Montreal-Fiasko: Thiem "sprachlos und schockiert"

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Vier Matchbälle und trotzdem das Out in der zweiten Runde des ATP-Masters-1000 in Montreal: Dominic Thiem kann sich die 4:6,7:6(7),5:7-Auftaktniederlage gegen den Argentinier Diego Schwartzman nicht erklären.

"Ich bin ziemlich sprachlos und schockiert, ganz ehrlich. Es war echt ein einziger Krampf auf dem Platz heute, und ich weiß leider nicht wirklich warum. Bin ziemlich planlos gerade, was da gerade passiert ist. Ich muss schauen, wie ich das verdaue", so der Weltranglisten-Siebte.

Von Anfang an habe er sich "komplett komisch gefühlt", sagt Thiem. "Die Schläge waren nicht da."

Er habe sich nicht getraut zu attackieren und sei in eine eher defensive Spielweise verfallen. Es sei "wie in meinen Junioren-Zeiten" gewesen, geht er mit sich hart ins Gericht.

Die besten Bilder von Dominic Thiem in der Tennis-Saison 2017:

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Dominic Thiem beginnt die Saison 2017 im australischen Brisbane.

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Nach seinem Auftaktsieg über Sam Groth, scheitert der Lichtenwörther in drei Sätzen am Bulgaren Grigor Dimitrov.

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In Sydney läuft es ähnlich: Nach Freilos und Auftaktsieg über Gastao Elias ist gegen den überraschend stark spielenden Briten Daniel Evans im Viertelfinale Endstation.

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Dann stand auch schon das erste Saison-Highlight auf dem Programm: In Melbourne startete Thiem mit einem Vier-Satz-Erfolg über Struff ins erste Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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Auch gegen den jungen Australier Jordan Thompson benötigte der Niederösterreicher vier Sätze.

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Und auch gegen den Franzosen Benoit Paire musste Thiem einen Satzverlust einstecken.

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Trotz teilweise schwankender Leistungen schafft es Thiem dadurch relativ souverän ins Achtelfinale.

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Dort kommt es zum Treffen mit seinem guten Freund David Goffin. Erneut wurde der Belgier seinem Ruf als "Thiem-Angstgegner" gerecht.

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In vier Sätzen hat der Belgier das bessere Ende für sich.

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Der Start in die Hallen-Saison läuft nicht nach Wunsch: Auftaktniederlage in Sofia gegen den Georgier Nikoloz Basilashvili.

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In Rotterdam lief es dank Siegen über Alexander Zverev und Gilles Simon schon besser. Im Viertelfinale verlor Thiem gegen Pierre-Hugues Herbert.

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So richtig rund läuft es dann allerdings bei seiner Rückkehr auf seinen Lieblingsbelag Sand beim ATP-500-Turnier in  Rio de Janeiro.

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Dank Siegen über Janko Tipsarevic, Dusan Lajovic, Diego Schwartzman und Albert Ramos-Vinolas stürmte Thiem souverän ins Endspiel.

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Dort überließ er auch seinem Finalgegner Pablo Carreno-Busta keinen Satzgewinn. 

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In beeindruckender Manier sichert sich Thiem nach Acapulco 2016 den zweiten 500er Titel seiner Karriere.

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Ein prominenter Gratulant überreicht den Siegerpokal: Der dreifache French-Open-Sieger Gustavo Kuerten!

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Da schmerzt es auch nicht, dass es danach in Acapulco nicht mit der Titelverteidigung klappt: Viertelfinal-Aus gegen den späteren Sieger Sam Querrey.

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Über Süd- und Mittelamerika geht es für Thiem schließlich nach Nordamerika: Im kalifornischen Indian Wells steigt das - so sagt man - fünfte Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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Bei dem dortigen ATP-1000-Event fühlt sich der Österreicher von Beginn an pudelwohl.

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Nach seinem Freilos in Runde eins fertigt Thiem den Franzosen Jeremy Chardy mit 7:6 (2), 6:2 ab.

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Auch der Deutsche Mischa Zverev ist den druckvollen Schlägen des ÖTV-Stars nicht gewachsen.

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Da bleibt dann auch mal Zeit für ein kleines Trainingsmatch mit Superstar Rafael Nadal.

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Während Nadal an Federer scheitert, stürmt Thiem mit einem glatten 6:2, 6:4-Erfolg über Gael Monfils ins Viertelfinale.

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Damit schafft es Thiem zum bereits vierten Mal in seiner Karriere bei einem ATP-1000-Turnier unter die letzten Acht.

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Dort wartet mit dem Schweizer Stan Wawrinka die Nummer drei der Tennis-Welt.

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Die beiden liefern sich ein hochklassiges Duell. Am Ende hat der Schweizer ganz knapp im Tiebreak des dritten Satzes die Nase vorne.

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Weniger gut läuft es danach in Miami: Schon in seinem Auftaktspiel muss sich Thiem dort dem jungen Kroaten Borna Coric nach einer durchwachsenen Leistung geschlagen geben.

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Mit der Rückkehr auf seinen Lieblingsbelag Sand läuft es für Thiem dann wieder besser.

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Beim ATP-1000-Turnier in Monte Carlo scheitert er erst im Viertelfinale an Angstgegner David Goffin.

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In Barcelona (ATP 500) schafft er nach einem Sieg über Andy Murray - seinem ersten über eine amtierende Nummer eins - den Sprung ins Endspiel.

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Erst dort ist dann gegen den unumstrittenen Sandplatz-König Rafael Nadal Endstation.

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Auch beim 1000er in Madrid stürmt Österreichs Aushängeschild ins Endspiel.

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Gegner ist erneut Rafael Nadal. Thiem bringt den Spanier ins Wanken, verliert in einem hochklassigen Match aber in zwei Sätzen.

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Weiter geht es beim 1000er Turnier in Rom, wo Thiem wieder für Schlagzeilen sorgt.

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Im Viertelfinale besiegt er Rafael Nadal und ist damit der erste Spieler, der den Spanier nach 17 Siegen in dieser Saison auf Sand bezwingen kann.

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Im Halbfinale ist der Tank gegen Novak Djokovic leer - die Woche kann dennoch als weiterer, großer Erfolg betrachtet werden.

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Bei den French Open zeigt sich Thiem hingegen wieder in absoluter Bestform. Ohne Satzverlust stürmt er ins Viertelfinale, wo es zur Revanche gegen Djokovic kommt.

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Und auch dem "Djoker" lässt er diesmal keinen einzigen Satzgewinn. Im dritten Satz demoliert er den Superstar sogar mit 6:0.

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Erst gegen Sandplatz-König Rafael Nadal ist dann wie befürchtet im Halbfinale Endstation. Trotzdem kann Thiem mit der Sandplatz-Saison zufrieden sein.

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Auf Rasen läuft es dann leider etwas holprig. In Halle (2. Runde) und Antalya (1. Runde) setzt es gegen Robin Haase bzw. Ramkumar Ramanathan frühe Niederlagen.

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Die Befürchtungen hinsichtlich Wimbledon bestätigen sich aber zum Glück nicht: Mit Siegen über Pospisil, Smon und Donaldson zieht der Niederösterreicher sicher erstmals in seiner Karriere ins Achtelfinale ein.

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Dort ist dann Endstation gegen den starken Rasen-Spieler Tomas Berdych: Allerdings erst sehr knapp nach fünf hartumkämpften Sätzen.

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Nach einer kurzen Pause startet Thiem in Washington in die Hartplatz-Saison. Nach einem klaren Auftaktsieg gegen Henri Laakson geht es gegen Angstgegner Kevin Anderson.

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Und auch im sechsten Duell mit dem Südafrikaner setzt es eine Niederlage: Mit 6:7 muss sich Thiem im dritten Satz hauchdünn geschlagen geben.

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Noch früher Endstation ist für Dominic Thiem beim Rogers Cup, dem ATP-Masters-1000 von Montreal. Zum Auftakt geht es in der zweiten Runde gegen den Argentinier Diego Schwartzman.

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Thiem vergibt insgesamt vier Matchbälle und muss sich schon im ersten Match der Nummer 36 der ATP-Weltrangliste 4:6,7:6(7),5:7 geschlagen geben.

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"Wenn ich was gemacht habe, dann viel zu überhastet. Ich habe überhaupt keinen Plan, keine Linie in meinem Spiel gehabt."

Die Matchbälle "nur rausgeschoben"

Im Stich gelassen wurde Thiem unter anderem von seinem Aufschlag: Nur 58 Prozent seiner ersten Versuche landeten im Feld, während es beim Argentinier 69 Prozent waren. Dazu beging er acht Doppelfehler.

Dennoch hatte der Österreicher Schwartzman (ATP-Nr. 36) zeitweise unter Kontrolle. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich der Dritte der Setzliste im zweiten Satz zurück, führte schon mit 4:2 und besiegte den Argentinier schließlich mit Anlaufschwierigkeiten im Tiebreak.

Im dritten Durchgang lag der 23-Jährige sogar 5:2 in Front, verlor dann aber alle fünf Games bis zum Ende der Partie. Dabei ließ er vier Matchbälle liegen, zwei davon im hart umkämpften achten Game bei eigenem Aufschlag.

"Das spricht auch für sich, wie ich die vergeben habe. Rausgeschoben einen Ball nach dem anderen, also es war wirklich katastrophal", sagt Thiem. Weil er mit seinem Spiel insgesamt so unzufrieden war, wäre es seiner Meinung nach aber ohnehin unverdient gewesen, hätte er das Match gewonnen.

"Die Leistung war einfach bodenlos heute."

Noch im Doppel dabei

An diesem Rückschlag werde er sicher einige Zeit zu kiefeln haben, gibt Thiem zu. Am Mittwoch spielt er in Montreal im Doppel-Achtelfinale mit dem Russen Karen Khachanov gegen Rohan Bopanna/Ivan Dodig (IND/CRO-7).

Das sei "ein bisschen eine Ablenkung", sagt er.

"Es ist natürlich extrem bitter gerade. Aber ich muss schauen, dass ich wieder beim nächsten Turnier besser spiele. Weil spielen tue ich eigentlich gut. Das hat jetzt nicht irgendwie am Training oder so gemangelt, ganz im Gegenteil", erklärt der Paris-Halbfinalist, der heuer zwecks besserer Vorbereitung auf die Hartplatz-Saison extra das Heimturnier in Kitzbühel ausgelassen hat.

Sein nächster Einsatz ist nun kommende Woche in Cincinnati, ebenfalls ein Masters-1000-Turnier. Dann geht es bereits zu den US Open.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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