Thiem vs. Tsitsipas - Spiel für Tennis-Ästheten

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Auf einen echten Tennis-Leckerbissen dürfen sich die Fans bei den French Open bereits am Mittwoch (ab circa 16 Uhr im LIVE-Ticker) in der zweiten Runde der French Open freuen, wenn Österreichs Ass Dominic Thiem auf den griechischen Shooting-Star Stefanos Tsitsipas trifft.

Schließlich verfügen beide Akteure über eine wunderschöne Rückhand. Für Thiem ist der 19-jährige Teenager aber auch sonst schon ein kompletter Spieler.

"Er serviert sehr gut, ist relativ groß, spielt solide von hinten und einen guten Spin."

Der an Nummer sieben gesetzte Lichtenwörther kennt Tsitsipas bereits sehr gut - Zum vierten Mal in diesem Jahr treffen die beiden aufeinander. Das bislang letzte Duell in Barcelona konnte erstmals der Jüngere für sich entscheiden.

"Hab in Barcelona einen Topfen gespielt"

"Gegen Tsitsipas wird sicher wieder eine Steigerung nötig sein, aber ich fühle mich sehr wohl", meinte Thiem nach seinem Auftaktsieg über Ilyari Ivashka.

Die French Open seien allerdings nicht mit Barcelona zu vergleichen. "Dort habe ich die ganze Woche einen Topfen zusammengespielt. Deshalb bin ich zuversichtlich."

Unterschätzen wird er den fast fünf Jahre jüngeren 1,93-m-Mann aber keinesfalls. "Er hat sich wirklich extrem gesteigert im Laufe des Jahres. Er hat in Barcelona ja gut gespielt, hat dort auch Carreno Busta und Schwartzman geschlagen und war dann auch im Finale."

Breite Brust dank Sieg über Nadal

Obwohl Thiem, der am verregneten Dienstag eine etwa einstündige Trainings-Einheit mit einem Schweizer Junior absolvierte, im Verlauf der Sandsaison schwankende Leistungen gezeigt hat: Wenn er fokussiert ist und sein volles Potenzial ausschöpft, darf man ihm viel zutrauen.

Er selbst hat das Finale selbstbewusst als "logisches Ziel" nach zwei Semifinali in Roland Garros genannt. Ein Selbstvertrauen, das auch vom glatten Sieg über Rafael Nadal in Madrid herrührt. Wie auch im Vorjahr ist Thiem der einzige Spieler, der den Sandplatz-König auf diesem Belag in diesem Jahr bezwungen hat.



"Das war schon extrem wichtig, weil ich davor in Monte Carlo richtig eine drübergekriegt habe", erinnerte der Lichtenwörther an die 0:6,2:6-Klatsche. "Dann habe ich mir selbst bewiesen, dass ich jeden schlagen kann, wenn ich gut spiele. Auch den besten Spieler aller Zeiten, wenn er in Topform ist auf seinem Belag. Das hat mir sicherlich einen Schub gegeben."

Bresnik schwärmt von Tsitsipas

Thiem erinnerte noch einmal an Lyon, wo er am vergangenen Samstag seinen zehnten Turniersieg auf der ATP-Tour geholt hat. "Da habe ich die ganze Woche mit dem Feuer gespielt. Aber es funktioniert auch, dass ich den Schalter umlege von einem Tag auf den anderen. Das muss ich hier auch machen. Die Form generell ist gut", konstatierte der Weltranglisten-Achte.

Thiem-Coach Günter Bresnik bezeichnet Tsitsipas als einen der aufstrebenden Superstars. "Er ist ein Riesenspieler. Er hat ein sehr offensives Spiel, einen sehr guten Aufschlag, eine Riesenvorhand und eine schöne einhändige Rückhand. Also das wird sicher ein schweres Stück Arbeit", meinte Bresnik gegenüber der APA.

Auch für Bresnik ist das Barcelona-Match nicht zu zählen. "Das war für mich nicht repräsentativ, weil da hat der Dominic eigentlich gar nicht gespielt."

Nun wünscht sich Bresnik, dass sein Schützling weiter so aggressiv bleibt und auch den guten Return vom ersten Match gegen Ilya Ivashka mitnimmt. "Wie er im dritten Satz retourniert hat, wenn er das beibehält, dann ist das Returnspiel für mich auf dem Niveau, wo es hingehört, dass er auch gegen die richtig guten Spieler bestehen kann."

Bresnik wiederholt, dass sich Thiem immer voll auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren muss. "Er muss lernen, dass er das, was er macht, zu 100 Prozent macht."


WAS FEHLT THIEM NOCH ZUM SUPERSTAR?

Ist Dominic Thiem zu fad, um ein echter Superstar auf der ATP-Tour zu werden? Und was fehlt ihm spielerisch noch? LAOLA1 on Air - der Sport-Podcast hat mit Dominic und Wolfgang Thiem gesprochen und geht in einer von Moderator Bernhard Kastler geführten Diskussionsrunde mit Kurier-Tennis-Journalist Harald Ottawa und LAOLA1-Experte Christian Frühwald diesen Fragen nach. Viel Spaß beim Reinhören!


Textquelle: © LAOLA1/APA

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