Australian Open: Nadal gibt gegen Cilic auf

Australian Open: Nadal gibt gegen Cilic auf Foto: © getty
 

Für den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal sind die Australian Open vorbei.

Der 31-Jährige muss im Viertelfinale gegen den Kroaten Marin Cilic nach 3:47 Stunden Spielzeit im fünften Satz beim Stand von 6:3, 3:6, 7:6(5), 2:6 und 0:2 wegen einer Oberschenkelverletzung aufgeben.

Cilic übersteht bei 1:1 im vierten Satz eine schwierige Phase und zieht mit einem Break zum 3:1 davon.

Wenig später muss sich Nadal behandeln lassen und kann danach den Satzverlust trotz großen Kampfgeistes nicht mehr verhindern. Nach dem schnellen Break des Kroaten im Entscheidungssatz beendet Nadal die Partie vorzeitig.

Der als Nummer sechs gesetzte Cilic trifft im Halbfinale auf den ungesetzten Briten Kyle Edmund.

Nadal mit Mühe aus der Arena

Es war ein bitteres Ende eines hochklassigen Matches.

Nach mehreren Behandlungen am rechten Oberschenkel musste Nadal das erste Game des Entscheidungssatzes als Rückschläger kaum bewegungsfähig fast kampflos abgeben, schien danach bereits zum Handshake zu gehen, doch wechselte noch einmal die Seiten.

Nach Verlust eines umkämpften Games sowie bei Breakrückstand sah der Iberer aber das ab da gegen Cilic aussichtslose Unterfangen ein.

Beim Abgang in die Kabine hatte der Weltranglistenerste Mühe, ein paar Stiegen zu bewältigen. Der 31-Jährige hat nun drei Turniere in Serie verletzungsbedingt vorzeitig verlassen.

Beinharter Schlagabtausch

Im November trat er beim Masters-1000-Turnier in Paris wegen einer Knieverletzung nicht zu seinem Viertelfinale an und stieg deswegen eineinhalb Wochen danach bei den ATP-Finals in London nach seiner ersten Partie aus dem Turnier aus. Nur Tage vor Turnierstart war sein Melbourne-Antreten klar.

Vor dem unerwarteten Ende hatten die begeisterten Zuschauer in der Rod Laver Arena einen ausgeglichenen Schlagabtausch gesehen. Nach Verlust des ersten Satzes rüttelte Cilic eine Verwarnung wegen Zeitüberschreitung vor dem Service auf, drehte fortan Satz zwei von 2:3 auf ein 6:3.

Im über 72 Minuten gegangenen dritten Satz gipfelte die Szenerie in einem Tiebreak, in dem Cilic druckvoll spielte. Nach einem leichten Vorhandfehler bei 5:5 hatte aber Nadal statt er den - verwerteten - Satzball.

Cilic hielt Intesität hoch

Cilic blieb aber auch in Durchgang vier am Drücker und da wusste Nadal wohl schon, dass das Match für ihn womöglich nicht gut enden werde.

"Nach dem Tiebreak habe ich gedacht, dass ich mein Match noch verbessern, noch einen drauflegen muss. Ich habe meine Intensität hochgehalten", verriet Wimbledonfinalist Cilic im "On Court"-Interview über seine Taktik. "Aber es ist so schade für Rafa. Es war eine unglaubliche Leistung von uns beiden."

Mit Edmund hat Cilic einen vermeintlich einfacheren Halbfinalgegner. Der gebürtige Südafrikaner hat freilich einen nicht für möglich gehaltenen Lauf, vertritt den verletzt abwesenden Schotten Andy Murray für Großbritannien prächtig.

Höhepunkt seines Siegeszugs war am Dienstag ein 6:4,3:6,6:3,6:4 gegen Grigor Dimitrow. "Kyle hat einen unglaublichen Lauf", zollte Cilic seinem kommenden Gegner Respekt. "Ich muss einfach so weitermachen, das Spiel in meine Hände nehmen."

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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