Das wird die EBEL-Saison der Black Wings Linz

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Die neue EBEL-Saison 2017/18 steht vor der Tür!

Zwölfs Teams kämpfen wieder um die Karl Nedwed Trophy, die ihr aktuelles Zuhause in Wien gefunden hat. Während die meisterhaften Vienna Capitals auf Kontinuität setzen, hat sich andernorts viel getan. Grund genug für eine gründliche Einschätzung von Bernd Freimüller.

Der LAOLA1-Scout blickt auf die Saison eines jeden Teams durch die Brille des Optimisten und des Pessimisten - und weiß auch schon, wie es wirklich aussehen wird.

So könnte es den Black Wings Linz gehen:

Der OPTIMIST denkt:

Mit Troy Ward zieht ein frischer Wind durch die Keine-Sorgen-Arena, neue Philosophien und Systeme erneuern vieles, was unter seinem Langzeit-Vorgänger Rob Daum schon fossiliert erschien.

Ward holt aus dem fast identen Spielermaterial (nur die beiden Center Corey Locke und Jake Dowell sind vorläufig neu) mehr heraus und beweist, dass das letztjährige Viertelfinal-Ausscheiden nicht (nur) an den Spielern lag.

Im neuen Powerplay-System (1-3-1) folgt Ward einem weltweiten Trend und das Team ist etwas weniger von Sebastian Piches Schüssen abhängig.

Erik Kirchschläger etabliert sich als vollwertiger Defender, Gerd Kragl folgt in seine Fußstapfen und selbst Bernhard Fechtig erweist sich als solide Alternative.

Die sechs Top-Angreifer (Broda, Lebler, DaSilva, Hofer, Locke, Schofield) bringen enorm viel Firepower mit und sind ein Hauptgrund für die weiter gute Offensive des Teams.

Goalie Michael Ouzas bekommt weniger Schüsse auf seinen Kasten und bleibt daher länger frisch.

Jake Dowell erweist sich als wertvoller Charakterspieler und exzellenter Penalty-Killer.

Spieler wie Phil Lukas, Patrick Spannring und Kevin Moderer bieten weiter altbekannte Defensivstärke und/oder Härte an.

Stefan Gaffal beweist, dass er über eine Saison gesund bleiben kann, David Franz und Laurens Ober erweisen sich als vollwertige und bisher zu Unrecht wenig eingesetzte Alternativen.

Der PESSIMIST denkt:

Die vor allem einheimischen Spieler (an beiden Enden der Altersskala) können nicht beweisen, dass ihre Klagen über zu wenig Eiszeit bei Daum berechtigt waren.

"Alter Wein in neuen Schläuchen" – auch unter Ward bekommen die ersten beiden Blöcke übermäßig viel Eiszeit, vor allem wenn es gegen Ende des Spiels gilt, Offensive zu kreieren.

Die Bottom-6-Angreifer bringen einfach zu wenige Scorerqualitäten mit ein, Dowells Tage als Offensivbringer liegen schon zu weit zurück und vor allem bei Verletzungen fehlen Alternativen für die Top-6.

Locke wertet zwar das Powerplay auf und entscheidet einige Partien mit genialen Cross-Ice-Pässen, seine defensive Unlust färbt aber nach und nach auf den Rest des Teams ab.

Die aggressivere Spielweise (vor allem im eigenen Drittel) hält den Druck von eigenen Tor zwar etwas besser weg, doch in puncto Team Speed kann Linz mit Spitzenteams wie den Caps nicht mithalten.

Ouzas setzt seinen Abwärtstrend der letzten Jahre fort und schrumpft vor allem in den Playoffs auch aufgrund zu vieler Spiele wieder in sich zusammen.

Die Angewohnheit, die Mannschaft immer nur punktuell zu ändern, wird überspannt und im nächsten Sommer steht ein überfälliger Generalumbruch an.

Der Kader ist weniger tief besetzt als in den letzten Jahren, drei Nachwuchsleiter in drei Jahren weisen auch darauf hin, dass der Output aus der Jugend mangelhaft ist.

 

Und DAS wird PASSIEREN: 

Ein Top-6-Platz sollte auch heuer kein Problem sein, der frische Wind unter Troy Ward könnte auch wieder für einen absoluten Spitzenplatz reichen. Aber zum Mitspielen um den Titel muss vieles (Verletzungen, Goalie) zusammenpassen...

Textquelle: © LAOLA1.at

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