Corona: Regierung dreht Amateur-Sport ab

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Der österreichische Sport wartet gebannt auf die heutige Pressekonferenz der Bundesregierung (für 16:30 Uhr geplant), in der weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen bekanntgegeben werden sollen.

Im Vorfeld ist bereits durchgesickert, dass Kontakt-Sportarten im November auf Eis gelegt werden. Amateur-Sportler dürfen öffentliche Sportanlagen zur Ausübung von Sport ab Inkrafttreten der neuen Verordnung nicht mehr betreten.

Dieses Verbot soll nicht für Spitzensportler, deren Betreuer und Trainer sowie Medienvertreter gelten. Diese sollen einen Mindestabstand von einem Meter zueinander einhalten.

Die Verordnung und die darin enthaltenen Verschärfungen sollen vorerst bis 30. November gelten.

Fans müssen draußen bleiben

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

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Ähnlich wie nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 wird Profi-Sport wieder zur reinen TV-Veranstaltung. Die Regierung schraubte die Zuschauerzahlen in den letzten Wochen bereits kontinuierlich herunter.

Während zum Bundesliga-Auftakt zwischen Rapid Wien und der Admira am 11. September noch 10.000 Zuseher ins Allianz Stadion nach Wien-Hütteldorf pilgern durften, galten am 14. September 3.000 Fans im Freien, 1.500 Besucher in der Halle als Obergrenze.

Diese Marke wurde erst vor knapp zwei Wochen auf 1.500 im Freien bzw. 1.000 in der Halle herabgesenkt. Nun sollen auch diese Limits fallen. Der neueste Verordnungsentwurf sieht lediglich eine Obergrenze für 200 Profi-Sportler inkl. Betreuer im Freien bzw. 100 in der Halle vor.

Das kommende Bundesliga-Wochenende könnte das vorerst letzte mit Zusehern auf den Rängen sein. Ab wann die neue Verodnung in Kraft tritt, darüber lässt die Bundesregierung vorerst alle Beteiligten im Dunklen. Planbarkeit ist so für die Vereine und Organisatoren nicht gegeben.

Profi-Ligen wie die Fußball-Bundesliga, die ICE Hockey League oder die spusu LIGA müssen weiterhin Präventionskonzepte, die von einem Arzt ausgearbeitet werden, vorlegen.

Eissport und Tennis im Freien?

Die kalte Jahreszeit führt in Österreich stets zum Revival von Eissportarten, wie Eislaufen oder Eisstockschießen. Diese Sportarten könnten weiterhin erlaubt sein, da es bei sportartspezifischer Ausübung nicht zu Körperkontakt kommt und ein Mindestabstand eingehalten werden kann.

Auch für Tennis im Freien gelten diese Parameter, aufgrund der unwirtlichen Wetterbedingungen, die im November in Österreich herrschen, ist diese Möglichkeit eher nur theoretischer Natur.

Fitnessstudios, Tanzschulen und Schwimmbäder werden bis zum Auslaufen der Verodnung ihre Pforten geschlossen halten müssen.

Schweiz überdenkt "Ösi-Modell"

In Österreichs westlichem Nachbarland muss bei einem positiven Corona-Test eines Akteurs die kompletten Mannschaften in Quarantäne.

Hierzulande ist dies bekanntlich anders, nur der infizierte Sportler muss in Quarantäne, der Rest darf immerhin zwischen Sportstätte und Wohnort pendeln, um weiterhin den Sport auszuüben. Dieses Modell möchte die Schweizer Football League nun kopieren, wie "Blick" schreibt.

In Deutschland wurden am Mittwoch indes ähnliche Maßnahmen - wie die in Österreich geplanten - beschlossen.

Textquelle: © LAOLA1.at

Rapid Wien: Yusuf Demir fehlt gegen Altach weiter wegen Corona

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