Russische NADA dementiert Eingeständnis

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Die russische Anti-Doping-Agentur Rusada dementiert das angebliche Eingeständnis ihrer Leiterin zu organisiertem Staatsdoping.

Im Bericht der "New York Times" seien Aussagen von Anna Anzeliowitsch verfälscht und aus dem Zusammenhang gerissen worden. Das teilt Rusada am Mittwoch in Moskau laut der Agentur Tass mit.

Anzeliowitsch sprach im NYT-Artikel von "institutioneller Verschwörung" beim Doping. Zuvor zweifelte der Kreml die Glaubwürdigkeit des Berichts an und wollte die Aussagen überprüfen.

"Natürlich sind meine Worte aus dem Kontext gerissen worden", schrieb Anzeliowitsch am Mittwoch laut Agentur sports.ru in einer Mitteilung.

Sie habe in dem einstündigen Interview der "New York Times" vor allem darlegen wollen, dass es vor Antworten der Sportler auf die Vorwürfe und Entscheidungen der Verbände wenig sinnvoll sei, über die Lage zu reden. "Bisher ist nur eine Seite vertreten gewesen", sagte sie. "Dass ich schockiert war vom McLaren-Bericht, das sind meine Worte. Ich denke, wir alle waren schockiert."

Russischer Sportminister: Rusada private Organisation

Der russische Sportminister Pawel Kolobkow hat den Bericht der "New York Times" über das angebliche Doping-Eingeständnis kritisiert.

Die Leiterin der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada, Anna Anzeliowitsch, sei keine Staatsbedienstete, sagte Kolobkow am Mittwoch in Moskau. Sie hätte deshalb nicht als Vertreterin der russischen Sportpolitik zitiert werden dürfen.

Die Rusada sei eine private Organisation. Russland bleibe ein "unversöhnlicher Kämpfer gegen Doping", sagte Kolobkow der Agentur Interfax zufolge. Deshalb könne es kein staatlich gestütztes Doping-System geben.

Der Chefermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), Richard McLaren, hatte Russland in seinen beiden Reports Staatsdoping vorgeworfen und ebenso von einer "institutionellen Verschwörung" über mehrere Jahre und sportliche Großereignisse hinweg gesprochen.

Es seien Beweise für die Vertuschung von Doping-Fällen bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gefunden worden. Russland hatte die Vorwürfe bisher stets zurückgewiesen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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