Ein neues Leben für Phil Taylor

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Mit der Niederlage gegen Rob Cross im Finale der PDC-Weltmeisterschaft hat Darts-Legende Phil Taylor am Neujahrstag Abschied genommen von dem Sport, den er selbst groß gemacht hat.

Einst zog der 57-Jährige in die Welt, um seiner Familie mit den gewonnenen Preisgeldern ein besseres Leben zu ermöglichen. Dabei schaffte er es, die Popularität dieses Sports enorm zu heben und nebenbei Millionen zu scheffeln.

Taylor ist Multi-Millionär und der erfolgreichste Darts-Spieler der Geschichte - aber jetzt hat er genug.

"Es ist mittlerweile einfach zu viel Aufwand, mich auf die vielen Turniere vorzubereiten. Heutzutage muss man sieben Tage die Woche arbeiten, ich bin immer weg von zu Hause in irgendwelchen Hotels. Nein, für mich ist jetzt Schluss. Ich möchte dieses Leben nicht mehr", sagt der Engländer.

Ein Aufstieg aus dem Nichts

Zeit für seine vier Töchter, für seine Enkelkinder, das ist es, worauf sich Taylor freut. Denn sein Privatleben musste leiden unter einer Bilderbuch-Karriere, die nicht nur zu unzähligen Titeln führte, sondern auch einen Sport revolutionierte, der zu Taylors Anfängen ein Wirtshaus-Wettkampf war.


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(Text wird unterhalb fortgesetzt)


Taylor stammt aus einer Arbeiterfamilie in Stoke-on-Trent. In seinen jungen Jahren montierte er Griffe für Toiletten-Spülkästen und reparierte Autos. Pfeile auf eine Scheibe zu werfen und damit Geld zu verdienen war Taylors Chance, aus diesem Leben zu entfliehen. "Meine Familie war arm, wir hatten nichts", sagt Taylor.

Diese Episode ist längst Geschichte. "The Power" ist eine werfende Geldmaschine, die mit dem Rücktritt ganz sicher nicht den Betrieb einstellen wird.

"Nicht einmal die herauslaufende Sauce des Sandwiches"

Ehrgeiz, Leidenschaft und Skrupellosigkeit prägten Taylors Karriere. In seinem ersten WM-Finale im Jahr 1990 schlug "The Power" seinen Mentor, den fünfmaligen Weltmeister Eric Bristow, glatt mit 6:1. Es war der Beginn eines einmaligen Siegeszuges. "Ich habe Darts mein Leben gewidmet", betont Taylor.

Sieben Spieler konnten sich bislang bei der PDC zum Weltmeister küren. Eine Zeitreise von 1994 bis in die Gegenwart ... Bild 1 von 26

1994 - Dennis Priestley (vs. Phil Taylor, 6:1)

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1995 - Phil Taylor (vs. Rod Harrington, 6:2)

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1996 - Phil Taylor (vs. Dennis Priestley, 6:4)

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1997 - Phil Taylor (vs. Dennis Priestley, 6:3)

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1998 - Phil Taylor (vs. Dennis Priestley, 6:0)

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1999 - Phil Taylor (vs. Peter Manley, 6:2)

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2000 - Phil Taylor (vs. Dennis Priestley, 7:3)

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2001 - Phil Taylor (vs. John Part, 7:0)

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2002 - Phil Taylor (vs. Peter Manley, 7:0)

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2003 - John Part (vs. Phil Taylor, 7:6)

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2004 - Phil Taylor (vs. Kevin Painter, 7:6)

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2005 - Phil Taylor (vs. Mark Dudbridge, 7:4)

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2006 - Phil Taylor (vs. Peter Manley, 7:0)

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2007 - Raymond van Barneveld (vs. Phil Taylor, 7:6)

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2008 - John Part (vs. Kirk Shepherd, 7:2)

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2009 - Phil Taylor (vs. Raymond van Barneveld, 7:1)

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2010 - Phil Taylor (vs. Simon Whitlock, 7:3)

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2011 - Adrian Lewis (vs. Gary Anderson, 7:5)

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2012 - Adrian Lewis (vs. Andy Hamilton, 7:3)

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2013 - Phil Taylor (vs. Michael van Gerwen, 7:4)

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2014 - Michael van Gerwen (vs. Peter Wright, 7:4)

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2015 - Gary Anderson (vs. Phil Taylor, 7:6)

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2016 - Gary Anderson (vs. Adrian Lewis, 7:5)

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2017 - Michael van Gerwen (vs. Gary Anderson, 7:3)

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2018 - Rob Cross (vs. Phil Taylor, 7:2)

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Früh um 9:00 Uhr kam er in das Pub, um zu trainieren. Eine Kombination aus außergewöhnlichem Talent und nicht enden wollendem Ehrgeiz machten Taylor zu einer Ausnahmeerscheinung. Nicht einmal die herauslaufende Sauce seines Sandwiches würde Phil Taylor anderen gönnen, behauptete der bereits gestorbene Fernsehkommentator Sid Waddell einmal.

Seine Präsenz soll mit dem Karriereende nicht aufhören. "The Power" möchte weltweit Exhibitions spielen und dem Darts-Sport erhalten bleiben. "Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich weg bin. Natürlich werden neue Gesichter kommen, ich werde sicher ein Teil des Ganzen sein. Was auch immer ich tun kann, ich werde es tun", betont Taylor.

Im kommenden Jahr könnte er an der britischen Version des Dschungelcamps teilnehmen, seine Bereitschaft und Lust dafür hat er bereits signalisiert.

Vor seinem letzten Turnier sagte Taylor: "Ich freue mich darauf, ins Bett zu gehen und mir keine Gedanken mehr um Turniersiege machen zu müssen." Dass er diese Gedanken bei der WM in London noch einmal bis zum Finale mitnehmen würde, hätte er wohl selbst nicht gedacht.

Textquelle: © APA

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