Schweda soll neue Sponsoren anlocken

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Auf den neuen Geschäftsführer des Österreichischen Tennisverbands (ÖTV), Thomas Schweda, wartet viel Arbeit. Seit Mittwoch ist der 49-Jährige offiziell Nachfolger von Thomas Hammerl.

Eine seiner wichtigsten Aufgaben sei es, die Lücke, die der Abgang von Groß-Sponsor Simacek mit Jahresende ins ÖTV-Budget gerissen hat, zu schließen. "Das war ein Hauptgrund, warum ich geholt wurde", erklärt der Marketing-Experte gegenüber der APA.

Die Aufsplittung in Themen-Bereiche soll neue Geldgeber anlocken.

"Über den Tellerrand blicken"

"Da gibt es das brachliegende Thema Social Media, oder auch die Rangliste mit fast 70.000 Kontaktchancen." Schweda möchte "ein zielgruppen-spezifisches Marketing" machen. Also spezielle Sponsoren für zum Beispiel die Senioren oder die Jugend etc. verpflichten.

Schweda ist hochmotiviert, wieder ganz nahe an seiner Leidenschaft Tennis zu sein. "Es macht mir Riesenspaß, weil das Dinge sind, die ich kann. Es ist eine Aufgabe, die mich sehr freut und ich bin froh, dass ich wieder im Sport zurück bin", sagte der zweifache Vater.

Für den zweifachen Vizemeister mit dem WEV, der am 2. November dieses Jahres, exakt ein Monat nach Thomas Muster, seinen 50er feiert, ist es wichtig, "über den Tellerrand zu blicken". Er will sein gutes Netzwerk in der Wirtschaft wie im Sport in seine Position einbringen.

ÖTV soll serviceorientierter werden

Schweda hat sich seit 2. Jänner im ÖTV eingearbeitet, eine Bestandsaufnahme gemacht und auch schon eine Tour zu den Landesverbänden in die Bundesländer hinter sich.

Der fühere Eishockey-Profi beim WEV hat schon einiges an den internen Strukturen geändert und will den ÖTV serviceorientierter machen. So sollen "innerhalb von 24 Stunden" E-Mails beantwortet und Rückrufe getätigt werden.

Beim WEV war Schweda für die Creditanstalt für Sportsponsoring zuständig und auch lange Jahre in der Turnierleitung des Wiener Stadthallenturniers tätig. Auch für das WTA-Turnier in Linz hat er in Sachen Sportsponsoring gearbeitet, war für die UniCredit Group sowohl bei der EURO 2008 als auch von 2008 bis 2012 für die UEFA-Champions-League zuständig.

Thiem als Zugpferd

Großes Ziel Schwedas ist es freilich auch, den aktuellen Hype um Dominic Thiem für Österreichs Breitensport zu nützen.

Daher ist ihm sehr daran gelegen, dass Thiem im Davis Cup antritt. Schweda wird am Wochenende dem rumänischen Team, das im Erstrundenspiel der Europa-Afrika-Zone in Minsk auf Weißrussland trifft, wohl besonders die Daumen drücken.

Gewinnt Rumänien, hat der ÖTV vom 7. bis 9. April ein Heimspiel. Sollten die Weißrussen gewinnen, wurde bereits per Los fixiert, dass Österreich in die Fremde muss. Thiem-Coach Günter Bresnik hatte zuletzt verlauten lassen, dass sein Schützling am Wochenende unmittelbar vor Monte Carlos auf Sand zur Verfügung stehen könnte. Bei einem Trip nach Weißrussland, wohl kaum auf Asche, schloss Bresnik dies praktisch aus.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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