ÖSV-Biathleten starten in die neue Saison

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Am Sonntag startet im schwedischen Östersund der Biathlon-Weltcup in die neue Saison. Das von Dominik Landertinger und Simon Eder angeführte ÖSV-Team hat aber natürlich vor allem die Heim-WM in Hochfilzen im Februar im Blickfeld.

Zudem ist Landertinger nach seinem Bandscheibenvorfall noch nicht auf 100 Prozent. "Im Training ist es jetzt immer super gelaufen, unter Rennbedingungen merke ich aber, dass ich von meiner Form noch ein gutes Stück entfernt bin", so der Oberösterreicher.

"Diese Lücke gilt es jetzt im Wettkampfmodus zu schließen. Da muss ich durch, ich habe aber das Wissen, dass es von Rennen zu Rennen besser laufen wird", sagte der Einzel-Vizeweltmeister von 2016.

Keine Schmerzen unter Belastung

Uneingeschränkt positiv sei, dass er unter Belastung quasi keine Schmerzen mehr habe. Dennoch sei Östersund, wo am Sonntag eine Mixedstaffel und ab der Wochenmitte Einzel, Sprint und Verfolgung auf dem Programm stehen, nur eine Art Testlauf. "Ich will einfach gut in den Weltcup starten und mich dann Schritt für Schritt wieder an die Weltspitze heranarbeiten."

Denn konstant gute Weltcupergebnisse seien auch im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt wichtig. "Die WM ist schon das Hauptziel, aber ich möchte im Dezember auch gut reinstarten, weil man kann nicht nur alles auf die WM hintimen, das ist auch nicht gut. Man muss in den Rhythmus kommen, man muss Rennen laufen", so der Sprint-Olympiazweite und Massenstart-Weltmeister von 2009.

Eder kämpft mit Weisheitszahn

Eder hatte in der Vorbereitung immer wieder mit Achillessehnenproblemen und Anfang November mit einem entzündeten Weisheitszahn zu kämpfen. "Das eine oder andere Prozent wird mir aufgrund der Wehwehchen noch fehlen, aber grundsätzlich bin ich auf einem ganz guten Weg. Ich bin bereit für den Auftakt in Östersund", versicherte der WM-Dritte, der am Dienstag in Hochfilzern einen gelungenen 10-km-Testlauf absolvierte.

Dank Julian Eberhard, des gut in Schuss befindlichen Sven Grossegger, Routinier Daniel Mesotitsch und Nachwuchshoffnung Felix Leitner sei man "breit aufgestellt, da bin ich rundum zufrieden", meinte ÖSV-Biathlonchef Markus Gandler. Erfolgsdruck will er seiner Truppe für den Auftakt keinen auferlegen, das Saisonziel seien aber natürlich schon Weltcup-Podestplätze und eine WM-Medaille in Hochfilzen.

Eberhard mit Selbstvertrauen

Eberhard hat durch seinen ersten Weltcuperfolg am Ende der Vorsaison in Chanty-Mansijsk viel Selbstvertrauen getankt. Umgestelltes Schießtraining soll beim oft fehleranfälligen Salzburger endlich auch für Konstanz mit dem Gewehr sorgen. Im Laufen hat der stets schnelle 30-Jährige noch einige Prozent Trainingsumfang zugelegt. "Ich habe das Training jeden Tag auf höchstem Niveau durchziehen können, jetzt schauen wir, ob das Früchte trägt", meinte Eberhard.

Der erst 19-jährige Leitner steht dank zwei Siegen in der internen Qualifikation vor seinem Weltcupdebüt. "Es war ein großes Ziel von mir, in Östersund dabei zu sein. Jetzt will ich dort einfach ein gutes Rennen abliefern und zeigen, was ich kann", sagte der Doppel-Juniorenweltmeister.

Gandler freut sich über den starken Youngster, will ihn aber nicht verheizen. "Er erinnert mich an Landi, er ist ein Riesentalent und eine absolute Bereicherung. Es ist zweifelsohne ein Glück, so einen zu haben. Von uns wird aber nichts in Hektik forciert, er wird langsam eingegliedert."

Hauser führt das Damenteam an

Im Damenteam war in der Vorbereitung Hauser wieder einmal die Beste. Die 22-jährige Tirolerin will möglichst schon in Schweden wieder unter die besten zehn, im Vorjahr war ihr das in Östersund zum ersten Mal gelungen.

"Ich fühle mich total gut. Ich habe das Gefühl, dass ich mich in der Loipe technisch steigern konnte. Jetzt hoffe ich, dass ich das auch im Wettkampf umsetzen kann", sagte Hauser nach der erstmals in einer neuen Trainingsgruppe mit Eder, Eberhard und Dunja Zdouc unter der Anleitung der nicht mehr im ÖSV beschäftigten Sandra Flunger und Alfred Eder absolvierten Vorbereitung.

Wie schon in den vergangen Jahren wolle sie sich kontinuierlich weiterentwickeln. "Ich habe nie große Schritte gemacht, immer viele kleine. Ich glaube, das ist ein guter Weg. Wenn alles passt, kann es schon in die besten fünf hineingehen", meinte Hauser vor den ersten Rennen in Schweden. Nach Östersund stehen mit Pokljuka und Nove Mesto im Dezember sowie mit Oberhof, Ruhpolding und Antholz im Jänner noch fünf weitere Weltcupstationen vor der Heim-WM auf dem Programm.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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