Rodionov selbstbewusst: "Bin bereit zu kämpfen"

Rodionov selbstbewusst: Foto: © GEPA
 

Nachdem Dennis Novak am Freitag (15 Uhr im LIVE-Ticker und bei ServusTV) das Qualifikationsrunden-Duell des Davis-Cup gegen Martin Cuevas eröffnet, bekommt es Jurij Rodionov mit dem sechs Jahre älteren Bruder Pablo Cuevas zu tun.

Mit zwei Challenger-Titeln in der Tasche und vollgepumpt mit Selbstvertrauen wird der 20-Jährige in seinen zweiten Davis-Cup-Länderkampf gehen.

Rund 200 Positionen hat Rodionov in der Weltrangliste innerhalb von vier Wochen wettgemacht, das soll sich gegen Uruguay auch auf dem Platz bemerkbar machen. Vor gut einem Jahr in Salzburg gegen Chile verlor er noch seine beiden ersten Davis-Cup-Einzel.

"Es war eine große Überraschung für mich die letzten vier Wochen", sprach Rodionov im Gespräch mit der APA seine starken Leistungen an. "Aber ich habe es mir verdient, ich habe hart gearbeitet, auch an mir selber."

Rodionov: "Habe Frana nur zugehört"

Sein Coach Wolfgang Thiem hatte ihm über Vermittlung von Dominic-Thiem-Coach Nicolas Massu den 53-jährigen Argentinier Javier Frana als Touring-Coach verschafft.

"Er hat mir sehr viel geholfen. Das, was ich ändern muss, woran ich arbeiten muss, wie ich mich verhalten muss auf dem Platz." Dabei habe er an seinem Spiel gar nicht so viel geändert. "Ich habe nur das gemacht, was er mir gesagt hat. Ich habe nur zugehört." Demnach muss Frana die richtigen Worte gefunden haben, vor allem in Dallas aber auch in Morelos in Mexiko waren es hoch dotierte Challenger-Titelgewinne.

Wie nun gegen Uruguay in der Steiermarkhalle von Graz-Premstätten ging es auch bei diesen Turnieren auf Hartplatz. Den am Schwarzlsee bezeichnet Rodionov als ein weniger schneller, Ausnahme war wegen der Höhenlage Mexiko. "Ich fühle mich generell sehr wohl auf dem Platz", wusste er nach zwei Trainingstagen zu berichten. "Ich habe das Selbstvertrauen und die gute Form mit nach Österreich genommen."

Rodionov: "Bin bereit und heiß zu spielen"

An seiner kämpferischen Einstellung habe sich nichts geändert, sehr wohl aber vom mentalen Aspekt. "Das war 2019 nicht gut. Aber da habe ich mich verbessert. Da ernte ich jetzt die Früchte von der harten Arbeit", erklärte der 20-Jährige. Dass es am Freitag im zweiten Match mit Pablo Cuevas gleich gegen einen Top-100-Spieler geht, sei für ihn nicht von Bedeutung: "Ich bin bereit und heiß zu spielen und zu kämpfen."

Auch wenn es von Weltranglistenplatz 168 weiter nach oben gehen soll, hält Rodionov nichts von Ranking-Zielen: "Die machen einen nur nervös und bringen keinen Benefit. Ich konzentriere mich lieber auf mich selber und Ziele, die mein Spiel, meine mentale Verfassung beeinflussen."

Ob da Frana weiter dabei sein wird, ist noch nicht geklärt. Österreichs Nummer vier ist für eine Fortsetzung der Kooperation. Am Sonntag geht es einmal mit Fitnesstrainer und Bruder, aber ohne den Südamerikaner zu einem Challenger in Kasachstan. "Ich habe mit ihm ein gutes Gefühl auf dem Platz gehabt, Spaß gehabt, zu spielen. Für ich ist es das Wichtigste, wenn ich Spaß und Freude habe. Dann spiele ich mein bestes Tennis."

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Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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