Thiem: "Möglich, eine Bubble zu schaffen"

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Wohl niemand kann derzeit sagen, ob die Planungen für die Wiederaufnahme der Tennis-Tour im August am Ende nicht genau das bleiben: ein schöner Plan.

Gewiss ist, dass Veranstaltungen wie die Einladungsturniere in Kitzbühel oder nun Berlin funktionieren: kleine Spielerfelder, ein paar Zuschauer, strenge Hygienemaßnahmen.

Dominic Thiem betonte in Berlin nach seinem Sieg auf Rasen am Mittwochabend, dass er mehr für möglich hält als Turniere mit zwölf Teilnehmern.

"Von den Spielern ist ein normales Turnier auf jeden Fall möglich. Wenn alle Spieler, alle Betreuer negativ (auf Corona, Anm.) sind, ist es möglich, so eine Bubble zu schaffen in einem größeren Rahmen. Kitzbühel und auch jetzt waren sehr gute Beispiele, wie es gehen könnte", betonte der Weltranglisten-Dritte.

Stimmung auch mit 800 Fans

800 Zuschauer, die im Steffi-Graf-Stadion in Berlin erlaubt gewesen wären, könnten für Stimmung sorgen. Es gebe viele Spiele auf der Tour, bei denen vor allem in den ersten Runden weniger dabei wären, merkte Thiem an.

Wie viele Fans in Zukunft zugelassen werden könnten, darauf wollte sich der Niederösterreicher nicht festlegen. "Das ist nicht meine Aufgabe."

Versuche in Prag und Palermo

Fest steht bisher, dass in zweieinhalb Wochen die Damen-Tour mit dem WTA-Turnier in Palermo wieder starten soll, eine Woche darauf sind die Veranstaltungen in Lexington in den USA und in Prag vorgesehen. Die Herren sollen am 14. August in Washington wieder einsteigen. Ob die US Open ab 31. August stattfinden werden, ist weiter ungewiss.

In Palermo umfasst das Einzelfeld 32 Spielerinnen, Doppel soll mit 16 Paaren gespielt werden. Alles müsse vorsichtig ausprobiert werden, sagte Berlin-Teilnehmerin Anastasija Sevastova dem lettischen Rundfunk: "Wir werden es in Prag und Palermo versuchen und schauen, ob es geht, ob wir es ein gesamtes Turnier lang aushalten."

Durch Show-Events wie im Turniermodus

Vielspieler der vergangenen Wochen wie Thiem oder sein Berlin-Finalgegner Matteo Berrettini fühlten sich fast schon wieder im Turniermodus und haben auch kein Problem damit, wie sonst auch nur zwischen Hotel und Anlage zu pendeln.

Sie waren aber ausschließlich in Europa unterwegs, wo ab dem 27. September in Paris die French Open stattfinden sollen. In den USA ist die Lage schwieriger. Bedenken wegen der Corona-Fallzahlen und mögliche Reisebeschränkungen lassen momentan keine gesicherte Planung für die Profis zu, wenn es um Übersee-Events geht.

Gespannt auf Spiele in Flugzeug-Hangar

Wenn die US Open nicht in diesem Monat doch noch abgesagt werden, müssen die Aktiven selbst entscheiden. Der Italiener Berrettini geht nun kurz in den Urlaub, dort will sich der Weltranglisten-Achte mit seinem Team Gedanken machen.

Thiem stand am Donnerstag schon wieder auf dem Trainingsplatz. In einem Hangar des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof wird ab Freitag auf Hartplatz gespielt. "Man spielt vielleicht nur einmal im Leben in einem Hangar", scherzte Thiem.

Österreich habe schon einmal im Hangar in Wien-Schwechat Davis Cup gespielt, merkte er an. "Aber da war ich noch nicht dabei." 2011 war es, als Jürgen Melzer und Co. gegen Frankreich mit 2:3 unterlagen.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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