Eisel hofft bei Tour de France auf Cavendish

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Wenige Tage vor Beginn der 104. Auflage der Tour de France (ab 1. Juli) ist das Antreten von Sprintstar Mark Cavendish weiter ungewiss.

Der 30-fache Tour-Etappensieger hat nach einer dreimonatigen Pause wegen Pfeifferschem Drüsenfiebers erst einige wenige Trainingswochen in den Beinen. Cavendish will nur antreten, wenn er sich fit für den harten Kampf mit den anderen Top-Sprintern fühlt.

"Deshalb ist er noch unschlüssig. Er hat gesagt, er fährt nicht zur Tour, um Zweiter zu werden", sagt dessen Dimension-Data-Teamkollege Bernhard Eisel zur APA.

"Wenn es nach mir geht, könnte er die Tour fahren", sagt der österreichische Edelhelfer in Bezug auf Cavendishs Renn-Comeback in der Vorwoche in Slowenien. "Er ist brav gefahren."

Im Vorjahr hatte Eisels Trauzeuge bei der Tour die erste Etappe gewonnen und anschließend für einen Tag das Gelbe Trikot getragen. Im weiteren Verlauf sicherte er sich drei weitere Siege, ein zusätzlicher Erfolg von Steve Cummings bescherte dem Rennstall eine sehr erfreuliche Tour-Bilanz.

Eisel: "Meine Form ist ausgezeichnet"

Diesmal sei die Ausgangslage wegen der fraglichen Cavendish-Verfassung und der auch noch offenen Teilnahme des ebenfalls rekonvaleszenten Cummings aber anders. "Deswegen ist noch alles ein bisschen in der Schwebe. Wir haben keinen so großen Kader. Deswegen hoffen wir, dass der erste Plan mit Cavendish aufgeht", sagte Eisel.

Seine eigene Vorbereitung auf die Tour sei perfekt verlaufen, betonte der auch schon bei Columbia und Sky für Cavendish als Sprintanfahrer erfolgreich werkende Eisel. "Meine Form ist wirklich ausgezeichnet. Jetzt geht es darum, ob er dabei ist. Davon hängt alles ab."

Die Team-Nominierung werde wegen der Fragezeichen wohl erst Anfang nächster Woche wenige Tage vor dem Tour-Start in Düsseldorf passieren. "Das Aufgebot wird extrem lang offen gehalten. Bei mir wäre es eine große Überraschung, wenn ich nicht dabei bin", meinte der 36-Jährige der bei Dimension Data noch einen Vertrag bis Ende 2018 hat. Danach noch eine Saison anzuhängen, sei denkbar, verriet Eisel.

Vor seiner wahrscheinlichen Tour-Teilnahme gönnt sich der Wahlkärntner eine Pause. Die Staatsmeisterschaften am Wochenende lässt er aus. Stattdessen feiert er die Taufe seines Sohnes. Sollte er wider Erwarten nicht für die Tour nominiert werden, würde er wohl die Österreich-Rundfahrt bestreiten.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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