Dominic Thiem: Sprung im Ranking in Aussicht

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Die Saat ist ausgebracht, in den nächsten Monaten hat Dominic Thiem gute Chancen eine reiche Ernte einzufahren.

Dank seiner extrem starken Sandplatz-Saison hat Österreichs Tennis-Ass bereits einen Großteil seiner im Vorjahr errungenen Weltranglisten-Punkte verteidigt.

Damit könnte der Niederösterreicher im zweiten Halbjahr einen großen Sprung nach vorne im ATP-Ranking (das ganze Ranking auf einem Blick) machen und sein bisheriges Career High (Platz sieben) verbessern.


Ranking hat eigene Gesetze

Der berühmt-berüchtigte ATP-Computer hat bekanntlich seine eigenen Gesetze (so funktioniert das ATP-Ranking): So rutschte Thiem trotz seines starken Auftritts in Roland Garros in dieser Woche von Platz sieben auf Position acht zurück.

Der Grund ist schnell erklärt: Durch den im vergangenen Jahr verschobenen Turnier-Kalender wegen der Olympischen Spiele in Rio verlor Thiem bereits in der letzten Woche seine durch den Vorjahres-Titel in Stuttgart errungenen 250 Punkte.

Deshalb verliert der Lichtenwörther auch bereits in dieser Woche die 180 Punkte vom Halle-Semifinale 2016. Dafür rutschen ihm die 90 Rotterdam-Punkte (Viertelfinale) in die Wertung, wodurch er netto nur 90 weitere Zähler einbüßt.

Thiem hat 2016 nur wenig zu verteidigen

Danach hat Thiem von seinen aktuell 3.985 Punkten allerdings kaum mehr etwas zu verteidigen. Die größten Brocken sind mit jeweils 180 Punkten die US Open (Achtelfinale) und das ATP-1000-Turnier in Cincinnati (Viertelfinale).

Dominic Thiem setzte im Laufe seiner Karriere schon auf viele verschiedene Looks. LAOLA1 mit der Zeitreise:

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In seiner Jugend setzte Thiem auf den Wuschelkopf-Look.

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Für seine erstmalige Teilnahme am ATP-Turnier in Kitzbühel im Jahr 2011 musste es etwas kürzer sein.

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Auf den "Irokosen" setzte schließlich einst schon David Beckham.

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Danach wurde es wieder länger und geföhnt.

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Es folgte der erste Versuch mit Haarband.

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Doch diese Idee verwarf der Niederösterreicher rasch wieder.

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Die Haare wurden wieder kürzer, Gel durfte 2012 auch nicht fehlen.

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Im Mai 2013 präsentierte sich Thiem mit zwei rasierten Streifen auf der Seite. 

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Bei den Erste Bank Open im Oktober 2013 war es schließlich nur noch ein Steifen.

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Ende 2013 war auch dieser wieder herausgewachsen.

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2014 wollte Thiem nichts mehr vom Gel-Look wissen, die Haare wurden länger.

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In Kitzbühel versuchte es Thiem 2014 erneut mit dem Haarband.

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Die Kappe war ihm dann aber doch deutlich lieber.

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Pünktlich zum Stadthallen-Turnier im Oktober 2014 feierten die rasierten Streifen ihr Comeback.

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Nach einer kurzen Übergangsphase wagte Thiem etwas ganz Neues...

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... nämlich blond gefärbte Haare!

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Im Sommer 2015 war er als "Blondschopf" unterwegs.

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Und das durchaus erfolgreich!

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Mit den gefärbten Haaren feierte Thiem unter anderem seinen ersten ATP-Titel.

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Bei den US Open war die Farbe dann aber nur noch in den Spitzen erkennbar.

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Im Oktober 2015 waren die Haare wieder im ursprünglichen Zustand.

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Für das Davis-Cup-Duell mit Portugal im März 2016 rasierte sich der Lichtenwörther "AUT" in die Haare.

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Im Sommer 2016 waren es weniger die Haare, viel mehr das Outfit, das für Schlagzeilen sorgte.

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Als "Zebra" zog Thiem bei den French Open bis ins Halbfinale ein.

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Danach wurden die Haare etwas länger.

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Einmal griff Thiem noch zum Rasierer, ab Ende 2016 sollte die Mähne aber immer länger werden.

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In dieser Saison setzt Thiem während den meisten Partien auf das Haarband.

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Inzwischen sind die Haare ganz schön gewachsen. Das Vorhaben lautete, sie bis zu den French Open nicht zu kürzen.

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Das ist gelungen.

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In Roland Garros spielte Thiem 2017 übrigens nicht als "Zebra" - in diesem Jahr setzten er und Ausrüster Adidas auf die Farbe grün.

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Klassisches Weiß in Wimbledon...

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In Gelb auf der US-Tour 2017!

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In Flushing Meadows verkörpert er die Retro-Kollektion von Pharell Williams.

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Dazu kommt noch das Metz-Finale mit 150 Zählern – es ist übrigens das einzige 250er-Turnier, das sich noch in Thiems Punkte-Wertung befindet. Daran ist gut zu erkennen, wie gering die Bedeutung dieser Kategorie für einen Top-Ten-Spieler bezüglich der Weltrangliste eigentlich ist.

Konkurrenz steht unter Druck

Ganz anders sieht es hingegen bei Konkurrent Cilic auf: Der Kroate hat heuer nur in Wimbledon, Cincinnati und Paris-Bercy insgesamt 1.720 Punkte zu verteidigen. Noch mehr unter Druck steht der Weltranglisten-Sechste Milos Raonic: Der Wimbledon-Finalist des Vorjahres muss in den kommenden Monaten über 2.000 Zähler verteidigen.

Auch der Vierte Novak Djokovic und der drittplatzierte US-Open-Gewinner Stan Wawrinka haben im zweiten Halbjahr 2016 einige große Erfolge gefeiert. Siege, die auch 2017 erst einmal wieder eingefahren müssen, um ihr jeweiliges Punktekonto stabil zu halten.

Der Kurs Richtung London stimmt

Immer aussagekräftiger wird das „Race to London“, in dem die im laufenden Kalenderjahr erzielten Punkte zusammengerechnet.

Die besten acht Spieler in dieser Wertung qualifizieren sich für das ATP World Tour Finale in London, wo Thiem im vergangenen Jahr sein Debüt feierte.

Aktueller Stand im Race to London:

Platz Spieler Land Punkte
1. Rafael Nadal ESP 6.915
2. Roger Federer SUI 4.045
3. Dominic Thiem AUT 3.165
4. Stan Wawrinka SUI 3.140
5. Alexander Zverev GER 2.140
6. Novak Djokovic SRB 1.975
7. Andy Murray GBR 1.930
8. David Goffin BEL 1.820
9. Pablo Carreno Busta ESP 1.740
10. Jo-Wilfried Tsonga FRA 1.570
11. Grigor Dimitrov BUL 1.565
12. Kei Nishikori JPN 1.560

Während er dabei auch etwas von den verletzungsbedingten Absagen von Roger Federer und Rafael Nadal profitierte, sieht es heuer ganz danach aus, als würde der Niederösterreicher aus eigener Kraft souverän den Sprung in die Londoner O2-Arena schaffen.

Derzeit liegt er hinter den beiden Tennis-Legenden Rafael Nadal (6915 Punkte) und Roger Federer (6245 Punkte) mit 3.165 Zählern auf dem ausgezeichneten dritten Platz.

Nur Wawrinka auf Tuchfühlung mit Thiem

Einzig Stan Wawrinka befindet sich mit nur 25 Punkten Rückstand auf Tuchfühlung. Rom-Sieger Alex Zverev liegt schon über 1.000 Punkte hinter Thiem. Der aktuell achtplatzierte David Goffin, der nach seiner Knöchelverletzung in Paris für Wimbledon absagen musste, kommt derzeit auf 1.820 Punkte.

Wobei natürlich nicht zuvergessen sein darf, dass die Herren Andy Murray (1.930 Punkte) und Novak Djokovic (1.975 Punkte) ihre Punkte-Konto in den kommenden Monaten wohl noch erheblich auffetten werden.

Doch selbst wenn dieses Ausnahme-Duo noch an Thiem vorbei ziehen sollte, würde der rot-weiß-rote Shooting Star der internationalen Tennis-Szene immer noch Platz fünf hinter den "großen Vier" einnehmen.

Wir sind in jedem Fall gespannt, wohin die Reise von Dominic Thiem in den nächsten Monaten gehen wird.

Wo beendet Dominic Thiem das Tennis-Jahr 2017?

Was muss Thiem mindestens erreichen, um Sportler des Jahres zu werden?

Textquelle: © LAOLA1.at

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