Nadal bändigt deutschen Youngster Marterer

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Titelverteidiger Rafael Nadal besiegt am Montag im Achtelfinale der French Open einen tapfer kämpfenden Maximilian Marterer mit 6:3, 6:2, 7:6 (4).

Der 22-jährige Deutsche hält gegen den spanischen Sandplatz-König über weite Strecken gut mit, am Ende muss sich der Youngster, der erstmals in einem Grand-Slam-Achtelfinale stand, dann aber trotzdem in drei Sätzen geschlagen geben.

Nadal trifft nun auf den Argentinier Diego Schwartzman, der den an sechs gesetzten Südafrikaner Kevin Anderson nach 0:2-Satz-Rückstand noch 1:6, 2:6, 7:5, 7:6 (0), 6:2 schlägt.


Nadal findet nach Fehlstart ins Spiel

Nadal war gegen den 22-jährigen Marterer zunächst 0:2 in Rückstand geraten, doch dann fand der Spanier am Tag nach seinem 32. Geburtstag schnell wieder in die Spur. "Bis zum 6:3,6:2 ist es sehr gut für mich gelaufen", meinte der Mallorquiner. Zu Beginn des dritten Satzes habe er Möglichkeiten gehabt, dem Gegner gleich das Service abzunehmen. "Aber ich habe es nicht genutzt, und dann ist es noch ein harter dritter Satz geworden", gestand Nadal.

Befragt, ob er sich mit 32 nun irgendwie alt fühle, hatte der Weltranglisten-Erste eine klare Ansage parat. "Nein, ich fühle mich nicht alt. Aber ich bin 32, und ich spiele hier seit 2003 also ist es ein weiter weg, ich habe jung begonnen." Dennoch genieße er das Tour-Leben. "Ich hoffe, ich kann noch eine Weile weitermachen." Und vielleicht auch noch den 1.000. Matchsieg zu erreichen - am Montag war es der 900. für den Superstar.

Nadal erzählte, dass er seinen kommenden Gegner in seine Akademie eingeladen hatte und dort mit ihm trainiert hat. "Aber ich werde ihn nie wieder einladen, weil jedes Mal wenn er kommt, fährt er viel besser wieder weg", sagte Nadal lächelnd.

Schwarztman mit unglaublicher Aufholjagd

Der 25-jährige Schwartzman, der mit seinen nur 1,70 m Größe schon enorm viel erreicht hat, musste allerdings weit länger als Nadal auf dem Platz stehen. Der als Nummer 11 gesetzte Südamerikaner lag gegen den favorisierten Südafrikaner Kevin Anderson, die Nummer sechs von Roland Garros, auch schon klar mit 1:6,2:6 zurück. US-Open-Finalist Anderson servierte bei 5:4 im dritten Durchgang schon auf das Match. Doch Schwartzman kämpfte sich zurück und nach 3:51 Stunden hatte er die Sätze drei bis fünf 7:5,7:6(0),6:2 gewonnen.

Schwartzman steht zum ersten Mal in Paris und zum zweiten Mal nach den US Open im Vorjahr in einem Major-Viertelfinale. Er ist damit erst der achte Argentinier, der zumindest zwei Viertelfinali bei Grand Slams geschafft hat. Gegen Nadal hat Schwartzman eine 0:5-Bilanz und wenig spricht dafür, dass er im sechsten Match seinen ersten Sieg feiert. "Ich glaube immer, dass ich es schaffen kann. Aber hier ist Rafas zweites Zuhause, das wird ein wirklich schweres Match", gestand der Argentinier.

Ebenfalls in die Runde der letzten acht ist auch Schwartzmans Landsmann Juan Martin Del Potro gekommen. Der als Nummer 5 gesetzte Ex-US-Open-Sieger, der nicht weniger als 28 Zentimeter größer ist als Schwartzman, besiegte den US-Amerikaner John Isner mit 6:4,6:4,6:4.

Del Potro bekommt es in seinem dritten Viertelfinale in Roland Garros mit Marin Cilic (CRO-3) zu tun, der sich gegen Fabio Fognini (ITA-18) in fünf Sätzen durchsetzt.

Textquelle: © LAOLA1.at

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