WTA: Junge Kanadierin überrascht in Indian Wells

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Eine Wild-Card-Spielerin sorgt beim WTA-Premier-Event in Indian Wells für Furore.

Die erste 18-jährige Kanadierin Bianca Andreescu (geboren am 16. Juni 2000) steht nach überzeugenden Leistungen im Halbfinale des mit über 8 Mio. Dollar dotierten Hartplatz-Turniers. Die Nummer 60 des WTA-Rankings hat damit bereits 390 Punkte und 354.000 Dollar Preisgeld sicher. Im Kampf um den Finaleinzug trifft Andreescu auf Elina Svitolina (UKR-6).

Die 24-Jährige besiegt Marketa Vondrousova (CZE) 4:6, 6:4 und 6:4.

Andreescu zieht mit einem glatten 6:0, 6:1 gegen Garbine Muguruza (ESP-20) in die Vorschlussrunde ein.

Zuvor gab die Aufsteigerin der Woche - die einst mit sechs Jahren im Urlaub bei ihren Großeltern in Rumänien mit dem Tennis begann - nur einen Satz ab und zwar den ersten im Turnier. Andreescu kämpfte zum Auftakt die Rumänin Begu mit 6:7(3), 6:3 und 6:3 nieder.

In der Folge fegte sie Dominika Cibulkova (SVK-32) mit 6:2, 6:2 vom Platz, fertigte in Runde 3 Stefanie Vögele (SUI) mit 6:1 und 6:2 ab, setzte sich dann gegen Wang Qiang (CHN-18) mit 7:5, 6:2 durch, ehe sie Muguruza vom Hartplatz schoss.

Der Durchbruch gelang Andreescu zu Beginn des Jahres in Neuseeland. Als Qualifikantin zog sie ins Finale des WTA-Turniers in Auckland ein, wo sie nach Siegen u.a. gegen die topgesetzte Caroline Wozniacki (DEN) und Venus Williams (USA) knapp an Julia Görges scheiterte.

Bianca Andreescu: Mit Yoga zum Erfolg

Bei den Australian Open schaffte sie die Qualifikation und schied in Runde zwei aus, in Newport holte sie den Titel beim hochdotierten WTA-Challenger und zuletzt in Acapulco schied sie erst im Halbfinale aus. Ende 2018 noch Nummer 152, wird sich Andreescu mit dem Halbfinale schon auf Platz 37 verbessern.

Ein Geheimnis ihres Erfolges sieht der Teenager in ihrer mentalen Arbeit. Schon seit sie etwa 12 Jahre alt war, meditiert sie und betreibt auch Yoga.

"Jeden Morgen, wenn ich aufwache, ist das Erste, was ich tue, zu meditieren. Das hilft mir wirklich, einen guten Start in den Tag zu haben. Nicht gleich in mein Telefon zu schauen oder so", lässt Andreescu für eine Spielerin ihrer Generation aufhorchen.

Zwar lässt sie die physische Arbeit am eigenen Körper nicht aus, aber: "Ich glaube, dass der mentale Teil der wichtigste ist, weil es den gesamten Körper kontrolliert, oder?". Dass sie das auch gut auf dem Platz umsetzen kann, beweisen 31 Siege in den vergangenen 34 Matches.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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