Felix Großschartner als Kapitän bei der Vuelta

Felix Großschartner als Kapitän bei der Vuelta Foto: © BORA - hansgrohe / Bettiniphoto
 

Wenn am Samstag mit dem Prolog in Burgos die 76. Spanien-Radrundfahrt beginnt, werden auch drei Österreicher am Start stehen.

Neben Felix Großschartner, der das Bora-hansgrohe-Team als Kapitän anführt, nehmen auch dessen Teamkollege Patrick Gamper sowie Youngster Tobias Bayer vom Team Alpecin die Vuelta in Angriff.

Auf 21 Etappen sind dabei bis zum Ziel am 5. September in Santiago de Compostela 3.417 Kilometer zu absolvieren.

Großschartner zeigte 2020 bei Vuelta auf

Die größte Erfahrung unter Österreichs Startern hat Großschartner. Der 27-Jährige zeigte im Vorjahr auf, als er mit Platz neun das zweitbeste Vuelta-Ergebnis eines Österreichers in der Nachkriegsgeschichte einfuhr.

In diesem Jahr verlief die Vorbereitung mit mehr als zwei Monaten Trainingszeit aber etwas anders 2020, als infolge der Corona-Verschiebungen kurz zuvor noch die Tour de France stattgefunden hatte.

Kein Platzierungsziel

Großschartner nutzte die Zeit und holte sich in Trainingslagern auf Sardinien und Mallorca den Feinschliff. "Da habe ich eine gute Hitzeanpassung gehabt, das ist sicher ein wichtiger Faktor", sprach der Oberösterreicher im Rahmen eines Mediengesprächs am Donnerstag die erwartet hohen Temperaturen im spanischen Sommer an.

Eine konkrete Platzierung setzte sich der Bora-Kapitän trotz der starken Vorstellung im Vorjahr nicht als Ziel, er will sich auf seine eigene Leistung fokussieren.

"Ich will nach der 21. Etappe im Bus sitzen und mit mir zufrieden sein, dass ich jeden Tag mein Bestes gegeben habe und keine Fehler gemacht habe", erklärte Großschartner, der in diesem Jahr bereits eine Etappe der Tour of the Alps gewonnen und danach den Giro d'Italia (42.) bestritten hat.

Grand-Tour-Debüt für Bayer

Auf Erfahrung bei großen Landesrundfahrten kann sein oberösterreichischer Landsmann Bayer hingegen nicht zurückgreifen. Der 21-Jährige bestreitet in Spanien seine erste Grand Tour über drei Wochen. Bei der Burgos-Rundfahrt Anfang August zeigte der Alpecin-Profi mit Rang fünf auf einer Bergetappe auf.

Deshalb ist er für sein Grand-Tour-Debüt zuversichtlich: "Ich habe bei der Burgos-Rundfahrt gemerkt, dass die Form super passt für die Vuelta. Die Vorfreude ist riesig und mit dieser Mannschaft können wir auf eine gute Etappenjagd gehen."

Mühlberger muss passen

Auch für Gamper ist es die erste Spanien-Rundfahrt, er ist als Helfer vorgesehen. Seine erste Grand Tour hatte der 24-jährige Tiroler im vergangenen Oktober beim Giro d'Italia bestritten, er kam dort nach einem Sturz aber nicht ins Ziel.

Nicht am Start stehen kann in Spanien Gregor Mühlberger. Der Olympia-Teilnehmer war zwar im Aufgebot seines Rennstalles Movistar eingeplant, musste aber wegen seines bei der Burgos-Rundfahrt erlittenen Armbruches absagen.

Etappenplan der 76. Vuelta a Espana:

14.08.: 1. Etappe: Einzelzeitfahren Burgos - Burgos (7 km)
15.08.: 2. Etappe: Caleruega - Burgos (166 km)
16.08.: 3. Etappe: Santo Domingo de Silos - Picon Blanco (Bergankunft/BAK/202 km)
17.08.: 4. Etappe: El Burgo de Osma - Molina de Aragon(163 km)
18.08.: 5. Etappe: Tarancon - Albacete (184 km)
19.08.: 6. Etappe: Requena - Alto de la Montana de Cullera (158 km)
20.08.: 7. Etappe: Gandia - Balcon de Alicante (BAK/152 km)
21.08.: 8. Etappe: Santa Pola - La Manga del Mar Menor (173 km)
22.08.: 9. Etappe: Puerto Lumbreras - Alto de Velefique (BAK/188 km)
23.08.: Ruhetag
24.08.: 10. Etappe: Roquetas de Mar - Rincon de la Victoria (189 km)
25.08.: 11. Etappe: Antequera - Valdepenas de Jaen (133 km)
26.08.: 12. Etappe: Jaen - Cordoba (175 km)
27.08.: 13. Etappe: Belmez - Villanueva de la Serena (203 km)
28.08.: 14. Etappe: Don Benito - Pico Villuercas (BAK/165 km)
29.08.: 15. Etappe: Navalmoral de la Mata - El Barraco (197 km)
30.08.: Ruhetag
31.08.. 16. Etappe: Laredo - Santa Cruz de Bezana (180 km)
1.09.: 17. Etappe: Unquera - Lagos de Covadonga (BAK/185 km)
2.09.: 18. Etappe: Salas - Altu d'El Gamoniteiru (BAK/162 km)
3.09.: 19. Etappe: Tapia - Monforte de Lemos (191 km)
4.09.: 20. Etappe: Sanxenxo - Mos (202 km)
5.09.: 21. Etappe: Einzelzeitfahren Padron - Santiago de Compostela (33 km)

Gesamtsieger seit dem Jahr 2000:

2000 Roberto Heras (ESP)
2001 Angel Casero (ESP)
2002 Aitor Gonzalez (ESP)
2003 Roberto Heras (ESP)
2004 Roberto Heras (ESP)
2005 Denis Mentschow (RUS)*
2006 Alexander Winokurow (KAZ)
2007 Denis Mentschow (RUS)
2008 Alberto Contador (ESP)
2009 Alejandro Valverde (ESP)
2010 Vincenzo Nibali (ITA)
2011 Christopher Froome (GBR)**
2012 Alberto Contador (ESP)
2013 Christopher Horner (USA)
2014 Alberto Contador (ESP)
2015 Fabio Aru (ITA)
2016 Nairo Quintana (COL)
2017 Christopher Froome (GBR)
2018 Simon Yates (GBR)
2019 Primoz Roglic (SLO)
2020 Primoz Roglic (SLO)

* = ursprünglicher Sieger Roberto Heras (ESP) wegen Dopings nachträglich disqualifiziert
** = ursprünglicher Sieger Juan Jose Cobo (ESP) wegen Dopings nachträglich disqualifiziert

Endstand Gesamtwertung 2020:
1. Primoz Roglic (SLO) Jumbo
2. Richard Carapaz (ECU) Ineos +0:24 Min.
3. Hugh Carthy (GBR) EF +1:15.
Weiter:
9. Felix Großschartner (AUT) Bora +8:15

Rekord-Sieger (je drei Gesamt-Siege):
Tony Rominger (SUI) 1992, 1993, 1994
Roberto Heras (ESP) 2000, 2003, 2004
Alberto Contador (ESP) 2008, 2012, 2014

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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