Damit hat Thiem früh im Turnier seine Weltranglistenplatzierung in den Top vier auch in zwei Wochen so gut wie sicher. Theoretisch könnten ihn nur noch der Japaner Kei Nishikori, der Russe Karen Khachanov und der Italiener Fabio Fognini abfangen, jeder aus dem Trio müsste dafür bei einem frühen Thiem-Aus aber sehr weit kommen bzw. sogar den Titel holen.
Für Zverev, den Gewinner der vorjährigen ATP-Finals, wiederholte sich sein oft erlebtes Major-Dilemma. "Es war ein typisches Grand-Slam-Match für mich", musste der Deutsche eingestehen. "Ich bin gut gestartet, dann gehen ein, zwei Dinge nicht in meine Richtung, und schon fällt mein Spiel auseinander." Grundübel sei vor allem, dass sein Selbstvertrauen unter Null sei. Die zwei Tage davor seien für ihn persönlich sehr hart gewesen, allerdings außerhalb seines Einflussbereiches.
Tsitsipas hat mit seiner Niederlage die Chance ausgelassen, womöglich schon bald erstmals unter die Top fünf vorzustoßen. In Satz vier wehrte er gegen Thomas Fabbiano noch einen Matchball ab, unterlag dem Italiener dann aber 4:6,6:3,4:6,7:6(8),3:6. "Er hat verdient gewonnen, da er besser gespielt hat und ich schlecht", übte der Hellene Selbstkritik. "Ich hätte es eigentlich verdient, in drei Sätzen zu verlieren. Ich weiß nicht, wie ich die zwei Sätze gewonnen habe."