Olympia: IOC ändert Nationen-Einmarsch

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Das Flüchtlingsteam wird bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spielen 2020 in Tokio unmittelbar hinter Griechenland, der traditionellen Nummer eins, ins Stadion einmarschieren. Die Änderung der Reihenfolge hat das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Dienstag in Lausanne beschlossen.

"Damit erhält das Flüchtlingsteam noch mehr Aufmerksamkeit im Stadion und beim Fernsehpublikum", sagte IOC-Sprecher Mark Adams. 2016 in Rio de Janeiro war eine Mannschaft aus Flüchtlingen aus aller Welt erstmals angetreten und unmittelbar vor Gastgeber Brasilien am Ende einmarschiert.

Vor den Gastgebern, die weiterhin die Reihe beschließen, werden künftig die Ausrichter der folgenden Spiele ins Stadion gehen. Das heißt für Tokio, dass die USA (für Los Angeles 2028) und Frankreich (für Paris 2024) direkt vor den Japanern an der Reihe sind. Bei den Winterspielen 2022 in Peking ist Italien als Gastgeber der folgenden Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo das vorletzte Team gleich vor China.

Was passiert mit Russland?

Eine weitere Stellungnahme zu möglichen Sanktionen gegen Russland will das IOC erst nach der Entscheidung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) am Montag abgeben. "Die Leute hier sind sehr aufgebracht", sagte Adams zu Beginn der Exekutivsitzung. Er verwies auf eine IOC-Stellungnahme aus der vergangenen Woche, in der die Olympia-Organisation Manipulation von Daten aus dem Moskauer Analyselabor aufs Schärfste verurteilt und als Angriff auf die Integrität des Sports bezeichnet hatte.

"Nun warten wir die Entscheidung ab", sagte Adams mit Hinweis auf die anstehende Sitzung des WADA-Exekutivkomitees. Wie es danach weitergehe sei "nicht ganz klar. Es liegt noch ein langer Weg vor uns." Auf der einen Seite hat das Internationale Olympische Komitee der WADA die Sanktionierung in solchen Fällen übertragen, auf der anderen Seite sind Olympischen Spiele eine Einladungsveranstaltung, bei der das IOC besondere Rechte hat.

WADA-Präsident Craig Reedie will die Entscheidung über das Strafmaß nach der Sitzung seines Exekutivkomitees auf einer Pressekonferenz am Montag um 13.30 Uhr bekanntgeben. Die unabhängige Prüfkommission CRC der WADA hatte wegen der Fälschung und teilweise Löschung von Dopingdaten aus dem Moskauer Labor eine vierjährige Sperre der Anti-Doping-Agentur Russlands (Rusada) empfohlen.

Außerdem sollen Russlands Sportler bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio und bei den Winterspielen 2022 in Peking sowie bei anderen internationalen Titelkämpfen nur als neutrale Athleten ohne Nationalflagge starten dürfen. Die Kommission schlug zudem einen Vier-Jahres-Bann Russlands als Gastgeber großer internationaler Sportveranstaltungen vor.

Textquelle: © APA

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