ÖSV-Biathlon-Talente feiern Weltcup-Debüt

ÖSV-Biathlon-Talente feiern Weltcup-Debüt Foto: © GEPA
 

Die Biathlon-Frauen und -Männer starten am Wochenende in Östersund in die neue Weltcup-Saison.

Angeführt von Weltmeisterin Lisa Hauser und dem 38-jährigen Routinier Simon Eder warten auf die ÖSV-Teams in Schweden am kommenden Samstag und Sonntag je ein Einzel- und ein Sprintrennen.

Mit Anna Juppe (22) und Magnus Oberhauser (23) geben zwei ÖSV-Talente ihr Weltcup-Debüt. Beide konnten in den Qualifikationsrennen für Östersund überzeugen.

"Da ich ursprünglich vom Langlauf komme, habe ich meine Stärken sicher auf der Loipe, aber ich glaube, ich habe mich in diesem Jahr auch am Schießstand gut weiterentwickelt. Die Freude auf die ersten Rennen ist jetzt natürlich riesig und ich hätte mir vor einem Jahr noch nicht erträumen lassen, dass ich schon in dieser Saison im Weltcup starten werde", so Juppe, Staffel-Juniorenweltmeisterin von Obertilliach 2021.

Ähnlich euphorisch präsentiert sich ihr Kärntner Landsmann Oberhauser: "Im Moment kann ich das alles noch gar nicht so wirklich glauben und es herrscht bei mir einfach nur große Vorfreude."

ÖSV-Herren wollen "vorne dabei sein"

Männer-Cheftrainer Ricco Groß setzt in Östersund neben Oberhauser auf Julian Eberhard, Simon Eder, David Komatz und Felix Leitner. "Das Streckenprofil ist sehr fordernd für die Athleten und es stehen gleich zu Beginn schwierige Wettkämpfe auf dem Programm. Wir wollen aber auf jeden Fall vorne dabei sein", gab der Deutsche die Marschrichtung vor. Mit der Vorbereitung seiner Schützlinge zeigte er sich sehr zufrieden, speziell mit dem intensiven Schneetraining zuletzt in Obertilliach: "Wir hatten dort tolle Bedingungen. Ich glaube schon, dass wir gut vorbereitet sind."

"Eigentlich hat jeder in den unterschiedlichen Trainings gezeigt, was er drauf hat. Simon Eder war wie immer gewohnt stark, Felix Leitner hat einen guten Eindruck hinterlassen. Aber auch David Komatz ist in meinen Augen ein Stück näher rangekommen. Julian war leider ein paar Tage verkühlt, hat aber auch gezeigt, dass er in der Lage ist, sehr, sehr schnell zu laufen und - was mir wichtig ist - auch seine Scheiben erfolgreich zu bekämpfen", so Groß, dessen Ziel im Gesamtweltcup "drei Athleten in den Top 25, einer davon Top 15" lautet.

Hauser will im Gesamtweltcup mitreden

Bei den Frauen ruhen die Hoffnungen natürlich vor allem auf Hauser, die Gesamtweltcup-Sechste vom Vorjahr. Neben ihr und Juppe in Schweden am Start stehen auch Christina Rieder, Julia Schwaiger und Dunja Zdouc. "Ich denke, dass wir, wenn wir unsere Trainingsleistungen abrufen, gut in die neue Weltcup-Saison starten können. Östersund ist ein echter Klassiker", freut sich Chef Markus Fischer auf den Saisonbeginn.

Im Gesamtweltcup möchte die 27-jährige Hauser indes zumindest ein kleines Wörtchen mitreden. Favoritinnen sind aber andere, allen voran Titelverteidigerin und Vierfachweltmeisterin von Pokljuka, Tiril Eckhoff aus Norwegen. Aber auch deren Landsfrau Marte Olsbu Röiseland sowie die Schwedin Hanna Öberg oder die Südtirolerin Dorothea Wierer sind hoch einzuschätzen. Bei den Männern gelten die Top drei aus dem Vorjahr auch heuer wieder als erste Kandidaten für die große Kristallkugel: Die Norweger Johannes Thingnes Bö und Sturla Holm Laegreid sowie Quentin Fillon Maillet aus Frankreich.

Staffel-Medaille bei Olympia als Ziel

Weiterhin ein Thema ist die Coronapandemie. "Es gibt vom ÖSV eigens aufgestellte Regeln, mit denen wir uns krankheitsmäßig dem Ganzen entziehen wollen und werden uns auch dementsprechend professionell verhalten, so dass nichts passiert. Gefeit davor ist man aber nicht", erklärte Groß. Nach den ersten beiden Weltcup-Wochenenden mit insgesamt zehn Rennen in Östersund wechselt das Biathlon-Lager am zweiten Dezember-Wochenende nach Hochfilzen, wo aufgrund des derzeit geltenden Lockdowns in Österreich keine Zuschauer erlaubt sind.

Das Saison-Highlight, die Winterspiele, hat Groß ebenfalls bereits fest im Fokus. "Wir haben uns die Ziele sehr hochgesteckt. Wir wollen auf alle Fälle um die Staffelmedaille mitlaufen." Das Terrain in China ist nach der Weltcup-Absage in der Vorsaison für alle "komplettes Neuland. Wir wissen jetzt alle nicht so richtig, was auf uns zukommt. Man hat sich natürlich versucht, mit dem Thema zu beschäftigen, was Streckenprofile betrifft und Temperaturen. Dort ist alles auf einer freien Fläche gebaut, das Thema Wind wird sicherlich ein ganz großes sein. Östersund ist aber auch immer bekannt dafür, dass es einen sehr windigen Schießstand hat. Da haben wir dort gute Möglichkeiten, das Ganze zu trainieren."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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