Historischer Beschluss des IOC

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Das Internationale Olympische Komitee will die Sommerspiele 2024 und 2028 gleichzeitig vergeben, das beschloss die IOC-Vollversammlung am Dienstag in Lausanne.

Die Kandidaten für 2024 sind Los Angeles und Paris. Es ist ein historischer Beschluss, denn es ist erst die zweite Doppelvergabe in einem Jahrhundert: Im Juni 1921 waren die Spiele 1924 an Paris und 1928 an Amsterdam vergeben worden.

Eine Kommission aus IOC, Paris und Los Angeles soll nun bis zur nächsten Sitzung der Vollversammlung am 13. September in der peruanischen Hauptstadt Lima den rechtlichen Rahmen klären. Die Stadt, die nicht 2024 zum Zuge kommt, muss ihre Kandidatur für 2028 erklären.

Sollten weder Los Angeles noch Paris Interesse daran haben, entscheidet das IOC in Lima nur über die Vergabe der Spiele 2024 zwischen den beiden.

Michael Jordan verkündete 1993 überraschend seinen Rückzug aus der NBA, um sich einer anderen Sportart zuzuwenden. Der US-Amerikaner entschied sich dafür, Baseball-Profi zu werden und so den Wunsch seines ermordeten Vaters zu erfüllen.

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Mit mäßigem Erfolg spielte "Air Jordan" in den folgenden Jahren bei den Birmingham Barons, einem Team in der dritten Liga, und kehrte 1995 in die NBA zurück. 

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Auch Dennis Rodman versuchte sich während seiner NBA-Karriere in einer anderen Sportart. Zwischen 1997 und 1999 trat er in der ehemaligen Wrestlingliga WCW auf, wo er einer Gruppierung von Hulk Hogan beitrat.

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Die Erfolge der WCW durch die Auftritte von Rodman führten dazu, dass viele weitere Stars Gefallen an Wrestling fanden. 1998 folgte Rodman etwa sein NBA-Kollege Karl Malone in die WCW, auch Box-Ikone Mike Tyson zog es 1999 in die Wrestling-Welt.

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Franz Klammer zählt bis heute zu den besten Skifahrern Österreichs. Der Kärntner feierte 26 Weltcupsiege, gewann zwei Mal WM-Gold und krönte sich 1976 in Innsbruck zum Olympiasieger in der Abfahrt. 

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Nach seinem Rücktritt vom Skisport im Alter von 32 Jahren widmet er sich dem Motorsport, wo er im Team von Helmut Marko österreichischer Tourenwagenmeister wird. Zudem fährt Klammer mehrere Siege bei der Tourenwagen-Europameisterschaft und in 1000-km-Bewerben ein. 

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Der langjährige Werder- und DFB-Torhüter Tim Wiese wandte sich dem Profi-Fußball ab, als er bei Hoffenheim zwischen den Pfosten nicht mehr zum Einsatz kam.

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Der Deutsche startete im Wrestling durch, trainierte sich ordentlich Muskelmasse an und nahm ein Angebot der WWE an. Im April 2017 gab "The Machine" nach knapp drei Jahren sein Comeback im Tor beim Achtligisten SSV Dillingen.

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Der ehemalige Bayern-Profi Bixente Lizarazu, der mit Frankreich Welt- und Europameister wurde, widmete sich nach dem Ende seiner Fußball-Karriere diversen Sportarten.

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Zunächst wollte er bei den Olympischen Winterspielen 2010 im Skeleton antreten, verwarf diese Idee dann aber wieder. Stattdessen trainierte er Brazilian Jiu Jitsu und wurde 2009 sogar Europameister.

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Daniela Iraschko-Stolz ist eine der erfolgreichsten Skispringerinnen in der noch jungen Geschichte des Sports. Die Steirerin ist Gesamtweltcup-Siegerin, Weltmeisterin und Olympia-Silbermedaillengewinnen. 

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Parallel zum Skispringen war Iraschko-Stolz jahrelang als Fußballerin aktiv. Sie spielte in der ÖFB Frauen-Bundesliga u.a. bei Wacker Innsbruck, wurde drei Mal österreichische Vizemeisterin und stand zwei Mal im Cup-Finale. 

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Luc Alphand gewann insgesamt 12 Rennen im Alpinen Ski-Weltcup, davon drei Mal die legendäre Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel. 1996/97 krönte sich der WM-Bronzemedaillen-Gewinner zum Gesamtweltcupsieger.

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Nach seiner Abfahrtskarriere wechselte Alphand – wie viele Skifahrer - in den Motorsport, nahm unter anderem bei den 24 Stunden von Le Mans teil und gewann 2006 die Rallye Dakar.

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Gewinnen konnte Adam Malysz die Dakar zwar nicht, aber auch der Pole ging schon drei Mal bei der legendären Rallye an den Start.

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Bevor er sich dem Motorsport zuwandte, war das Skispringen seine Passion. Insgesamt gewann er bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften zehn Medaillen und feierte 39 Weltcupsiege.

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Ester Ledecka führt ein Doppelleben – im sportlichen Sinn. Die Tschechin ist zweifache Snowboard-Weltmeisterin und Gesamtweltcup-Siegerin.

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Im Februar 2016 gab sie ihr Debüt im Ski-Weltcup und fuhr auf Anhieb in die Punkteränge. Seither zeigt Ledecka immer wieder mit guten Ergebnissen auf. Ihr Traum: Sie will bei den Olympischen 2018 in beiden Disziplinen am Start stehen.

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Mehr als 700 Mal lief Paolo Maldini im Trikot des AC Milan auf, gewann mit den Mailändern unter anderem sieben Meistertitel, fünf Mal den Meistercup bzw. die Champions League. Für Italiens Nationalteam spielte Maldini 126 Mal.

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Im Juni 2017 feierte der mittlerweile 49-Jährige sein Profi-Debüt im Tennis. An der Seite seines Trainers Stefano Landonio spielte Maldini dank einer Wildcard beim Challenger-Turnier in Mailand im Doppel-Bewerb.

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Der Argentinier Gabriel Batistuta zählte in den 1990ern zu den absoluten Topstürmern in Europa, kickte u.a. für die AS Roma und ist mit 202 Toren bis heute der erfolgreichste Torschütze der Fiorentina.

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Nach seiner Fußballer-Karriere sattelte der Hobby-Golfer und begeisterte Pferdefan um und begann professionell Polo zu spielen. 2009 gewann Batistuta sogar die Copa Stella Artois, eine Meisterschaft in Argentinien.

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Toni Fritsch war eine der außergewöhnlichsten Persönlichkeiten in Österreichs Sportgeschichte. Er absolvierte für Rapid insgesamt 160 Pflichtspiele, wurde drei Mal österreichischer Meister und zwei Mal Cupsieger. 

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Für das Nationalteam stand er neun Mal am Feld, seine zwei Treffer beim 3:2 gegen England 1965 machten ihn zum "Wembley-Toni". 1971 zog es Fritsch in die USA, wo er seine Football-Karriere startete. Mit den Dallas Cowboys krönte sich der Kicker als erster Österreicher zum Super-Bowl-Champion.

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Zum Gewinn der Super Bowl wird es für Thomas Pichlmann wohl nicht reichen, doch auch der ehemalige Fußballer ist mittlerweile als Kicker im Football aktiv.

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Nachdem sich seine Karriere bei Wacker Innsbruck dem Ende zugeneigt hatte, feierte der Wiener im Mai 2017 sein AFL-Debüt für die Swarco Raiders Tirol.

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Ein echtes Multitalent war auch Deion Sanders, der US-Amerikaner spielte zur gleichen Zeit in der NFL und MLB.

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Im Baseball war Sanders von 1989 bis 2001 als Profi aktiv und erreichte mit den Atlanta Braves die World Series. Im Football gewann er 1994 und 1996 die Super Bowl.

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Lauryn Williams ist eine der wenigen Sportlerinnen, die sowohl bei Sommer- als auch Winterspielen Olympische Medaillen gewinnen konnten. 

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Als Sprinterin holte Williams 2004 in Athen Silber über 100m und 2012 in London Gold. 2014 gewann sie in Sotschi als Anschieberin im Zweierbob Silber.

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Andriy Shevchenko gilt als der beste ukrainische Fußballer aller Zeiten, spielte unter anderem beim FC Chelsea und dem AC Milan, mit dem er 2003 die Champions League gewann. 

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Neben dem Fußball ist Shevchenko leidenschaftlicher Golfer, 2011 verpasst er sogar ein Liga-Spiel für Dynamo Kiew, um Golf zu spielen. Sein größter Erfolg ist ein zweiter Platz bei den ukrainischen Meisterschaften.

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Einen besonderen Karriereweg könnte auch Vanessa Herzog (ehemals Bittner) einschlagen. Die Eisschnellläuferin will nebenbei ins Segelboot steigen.

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Herzog soll neue Partnerin von Lara Vadlau im 49er werden, erste Testfahrten verliefen vielversprechend. Die Kufen hängt Herzog deshalb aber nicht an den Nagel, Olympia 2018 bleibt das Ziel. 

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Ivan Perisic wie man ihn kennt - im Dress von Inter Mailand. Der Kroate fühlt sich nicht nur auf dem Rasen wohl, sondern auch auf Sand. 

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Im Juni 2017 tritt er gemeinsam mit seinem Landsmann Niksa Dell’Orco beim Beachvolleyball-Major-Turnier in Porec an. Dank einer Wildcard dürfen die beiden in ihrem Heimatland baggern, pritschen und schmettern. 

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In ein nicht ganz so fremdes Metier wagt sich MMA-Kämpfer Connor McGregor. Der amtierende UFC Lightweight Champion bekommt im Dezember 2016 die Box-Lizenz. 

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Damit steht dem Mega-Fight gegen Box-Ikone Floyd Mayweather im August 2017 nichts im Weg. 

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Enges Rennen um Olympia 2024

Von den aktuell 95 IOC-Mitgliedern waren 83 in Lausanne. IOC-Präsident Thomas Bach stellte eine Mehrheit für die Doppelvergabe fest. Vor der Abstimmung versuchten beide Städte mit Präsentationen die IOC-Mitglieder davon zu überzeugen, sie schon für 2024 zu wählen. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron unterstützte die Pariser Delegation.

Das Rennen ist eng, denn das IOC hat beiden Kandidaten eine gute Bewerbung bescheinigt. Sowohl in Los Angeles als auch in Paris halten sich nach jetzigen Planungen die Kosten im Rahmen, und in beiden Metropolen ist die Begeisterung der Bürger groß.

Für 2024 hatten sich ursprünglich auch Hamburg, Boston, Rom und Budapest beworben. Alle vier zogen zurück. Grund war fast immer das Misstrauen der Bürger in das Versprechen, die Ära des teuren Gigantismus bei Olympia sei vorbei. Für Boston ging Los Angeles ins Rennen.

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