Jürgen Melzer wird für Davis Cup ausgezeichnet

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Eine besondere Ehre wird Jürgen Melzer im Rahmen des Davis-Cup-Duells gegen Österreich zu teil.

Zwischen den beiden Einzel-Partien wird der 36-jährige Niederösterreicher mit dem "ITF Special Commitment Award" ausgezeichnet.

Diese Auszeichnung bekommen Spieler, die zumindest 40 Einsätze im Davis Cup absolviert haben. Melzer, der die Trophäe von ÖTV-Präsident Robert Groß entgegennimmt, absolvierte in 33 Länderkämpfen 72 Matches (32:40-Bilanz) für das rot-weiß-rote Tennis-Team.



"War schon als kleiner Bub euphorisch"

"Es ist immer was Schönes, wenn man ausgezeichnet wird und es ist eine tolle Sache, wenn von der ITF jene Spieler geehrt werden, die über viele Jahre hinweg für ihr Land bereit standen", freut sich Melzer über die offzielle Anerkennung.

Für den ehemaligen Weltranglisten-Achten hatte der Davis Cup immer schon einen hohen Stellenwert. "Ich war schon als kleiner Bub sehr euphorisch, dass ich Davis Cup spielen durfte. Für mich hat es nichts Größeres gegeben, als das Leibchen überzustreifen."

"Haben viel geweint und gelacht"

Die gemeinsamen Erlebnisse in einer Mannschaft seien für einen Tennis-Spieler, der normalerweise auf sich allein gestellt ist, etwas Besonderes: "Wir haben viel geweint und gelacht. Das sind Erlebnisse, die ich für den Rest meines Lebens nicht vergesssen werde", so Melzer, der dem Davis Cup "eine sehr gute Freundschaft" mit Alex Peya zu verdanken hat.

Wie stark Melzer dem Davis Cup verbunden ist, zeigte sich auch in dieser Woche, als er sich dem ÖTV-Team trotz seiner Ellbogen-Verletzung als Sparring-Partner zur Verfügung stellte. Dominic Thiem und Sebastian Ofner reisten erst verspätet am Mittwoch nach Wels und so waren seinen Teamkollegen froh, einen zusätzlichen Trainings-Partner zur Verfügung zu haben.

Gerald Melzer lobt Engagement von Bruder Jürgen

"Er war verletzt und hat lange nicht gespielt. Trotzdem war er so nett und ist mit dem Team mitgekommen", lobte auch Bruder Gerald das Engagement von Jürgen. "Er stand immer für Österreich zur Verfügung und er macht das auch sehr gerne. Er hat immer sein Bestes für Östereich gegeben und es wäre ihm wahrscheinlich am wichtigsten, wenn ihm dies auch die Leute in Österreich anrechnen."

Der 27-Jährige habe seinem Bruder grundsätzlich sehr viel zu verdanken. "Man kann von Jürgen einiges lernen und er ist mir auch immer zur Seite gestanden und hat mir geholfen. Wir telefonieren fast täglich."

Operation steht noch im Raum

Wie es mit Jürgen Melzer in Zukunft weitergeht, steht allerdings noch in den Sternen. Seit einigen Monaten muss er wegen seiner Ellbogen-Verletzung pausieren.

"Es geht die ganze Zeit rauf und runter (Anm.: mit der Verletzung). Man wird sehen, wie sich das in den nächsten Wochen entwickelt. Ich würde schon noch gerne einmal spielen und mich ordentlich von der Tour verabschieden, wenn noch alles heil ist. Ich hoffe, dass ich den Zeitpunkt noch nicht verpasst habe."

Ob er sich unter das Messer legen muss, ist weiterhin hoffen. "Ich hoffe immer noch, dass es ohne Operation geht."

Textquelle: © LAOLA1.at

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