache Resultate wechseln einander ab. Mit dem zweiten Sieg in Folge und dem Match in Ljubljana vor der Brust könnten die Klagenfurter diese Serie nun aber durchbrechen. Das wäre insofern wichtig, da mit guten Ergebnissen im Derby-Doppelpack Anfang Februar gegen den VSV bereits eine Vorentscheidung im Playoff-Kampf herbeigeführt werden könnte.


VSV - Graz 99ers 3:2 (1:1,1:1,1:0)

Tore: Verlic (6.), McKiernan (32./PP), Hunter (52./PP) bzw. Kaspitz (18., 23.).

Stadthalle Villach, 3.432 Zuschauer, Strafminuten: 12 bzw. 18.

 

Life's a beach: Kyle Beach holte sich im Alleingang gleich vier mal eine Zwei-Minuten-Strafe ab - der Rest seiner 99ers kam auf zehn Minuten, die Villacher im Verbund nur auf zwölf. Glück für den Kanadier: Der VSV erzielte zwar zwei Powerplay-Tore, jedoch keines nach Beach-Strafen.

Verwirrung um KaspitzWar das eine Verwirrung um das 1:1 der Grazer. Der Schiedsrichter schrieb es Alexander Feichtinger zu, LAOLA1 sah Roland Kaspitz als Torschützen - auch der Rest der Medientribüne war auf Kaspitz' Seite. In der ersten Drittelpause war man sich dann doch zugunsten Feichtingers einig, ehe die LAOLA1-Bilder in der zweiten Drittelpause aufklärten: Es war Kaspitz, der zu diesem Zeitpunkt schon längst seinen zweiten Treffer erzielt hatte.


HC Bozen - Dornbirner EC 3:2 n. V. (0:1,0:1,2:0, 1:0)

Tore: Pollastrone (56.), Pope (59.), Palmieri (65.) bzw. Siddall (16.), Arniel (34.)

Eiswelle, 2.556 Zuschauer, Strafminuten: 4 bzw. 6

 

Heimserie geht weiter: Auch im fünften Duell der beiden Teams setzte sich das jeweilige Heimteam durch. Nur wenige Minuten fehlten Dornbirn, um diese Serie zu brechen.

Was für eine Aufholjagd! Vier Minuten vor Ende sah alles nach einem Auswärtssieg aus. Doch Bozen gelang das Traum-Comeback: Erst retteten Pollastrone (56.) und Pope (59.) die Italiener in die Verlängerung, wo Palmieri (65.) schließlich für grenzenlosen Jubel in Bozen sorgte.

Beide Teams in Schlagdistanz: Die ausgeglichene Partie spiegelt sich auch in der Tabelle wider, wo Bozen Dornbirn überholte und nun Platz fünf der Pickround einnimmt. Dornbirn ist einen Punkt dahinter Sechster.


HC Innsbruck - Olimpija Ljubljana 8:3 (3:1,4:2,1:0)

Tore: Schaus (9./PP), Ross (10.), Lammers (19./SH), Bishop (31., 36., 56.), Ulmer (32.), Spurgeon (34./PP) bzw. Pem (14.), Hocevar (28., 40./PP).

Wasserkraft Arena Innsbruck, 1.200 Zuschauer, Strafminuten: 12 bzw. 14.

 

Schützenfest: Der HC Innsbruck ist ja für gewöhnlich nicht als Tormaschine bekannt. Erst drei Mal erzielten die Tiroler in der laufenden Saison mehr als fünf Treffer: Beim 6:5 gegen den KAC am 13. November, beim 8:1 gegen Ljubljana am 12. Dezember und nun abermals gegen die Slowenen. Gleichzeitig blieb es den HCI-Goalies bisher erspart, einen Achterpack zu kassieren - die höchste Niederlagen waren 0:7 gegen Dornbirn und Linz.

304 Sekunden: Nach 30:43 Minuten war das Spiel mit 3:2 völlig offen. Flockige 304 Sekunden später stand es 7:2 und nicht nur die Ljubljana-Hintermannschaft wusste nicht mehr, wie ihnen geschah. Der beim Stand von 2:5 eingewechselte Goalie Marinsek Matic wähnte sich wohl im falschen Film, schon in seinen ersten vier Minuten schenkten ihm die Haie zwei Tore ein.


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