Kogler: Kein Liga-Betrieb im Mai

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Sportminister Werner Kogler sieht auch im Sport keine baldige Rückkehr zur Normalität.

"Es ist aus heutiger Sicht nicht unwahrscheinlich, dass der Sport - wie auch das gesamte gesellschaftliche Leben - schrittweise über einen noch nicht bestimmbaren Zeitraum an ein 'business as usual' herangeführt wird", teilt der Vizekanzler der APA mit.

Für Österreich erteilt Kogler dem Gedanken, dass die heimische Fußball-Bundesliga bald wieder einen Regelbetrieb fahren könnte, schon einmal eine Absage. "Da müssen wir abwarten. Die Experten sagen uns den Höhepunkt (der Covid-19-Pandemie, Anm.) zwischen Mitte April und Mitte Mai voraus. Bis dahin erübrigt sich jede Prognose, die eine Aufnahme des Spielbetriebs für Mai in den Bereich des Möglichen rückt", betont der Grünen-Chef.

Erhebliche Hürden für Geisterspiele

Heiß diskutiert wird derzeit die Möglichkeit, Meisterschaften zwar regulär, aber ohne Zuschauer mit "Geisterspielen" fertig zu spielen. "Vorstellbar ist alles", meinte Kogler dazu, warf jedoch sofort ein, dass selbst in diesem Fall eine Reihe medizinischer und operativer Fragen zu beachten wären. "Fußball ist eine Kontaktsportart. Wer kann hier eine Weiterverbreitung ausschließen? Ein positiver Test nach einem Spiel kann die Isolierung beider Mannschaften zur Folge haben."

(Meldung wird unter dem Video fortgesetzt)

Zu prüfen sei, "ob dann auch schon erste Sportstätten genützt werden, sofern die dort ausgeübten Disziplinen ohne Körperkontakt auskommen - Tennis oder Golf beispielsweise". Eine Prognose, wann es so weit sein könnte, dass in den ersten Sportarten wieder ein Trainings- oder Spielbetrieb aufgenommen wird, wagt Kogler derzeit nicht. Jedenfalls werde das "sicher nicht vor Öffnung der Geschäfte" passieren.

Kein Verbot notwendig

Ein dezidiertes Verbot von Sportveranstaltungen - wie es in China die nationale Sportbehörde jetzt anordnete - wird es laut Kogler im Übrigen nicht brauchen. "Das wird gar nicht nötig sein, weil wir die Gesetzeslage immer darauf abstimmen, was gerade vertretbar ist", erklärte der Sportminister. "Überspitzt formuliert: Wenn es ein Stadionvertretungsverbot gibt, wird man schwer ein Wiener Fußball-Derby spielen, wenn ein Versammlungsverbot über fünf Personen gilt, keinen Wien-Marathon abhalten können."

Den Veranstaltern sei außerdem "ein gewisser Weitblick zuzumuten", ergänzte Kogler. "Wenn die Beschränkungen bis zum Tag x gelten, sagt mir die Logik, dass ich am Tag x + 1 schwerlich einen Triathlon mit 3.000 Athletinnen und Athleten abhalten werde können."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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