Bernd Wiesberger braucht nach Verletzung Geduld

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Die Rückkehr von Bernd Wiesberger nach seiner Bänderverletzung ist weiterhin ungewiss.

Einen ersten Test mit dem Schläger musste der 32-Jährige nach anhaltenden Handgelenks-Schmerzen abbrechen. "Es gilt, sich weiter in Geduld zu üben", sagt Wiesberger in Atzenbrugg, dem Austragungsort des Shot Clock Masters.

"Es fühlte sich glasig, sehr zerbrechlich an", beschreibt Wiesberger seine ersten Versuche auf dem Golfplatz. Er wird wohl die vollen drei Monate Genesung von seiner Verletzung benötigen.

Erste Verletzung auf Profi-Ebene

Wiesberger hat sich die Verletzung am 3. Mai bei einem Privat-Turnier und einem Schlag mit dem 3er-Holz in ein Par-5-Grün zugezogen. "Es war schnell klar, dass es was Gröberes ist." Das MRT förderte zutage, dass die Ulnaris-Sehne der linken Hand eingerissen ist. Diese Verletzung kommt bei Golfern aber auch im Tennis oder im Football durchaus öfter vor. Wiesberger trägt deshalb eine Manschette und verpasst gerade die wichtigsten Turniere des Sommers.

Dazu kommt die mentale Herausforderung, dass er abgesehen von einem Schlüsselbeinbruch in der Amateur-Zeit erstmals in seiner Profi-Karriere wirklich verletzt ist und länger pausieren muss. Der Gewinner von fünf großen Turnieren und zehn Millionen Euro Preisgeld alleine auf der Europa-Tour nutzt die Zeit, um Therapie zu machen und Freunde zu treffen. Auch zum runden Geburtstag der Mama war er ausnahmsweise einmal zu Hause. "Und ich weiß auch gerade gut, was im Sandplatztennis abgeht", verriet er, was er während des Kondi-Trainings am Zimmerfahrrad so im TV anschaut.

Wiesberger ist während der Zwangspause weiter in der Weltrangliste abgerutscht und derzeit auf Platz 73 zu finden. Ein Verletztenstatus bringt ihm nichts, er hat wegen seines bisher letzten Sieges 2017 in China die Spielberechtigung für 2019 ohnehin sicher.

Vorbild Hirscher

"Lieber wäre ich in Atzenbrugg natürlich mit den anderen Österreichern am Platz unterwegs. Wichtig ist jetzt aber, dass alles komplett verheilt", erklärte Wiesberger dass er derzeit auch etwas Anleihe an Marcel Hirscher nimmt. Der Ski-Star hatte vergangenen Herbst ein verfrühtes Comeback abgebrochen, seine Knöchelverletzung komplett ausgeheilt und war dann erfolgreich wie noch nie gewesen.

"Auch ich muss mich zügeln und darf nicht ungeduldig werden", so Wiesberger. Auch wenn Fortschritte erkennbar wären. "In der ersten Woche nach der Verletzung habe ich ja nicht einmal die Gabel halten können. Ich spüre, es geht etwas vorwärts. Aber Ziel ist, es ausheilen zu lassen und besser und stärker zurückzukommen."

Einen Comeback-Plan gibt es nicht. "Aber wahrscheinlich werde ich im Herbst einige Turniere spielen, die ich sonst ausgelassen hätte", ist alles, was er derzeit weiß. Vom Test der Shot Clock in Atzenbrugg war Wiesberger angetan. "Ich war anfangs auch skeptisch. Aber alle Feedbacks bisher waren positiv."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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