Endstation Achtelfinale für Dominic Thiem

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Kein Österreicher schafft es ins Viertelfinale der Erste Bank Open 2016!

Nach Jürgen Melzer muss sich überraschend auch Dominic Thiem bereits im Achtelfinale geschlagen geben.

Der 23-jährige Niederösterreicher, in der Wiener Stadthalle an Nummer drei gesetzt, muss sich dem Serben Viktor Troicki mit 2:6, 5:7 geschlagen geben. Bei 5:6 vergibt Thiem im zweiten Satz drei Chancen auf das Rebreak.

Troicki trifft nun auf Titelverteidiger David Ferrer (ESP/5), der Joao Sousa (POR) 6:2, 7:6 (4) schlägt.

Thiem rätselt über durchwachsene Vorstellung

"Ich weiß selbst nicht, woran es lag", rätselt Thiem nach der Partie über seine Leistung. "Ich habe nie die richtige Mitte bei meinen Schlägen gefunden. Einmal habe ich zuviel Risiko genommen, dann wieder zu wenig. Es war nicht katastrophal, aber doch sehr enttäuschend."

Nach dem "verschlafenen ersten Satz" ärgert sich der ÖTV-Daviscupper vor allem über seinen vergebenen Breakchancen im zweiten Satz. Keinen einzigen seiner insgesamt sieben Breakbälle konnte er gegen Troicki verwerten.

Außerdem ist die Fehlerquote mit 44 unforced errors extrem hoch. "Das ist natürlich klar zu viel", so Thiem, der auf der Gegenseite auch nur zehn Winner schlägt.

"Es tut sehr, sehr weh"

"Es tut sehr, sehr weh, dass ich dem Publikum nicht mehr bieten konnte. Die Fans haben alles versucht, mich noch mal nach vorne zu peitschen."

Manche Fans haben wahrscheinlich mehr erwartet, Thiem selbst versucht nach dem Achtelfinal-Aus die in ihn gesteckten Erwartungen aber zu relativieren. Schließlich sei es schon in den vergangenen Monaten nicht immer nach Wunsch gelaufen.

"So wie ich seit den US Open gespielt habe, wäre es eine Riesenüberraschung gewesen, wenn ich hier alles niedergerissen hätte. Deshalb spiegelt das auch irgendwo meine aktuelle Form wider. Ich habe mir natürlich mehr erhofft, ich habe mir aber nicht den Turniersieg erwartet."

"Ich kann nur versuchen, dass ich es nächstes Jahr besser machen werde", so Thiem, der in den vergangenen beiden Jahren in Wien jeweils schon in Runde eins verlor.

Sein bestes Resultat erreichte er im Jahr 2014 als er erst im Viertelfinale an Jo-Wilfried Tsonga scheiterte.

Kampf um London bleibt spannend

Weiterhin spannend bleibt damit auch der Kampf um einen Platz beim ATP World Tour Finale in London. Platz acht wird Thiem in jedem Fall verteidigen.


Dominic Thiem und seine Beziehung zu den Erste Bank Open:


Zudem verlor Mitkonkurrent David Goffin fast zeitgleich im Achtelfinale von Basel gegen Juan Martin Del Potro.

Nur der Kroaten Marin Cilic könnte Thiem in dieser Woche noch näher rücken. Der aktuelle Elfte im Race To London steht im Viertelfinale von Basel und könnte mit einem Turniersieg bis auf 115 Punkte herankommen.

Monfils ist fix in London mit dabei

Durch die Thiem-Niederlage in Wien ist dafür Gael Monfils als sechster Spieler nach Novak Djokovic, Andy Murray, Stan Wawrinka, Milos Raonic und Kei Nishikori fix für das Saisonabschluss-Turnier in der britischen Hauptstadt fix qualifiziert.

Um die letzten beiden Plätze kämpfen Thiem, Berdych, Goffin und Cilic. Geringe Außenseiterchancen haben auch noch Roberto Bautista Agut und Jo-Wilfried Tsonga.

Christian Frühwald

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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