Tour de France: Teunissen holt Gelbes Trikot

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Der Niederländer Mike Teunissen ist sensationell der erste Träger des Gelben Trikots der 106. Tour de France.

Nach dem Sturz seines "Chefs" Dylan Groenewegen für das Jumbo-Team in die Bresche gesprungen, feiert der 26-Jährige auf der 1. Etappe mit Start und Ziel in Brüssel nach 194 km wenige Zentimeter vor dem slowakischen Ex-Weltmeister Peter Sagan (Team Bora) und dem Australier Caleb Ewan (Lotto-Soudal) seinen bisher größten Erfolg.

"Ich kann es nicht glauben, dass mir dieser Sieg gelungen ist", freut sich Teunissen, der als erster Niederländer seit 1989 wieder das Gelbe bei der Frankreich.-Rundfahrt tragen darf.

Teunissen meint zum Finale lakonisch, man habe den Sprint für den dreifachen Tour-Etappensieger Groenewegen vorbereitet, der aber 1,7 km vor dem Ziel in einen Sturz mehrerer Fahrer verwickelt war. In der Folge erhielt der Edelhelfer vom sportlichen Leiter Grisha Niermann die Freigabe zu seinem erfolgreichen Finale.

Teunissen profitiert von Sturz

"Ich brauche noch ein paar Tage, um das zu begreifen", meint Teunissen, der eigentlich für die Sprintvorbereitung für Groenewegen eingeplant war. "Er ist zu Boden gegangen, da habe ich gedacht: Ich fühle mich gut, und ich habe es probiert", sagt der strahlende Sieger. Am Sonntag tritt sein Team an, um im 27-km-Mannschaftszeitfahren in Brüssel die Führung zu verteidigen.

Sagan, der elffache Tour-Etappensieger, verpasst den erhofften Auftakterfolg. Nach einem gewonnenen Zwischensprint und dem zweiten Etappenrang ist er in der Punktewertung gleichauf mit Teunissen Zweiter und trägt am Sonntag in Vertretung das angepeilte Grüne Trikot.

Das Bergtrikot sichert sich auf Streckenabschnitten der Flandern-Rundfahrt der belgische Olympiasieger Greg van Avermaet. Er holt sich als Mitglied einer vierköpfigen Ausreißergruppe die Bergwertung auf der Mauer von Geraardsbergen (3. Kategorie) und lässt sich danach ins Feld zurückfallen. Seine Fluchtgefährten werden ebenso eingeholt wie der später attackierende Franzose Stephane Rossetto.

Zeitgleich dank Sturzregel

Nach dem Sturz, von dem neben Groenewegen auch der Deutsche Emanuel Buchmann, mit Patrick Konrad Co-Kapitän bei Bora, verwickelt sind, teilt sich das Feld. Es werden aber alle betroffenen Fahrer zeitgleich mit dem Sieger gewertet. Konrad kommt als 42. sturzfrei durch.

Lukas Pöstlberger, der Sagan den Zwischensprint vorbereitet hat und dabei Sechster wird, begleitet im Finish Buchmann ins Ziel, das er mit 4:36 Minuten Rückstand als 174. und Drittletzter erreicht. Buchmann profitiert von der Regel, wonach auf den letzten drei Kilometern gestürzte Fahrer zeitgleich mit dem Sieger gewertet werden.

Pöstlberger, der Auftaktsieger des Giro d'Italia 2017, kommt hingegen mit seinem Rückstand in die Wertung und ist wegen seiner Hilfeleistung für den Teamkollegen Gesamt-Letzter.

Einer der Mitfavoriten ist schon 17 km vor dem Ziel zu Fall gekommen. Der Däne Jakob Fuglsang, der das Dauphine-Criterium, die Tour-Generalprobe, gewonnen hatte, schafft aber mit Hilfe von vier Astana-Teamkollegen wieder den Anschluss an das Feld. Der Ex-Sieger der Österreich-Rundfahrt hat ein Cut über dem rechten Auge und eine Ellbogenblessur erlitten.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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