BRA knapp an Bier-Bronze vorbei

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Brasilien verpasst Bier-Medaille

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Tschicker haben's schwer, Biertrinker hingegen nicht so sehr ...

Nach einer Woche Olympia gehört es bereits zu einer äußerst angenehmen Gewohnheit, dass mein werter Kollege Reinhold Pühringer ("Rio-Reini") und ich den Tag vor unserer Unterkunft in Botafogo mit einem Glas Bier ausklingen lassen. Nach gefühlten 26 Arbeitsstunden treffen wir uns meistens gegen Mitternacht in unserer Stammkneipe, um den Tag Revue passieren zu lassen und die Planungen für die kommenden 24 Stunden festzulegen.

Die Bar ist Nacht für Nacht bestens besucht und platzt am Wochenende aus allen Nähten. Olympia-Touristen, Einheimische, Studenten, Familien – man fühlt sich wohl, das Service ist perfekt, Getränke- und Speise-Karte sind umfangreich. Die begehrten Tische im Freien sind rar, kontaktfreudig - wie wir beide sind - sitzen wir dennoch immer draußen.

Rauchen ist dennoch verboten. Dafür muss ich aufstehen und einen Schritt Richtung Gehsteig setzen. Brasilien hat dem Tabak-Konsum bereits vor Jahren den Kampf angesagt. Die Regeln sind rigoros und weit strenger als in Österreich. "Tschicken" im öffentlichen Raum ist strikt untersagt und selbst im Freien nicht überall erlaubt. Lockerer gehen die Cariocas da schon mit dem Konsum von Marihuana um. Der Genuss und Besitz von "Maconha" wird seit Jahren nicht mehr strafrechtlich verfolgt.

Zurück zum Bier: "Rio-Reini" hat sich für ein Weizen entschieden und traut seinen Augen nicht, als er nach seinem medaillen-verdächtigen Einschenken aus der Flasche keine Schaumkrone zusammenbringt. Die Temperatur macht es aus. Der Gersten- und Hopfen-Saft wird unterm Zuckerhut eiskalt serviert, so gerade noch vor dem gefrorenen Zustand. Ich nehme ein Bamberger Pils und später ein Bier namens "Eisenbahn". Eiskalt, aber gut.

In Sachen Bier gebührt dem Olympia-Gastgeber Respekt, auch wenn Brasilien knapp an einer Medaille vorbeischrammt. Gold geht an China vor USA und Deutschland. Brasilien liegt mit über 10 Milliarden Liter Bier pro Jahr beim Verbrauch auf Rang vier. Rekordverdächtig ist der Durst der Cariocas rund um den legendären Karneval von Rio. Da fließen an den heißesten vier Tagen rund 400 Millionen Liter die durstigen Kehlen runter.

PS: Wir werden übrigens beim Bier bleiben, denn Sekt und Champagner ist für Österreich so schnell nicht angesagt. Auch der 5. Olympiatag ist ohne Medaille zu Ende gegangen. Nach 63 von 306 Entscheidungen dürfen sich bereits 49 Nationen und ein unabhängiges unter IOC-Flagge startendes Team über Edelmetall freuen. Wir warten weiter seit 2008 auf Gold, Silber oder Bronze.

Na dann, Prost!

Ate logo, bis später

Die schönsten Bilder vom fünften Wettkampf-Tag in Rio de Janeiro:

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