"Dominic serviert nicht mehr so schnell"

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"Zwischen den beiden gibt es keine Geheimnisse"

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Diese Vorstellung hat Lust auf mehr gemacht!

Dominic Thiem demolierte in der zweiten Runde den ehemaligen Top-Ten-Spieler Nicolas Almagro und stürmte bei den Australian Open in beeindruckender Manier unter die letzten 32.

Im Kampf um das zweite Grand-Slam-Achtelfinale  seiner Karriere nach den US Open 2014, wo voraussichtlich Roger Federer warten würde, bekommt es Thiem in der Nacht auf Freitag (1 Uhr MEZ) nun aber mit einem deutlich größeren Kailber zu tun.

„Es gibt keine Geheimnisse“

David Goffin ist 25 Jahre alt, Nummer 16 der Welt und führt 4:2 im Head-to-Head gegen Österreichs Nummer eins.

Zudem ist der Belgier schon seit einiger Zeit gut mit Thiem befreundet und ein gern gesehener Trainings- oder Doppelpartner des ÖTV-Akteurs.

„Zwischen den beiden gibt es keine großen Geheimnisse“, weiß Thiem-Coach Günter Bresnik. „Es wird davon abhängen, wer mit der Situation besser umgehen kann.“

Im LAOLA1-Interview spricht der Niederösterreicher zudem über die Umstellungen im Aufschlag, die großen Vorteile des neu verpflichteten eigenen Physio-Therapeuten und die körperlichen Unterschiede im Vergleich zum letzten Jahr.

LAOLA1: Gratulation zum bislang souveränen Auftreten in Melbourne! Vor allem die Leistung gegen Nicolas Almagro war beeindruckend. Wie bist du mit Dominics Vorstellung zufrieden gewesen?

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Günter Bresnik: Das war wirklich sehr gut. Wenn Almagro einen Lauf bekommt, kann er schon sehr gefährlich werden. Dominic hat aber von Anfang an sehr gut serviert und retourniert und es Almagro dadurch sehr schwer gemacht.

LAOLA1: Vor allem beim Aufschlag scheint Dominic im Vergleich zum Vorjahr einen Schritt nach vorne gemacht zu haben.

Bresnik: Er serviert jetzt nicht mehr so schnell wie früher, auch wenn er gegen Almagro ein, zwei Ausreißer über 220 km/h hatte. Meistens serviert er derzeit um die 190 km/h durch. Dadurch, dass er das Tempo rausgenommen hat, spielt er den Aufschlag öfter rein und das ist natürlich ein Vorteil, wenn du nicht so oft über den zweiten Aufschlag gehen musst. Obwohl sein zweiter Aufschlag sehr, sehr gut ist. Mit dem können die meisten Spieler wenig anfangen.

LAOLA1: Muss Dominic durch das geringere Tempo beim Aufschlag mehr variieren?

Bresnik: Mit Ausnahme von Spielern wie Isner oder Karlovic, die einfach nur voll durchziehen müssen, gilt das eigentlich für fast alle. Kleinere Spieler müssen den Aufschlag mit viel Variation und Schnitt  spielen. In erster Linie ist aber die Platzierung des Balls wichtig. Dann ist auch ein Aufschlag mit durchschnittlich 190 km/h sehr gefährlich. Sein Slice-Aufschlag nach außen ist noch langsamer und trotzdem sehr unangenehm für die Gegner.

LAOLA1: Gute Aufschläge werden auch gegen Goffin wichtig werden. Schließlich ist der Belgier ein ganz ausgezeichneter Rückschläger.

Dominic hat bei den Schlägen mehr Power, dafür ist Goffin der solidere und auch der bessere Return-Spieler. Ich erwarte mir eine ausgeglichene Partie.

Günter Bresnik sieht eine 50:50-Chance

Bresnik: Goffin ist eben einer jener Spieler, der diese zweiten Aufschläge gut retournieren kann. Da muss man schauen, dass man eine hohe Quote beim ersten Aufschlag hat und ihn von hinten gut unter Druck setzt. Die Plätze in Melbourne sind sehr schnell. Gegen Goffin spielt Dominic aber erstmals auf einem der großen Show-Courts, die etwas langsamer sein sollen. Die beiden kennen sich sehr gut, weil sie oft miteinander trainieren und im vorigen Jahr sogar die Vorbereitung miteinander gemacht haben. Außerdem haben sie schon sechs Mal gegeneinander gespielt. Ich glaube, dass es ein gutes Match werden wird. Dominic hat bei den Schlägen mehr Power, dafür ist Goffin der solidere und auch der bessere Return-Spieler. Ich erwarte mir eine ausgeglichene Partie.

LAOLA1: Ist der langsame Belag ein Vorteil für den Defensiv-Spieler Goffin?

Bresnik: Nicht unbedingt. Dominic hat ihn im vergangenen Jahr auf Sand in Gstaad geschlagen und davor in der Halle in Basel verloren. Beide Partien sind knapp verlaufen. Obwohl sich Dominic auf schnelleren Belägen mit dem langsamen Spiel von Goffin sicher leichter tut, weil er dadurch besser nach vorne gehen kann. Zwischen den beiden gibt es keine großen Geheimnisse. Es wird davon abhängen, wer mit der Situation besser umgehen kann. Schließlich ist es für beide eine große Chance, ins Achtelfinale zu kommen (Anm.: wo wahrscheinlich Roger Federer warten würden). Das wäre für beide eine tolle Geschichte.

LAOLA1: Dominic spielt besonders gerne auf großen Tennis-Bühnen. Ist es für ihn ein Vorteil, dass die Partie in der Hisense Arena gespielt wird?

Bresnik: Das ist weder Vor- noch Nachteil, da beide mittlerweile erfahren genug sind und mit so einer Situation umgehen können.

LAOLA1: Wie ist die körperliche Verfassung von Dominic?

Bresnik: Mit Ausnahme zu Jahresbeginn war Dominic das ganze Jahr 2015 krankheits- und verletzungsfrei. Bei den ersten Tests im November hatte er schon sehr gute Ausdauer-Werte. Er ist allgemein robuster geworden. Außerdem haben wir mit dem Physiotherapeuten Alexander Stober einen ganz wichtigen zusätzlichen Faktor ins Team bekommen. So einer hat uns im letzten Jahr definitiv gefehlt. So kann er jeden Tag vor einem Match seine regenerativen Schichten machen. Auch für das Training kann er viel besser aufwärmen. Es ist dadurch viel professioneller geworden.

LAOLA1: Kannst du die Unterschiede zu einem normalen Turnier-Physio näher erläutern?

Bresnik: Es ist einfach ein großer Unterschied, ob du auf dem Tisch liegst und nach dir schon weitere Spieler auf ihre Behandlung warten oder ob du solche Einheiten gemütlich in deinem Hotelzimmer machen kannst. Der Physiotherapeut eines Turniers kennt dich zudem nicht so gut. Der streichelt kurz über die Waden und hat schon wieder den nächsten am Tisch liegen. Der eigene Physiotherapeut kennt die einzelnen Schwachstellen und kann ganz gezielt vorgehen.  Er ist bei jedem Match und jedem Training dabei und weiß, wie belastbar ein Spieler gerade ist. Ich habe schon in den letzten zwei Jahren nach ihm Ausschau gehalten. Alex Stober ist einer der Besten, den man kriegen kann.

LAOLA1: Mit wem hat Stober zuletzt gearbeitet?

Bresnik: Letztes Jahr hat er mit Petra Kvitova gearbeitet. Davor war er mit Li Na unterwegs. Er hat früher aber auch schon Agassi oder Stich betreut und war jahrelang einer besten Physios auf der ATP-Tour. Außerdem ist er deutschsprachig. Das ist natürlich auch ein Riesenvorteil, weil es für das persönliche Verhältnis wichtig ist.

LAOLA1: Was erwartest du dir von der Zusammenarbeit mit so einem erfahrenen Mann? 

Bresnik: So etwas wie in Sydney mit der Blase am Fuß wird uns nicht mehr passieren. Jeden Tag wird alles kontrolliert. Er geht das ganz akribisch durch und reagiert nicht erst, wenn einer einen gebrochen Fuß hat. Er hat viel Erfahrung mit allen möglichen Wehwehchen. Ich kenne ihn seit 25 Jahren und habe ihn schon vor drei, vier Jahren erstmals angefragt. Damals hat er noch gesagt, dass er Herren nicht mehr machen will, weil es wesentlich anstrengender ist als bei den Damen. Gottseidank habe ich ihn überreden können. Ein durchschnittlicher Physio verschafft dir auf diesem Niveau nicht den nötigen Vorteil, den du haben musst.

Das Gespräch führte Christian Frühwald

LAOLA Meins

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Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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