Das musst du zu Super Bowl LIV wissen

 

Kansas City Chiefs oder San Francisco 49ers? Die Paarung von Super Bowl LIV garantiert Hochspannung.

Am Sonntag steigt das Spiel aller NFL-Spiele in Miami, und auch die LAOLA1-Redaktion ist schon im Super-Bowl-Fieber.

Im folgenden Super-Bowl-Special stellen Moderator Alexander Karper und der stellvertretende Chefredakteur Peter Altmann die beiden Finalisten vor und küren die Top-10-Spieler dieses Endspiels.

Zudem widmen sie sich den High- und Lowlights bisheriger Halftime-Shows, und Altmann blickt auf seine vier bisherigen Super-Bowl-Reise zurück. Den Abschluss bilden drei Schlüssel-Duelle, auf die es bei Chiefs-49ers ankommen könnte.

Du kannst dir die Sendung wie gewohnt komplett ansehen oder dir jene Themen, die dich besonders interessieren, extra herauspicken.

Super Bowl Special - Highlights, Top 10 und Skandale:


Diese Super-Bowl-Stars solltest du kennen:

Du willst bei der Super-Bowl-Party mitreden? LAOLA1 stellt dir die Stars der Kansas City Chiefs und San Francisco 49ers vor:

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Die Kansas City Chiefs haben als AFC-Champion offiziell Heimrecht, also machen sie auch bei uns den Anfang:

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PATRICK MAHOMES - Quarterback - 24 Jahre alt

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Sollte jemand noch nie etwas von Patrick Mahomes gehört haben, wird es höchste Zeit, sich einzulesen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der gute Herr einer der Protagonisten in der Sport-Welt der 20er-Jahre sein wird. Sein Stil ist spektakulär, seine Präzision atemberaubend. Keine Frage: Football ist ein Teamsport, aber nachdem die Chiefs den Ausnahme-Könner 2017 als 10. Pick der 1. Runde gedraftet haben, hat er die Franchise im Alleingang auf das nächste Level gehoben. 2018 in seiner ersten vollen Saison zum MVP gewählt. Für viele ist er schon der beste QB der Liga, auch wenn die MVP-Trophy diesmal wohl an die laufende Wurfmaschine Lamar Jackson gehen wird.

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DAMIEN WILLIAMS - Running Back - 27 Jahre

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Eigentlich der prototypische Backup-RB, macht aber auch als Nummer eins seine Sache nicht so schlecht. Diese Rollte erbte er, nachdem man Kareem Hunt 2018 völlig zurecht wegen häuslicher Gewalt gefeuert hat. 2019 war das Chiefs-Backfield phasenweise ein wenig unübersichtlich, aber wenn fit, war er der Hauptballträger. Der RB trägt im Chiefs-Angriff jedoch nicht die Hauptlast, Williams ist aber immer wieder für einen langen Lauf gut und auch ein tauglicher Passempfänger. Für jemanden, der 2014 ungedraftet in die Liga kam, hat er sich gut entwickelt.

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DARWIN THOMPSON - Running Back - 22 Jahre

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Der Rookie arbeitete sich in der RB-Hackordnung zunehmend nach oben, auch weil der eine oder andere Konkurrent verletzt ist oder nicht wie erhofft performt hat. Lieferte bisher die eine oder andere Talentprobe ab, allzu viel Arbeit bekam er jedoch noch nicht aufgehalst.

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LESEAN MCCOY - Running Back - 31 Jahre

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Ohne Zweifel einer der besten Running Backs des Jahrzehnts, bei den Chiefs derzeit jedoch ein wenig am Abstellgleis. "Shady" kam 2009 bei den Philadelphia Eagles in die Liga, wurde also von seinem aktuellen Head Coach Andy Reid zum Star geformt. 2015 wurde McCoy überraschend nach Buffalo getradet, wo er sich drei seiner bislang sechs Pro-Bowl-Nominierungen sicherte. Nachdem ihn die Bills Ende August überraschend cutteten, schlug Reid sofort zu und lotste seinen ehemaligen Schützling nach Kansas City. Zwischendurch waren okaye Leistungen des Routiniers dabei, letztmals durfte er jedoch Mitte Dezember mitmachen. Ob er auch in seiner ersten Super Bowl nur eiserne Reserve ist?

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TYREEK HILL - Wide Receiver - 25 Jahre

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Schnell, schneller, Tyreek Hill. So flott wie der ehemalige Sprinter auf den Beinen ist, ist er für jeden Gegenspieler ein Albtraum. Dass der 25-Jährige auch fantastisch fangen kann, hilft. In jedem seiner vier Karriere-Jahre in die Pro Bowl gewählt und fraglos einer der dominierenden Receiver der Gegenwart. Dass ein Könner wie er 2016 erst in Runde 5 gedraftet wurde, hat Gründe. Viele Teams strichen ihn nach einem Arrest wegen häuslicher Gewalt am College von ihrer Liste. Im Frühjahr 2019 wurde er von Vorwürfen der Misshandlung seines Sohnes vorerst freigesprochen. Dass jemand mit privaten Vorkommnissen derart oft Negativschlagzeilen schreibt, sieht nicht jeder gerne.

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SAMMY WATKINS - Wide Receiver - 26 Jahre

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Mike Evans, Odell Beckham, Brandin Cooks, Davante Adams, Allen Robinson oder Jarvis Landry - der 2014-Jahrgang des Drafts wurde in Sachen Wide Receiver als unglaublich angekündigt, zumindest die genannten Herren erfüllten diese Erwartungshaltung auch weitestgehend. Einer kassierte jedoch gefühlt mehr Vorschusslorbeeren als alle anderen zusammen. Ergo wurde Sammy Watkins auch als erster Passempfänger an Nummer 4 von den Buffalo Bills gewählt und wurde wohl ein Opfer der Erwartungshaltung. Seine bisherige NFL-Karriere ist alles andere als ein Verhau, aber zum neuen Jerry Rice wurde er bislang noch nicht. Bei den Chiefs als WR Nummer zwei eine gute Ergänzung zu Hill und TE Kelce.

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MECOLE HARDMAN - Wide Receiver - 21 Jahre

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War hier schon von einem schnellen Chiefs-WR die Rede? Tja, in Kansas City gibt es gleich zwei Passempfänger, wo jedes Radargerät verzweifelt. Wenn Mecole Hardman am Feld steht, ist der tiefe Pass zumindest im Hinterkopf. Der Rookie vertrat Hill zu Saisonbeginn während einer Verletzungspause teils ausgezeichnet und hat das Potenzial, zu einem richtig guten Receiver zu reifen. Zudem etablierte er sich auf Anhieb als einer der gefährlichsten Returner der Liga und wurde als solcher auch in die Pro Bowl gewählt.

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DEMARCUS ROBINSON - Wide Receiver - 25 Jahre

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Sechs Catches für 172 Receiving Yards und zwei Touchdowns - als Hill Mitte September erstmals aussetzen musste, glaubte man, dass die Chiefs Roster-intern einen neuen Star ausfindig gemacht haben. Ganz so kam es nicht, Robinson war im weiteren Saisonverlauf eher solider Mitläufer als dominanter Passempfänger. Aber zumindest hat er bewiesen, dass er jederzeit explodieren kann, sollte es notwendig sein.

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TRAVIS KELCE - Tight End - 30 Jahre

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Auch in der Post-Gronkowski-Ära gibt es in der NFL spektakuläre Tight Ends - die beiden besten davon stehen sich in Super Bowl LIV gegenüber. Kelce hat soeben seine vierte Saison in Folge mit über 1000-Receiving-Yards abgeschlossen - als erster Tight End der NFL-Geschichte, das gelang selbst den Allzeitgrößen auf seiner Position nicht. Die Chemie mit Mahomes ist so gut, dass man von einem der besten Quarterback-Passempänger-Duos der Gegenwart sprechen muss - vielleicht sogar vom besten.

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ERIC FISHER - Left Tackle - 29 Jahre

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Timing ist in einer Karriere manchmal alles - und dass Fisher in den Draft-Jahrgang 2013 gerutscht ist, tat seiner Berühmtheit sicher gut. Denn allzu viele Jahre gab es nicht, in denen er der Nummer-1-Pick des Drafts geworden wäre. Aber die QBs dieses Jahrgangs waren schlichtweg eine Katastrophe (EJ Manuel, Geno Smith etc.), und späteren Offense-Superstars wie DeAndre Hopkins, Le'Veon Bell oder einem gewissen Travis Kelce traute man eine derartige Karriere offenbar nicht zu. Wie auch immer: Fisher wurde zu dem soliden O-Liner, den man mindestens erwarten durfte, und mit Kelce räumten die Chiefs ohnehin noch ab.

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MITCHELL SCHWARTZ - Right Tackle - 30 Jahre

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Fisher ist der bekannteste, Schwartz der wohl beste O-Liner der Chiefs - und möglicherweise auch der beste Blocker dieser Super Bowl. Der 30-Jährige übersiedelte 2016 aus Cleveland nach Kansas City und wurde seither ein Mal zum All-Pro gewählt (2018) und drei Mal zum Second-Team All-Pro, so auch nach dieser Saison. Schwartz ist sowohl als QB-Beschützer im Passspiel als auch als Blocker im Laufspiel hervorragend und hat starke Playoffs hinter sich.

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CHRIS JONES - Defensive Tackle - 25 Jahre

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Ein Allerweltsname, den man sich jedoch merken sollte. Denn Jones gehört zu den besseren Spielern auf dem Super-Bowl-Feld - in der Chiefs-Defense ist er jedenfalls die herausragende Figur. Dabei ist der Zweitrunden-Pick des Drafts 2016 sowohl in der Verteidigung des Laufspiels, als auch bei der Jagd des QBs von entscheidender Bedeutung. 2018 gelangen ihm 15,5 Sacks. 2019 musste er die eine oder andere Verletzungspause einlegen, für eine Pro-Bowl-Nominierung reichte es dennoch. Wie sicher er ist, dass er fit genug ist, das normale Pensum an Snaps in der Super Bowl zu spielen? "1000 Prozent!"

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FRANK CLARK - Defensive End - 26 Jahre

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Die Chiefs gehören zu jenen Teams, die ihre Stars gerne selbst draften. Aber manchmal muss man eben trotzdem tief in die Tasche greifen und externe Hilfe holen - in der Defense finden sich einige Beispiele. Nachdem man Dee Ford in der Offseason - ausgerechnet nach San Francisco - ziehen ließ, musste ein etablierter Pass Rusher her. Für Clark schickte man einen Erstrunder 2019 und einen Zweitrunder 2020 nach Seattle, zudem stattete man den Neuzugang mit einem 105,5 Millionen Dollar teuren Fünfjahres-Vertrag aus (63,5 Mio. garantiert). Clark spielte eine gute, wenngleich keine überragende Saison - aber bei diesem heftigen Preis ist das wohl das Mindeste.

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TERRELL SUGGS - Defensive End - 37 Jahre

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Unverhofft kommt oft! Mitte Dezember ließ sich Suggs bei den Arizona Cardinals in der Hoffnung, dass ihn ein Titelanwärter aufnimmt, entlassen. Die Chiefs nahmen ihn auf und sind praktischerweise vor der Super Bowl immer noch Titelanwärter. Der 37-Jährige ist natürlich nicht mehr der dominante Spieler, der er in seinen besten Jahren war, kann aber in vereinzelten Situationen immer noch für Gefahr im Pass Rush sorgen. Sieben Mal wurde er in seiner langen Karriere in Diensten der Baltimore Ravens (2003 bis 2018) in die Pro Bowl gewählt. Ein Mal gewann er auch die Super Bowl - vor sieben Jahren gegen die San Francisco 49ers.

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ANTHONY HITCHENS - Middle Linebacker - 27 Jahre

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Auch ein Beispiel für einen von außen geholten Spieler, der die Defense der Chiefs mit Routine ausstatten soll. Nach vier Jahren bei den Dallas Cowboys heuerte der Linebacker 2018 in Kansas City an. Mit deren 88 in dieser Saison der Leading Tackler der Chiefs.

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TYRANN MATHIEU - Strong Safety - 27 Jahre

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Der "Honey Badger"! Sagen wir mal so, seine problematische College-Karriere ist längst Schall und Rauch. Die Arizona Cardinals nahmen 2013 das Risiko, das vermeintliche Problemkind zu draften, das sich am nächsten Karriere-Level durchaus gereift präsentierte. Da man davon ausgehen kann, dass strenge Verhaltens-Regeln in all seinen Verträgen inkludiert sind, ist er offenkundig kein Feind seines Geldbörserls. Vor dieser Saison statteten ihn die Chiefs mit einem Dreijahres-Vertrag für 42 Millionen Dollar aus - viel Geld, das der Charismatiker 2019 jedoch wert war.

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BASHAUD BREELAND - Cornerback - 27 Jahre

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Noch so ein Veteran, der einen Zwischenstopp bei den Chiefs einlegt. Nach vier Saisonen in Washington und einer Spielzeit in Green Bay übersiedelte der Cornerback vor dieser Saison nach Kansas City. Er ist Mitglied einer Secondary, die vielleicht abgesehen von Mathieu nicht über die ganz großen Namen verfügt, aber keineswegs zu unterschätzen ist.

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HARRISON BUTKER - Kicker - 24 Jahre

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Butker gehört zur Spezies der gedrafteten Kicker, allerdings "erst" in Runde 7 und von den Carolina Panthers, die mit Graham Gano ohnehin eine gute Lösung am Roster hatten. Entsprechend schaffte es der Youngster nicht in den finalen Kader, die Chiefs sagten Danke und engagierten den heute 24-Jährigen, der trotz seines noch eher jungen Alters wie ein Routinier kickt. Er gehört zu den nervernstärkeren Vertretern seines Fachs.

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ANDY REID - Head Coach - 61 Jahre

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Offense-Genie, Quarterback-Flüsterer, Players Coach - der 61-Jährige ist eine lebende Coaching-Legende. Kein Head Coach in der NFL-Geschichte feierte mehr Siege (207), ohne je einen Titel zu gewinnen. Bei seiner bislang einzigen Super-Bowl-Chance zog er mit den Philadelphia Eagles gegen die New England Patriots den Kürzeren. Ein Triumph in Super Bowl LIV wäre die verdiente Krönung eines großartigen Karriere, die ihm viele gönnen würden.

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Weiter geht es mit den Protagonisten von NFC-Champion San Francisco 49ers:

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JIMMY GAROPPOLO - Quarterback - 28 Jahre

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"Jimmy G" lernte vom erfolgreichsten QB aller Zeiten. Als Backup von Tom Brady in New England bekam er auch zwei Super-Bowl-Ringe geschenkt, nun will er aus eigener Kraft einen erobern. Einen Zweitrunden-Pick schickte San Francisco während der Saison 2017 für Garoppolo nach Foxborough. Der dankte es mit einer unerwarteten Siegesserie, wurde mit einem Monstervertrag ausgestattet (137,5 Millionen Dollar für fünf Jahre) und riss sich zu Beginn der Saison 2018 - übrigens gegen die Kansas City Chiefs - das Kreuzband. Mit einer Saison Verspätung trat in dieser Spielzeit der erwartete Hype ein. Wobei Garoppolo zwar gut, aber alles andere als fehlerfrei spielte. 13 Interceptions sind vergleichsweise viel.

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RAHEEM MOSTERT - Running Back - 27 Jahre

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Philadelphia Eagles, Miami Dolphins, Baltimore Ravens, Cleveland Browns, New York Jets, Chicago Bears - gleich sechs Teams engagierten den Running Back in den Jahren 2015 sowie 2016 und entließen ihn bald darauf wieder. Erst bei den San Francisco 49ers durfte Mostert, der ungedraftet in die Liga kam, bleiben. In den ersten drei Saisonen als Reservist und Special-Teams-Leistungsträger, zuletzt als immer öfter eingesetzter Ballträger. 220 Rushing Yards und vier TDs im Championship Game sind nicht so schlecht für jemanden, an den kaum jemand glaubte.

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TEVIN COLEMAN - Running Back - 26 Jahre

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Ob Coleman in der Super Bowl spielen kann, ist nach seiner im NFC-Finale erlittenen Schulterverletzung offen. Sein Ausfall würde weh tun. Head Coach Kyle Shanahan arbeitete schon in Atlanta mit dem 26-Jährigen zusammen und holte ihn vor Saisonbeginn nicht umsonst nach San Francisco. Coleman ist auch im Passspiel bestens einsetzbar und mit seiner Vielseitigkeit ein wichtiger Bestandteil der Niners-Offense.

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MATT BREIDA - Running Back - 24 Jahre

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Komplettiert "Run BMC" (Breida, Mostert, Coleman). Breida stand zuletzt deutlich im Schatten seiner beiden Kollegen, hat in dieser Saison aber auch schon zwei Partien mit über 100 Rushing-Yards abgeliefert. Auch er taugt als Passempfänger, und ebenso wie Mostert kam auch der 24-Jährige ungedraftet in die Liga. Auf Seiten der Ballträger bewiesen die 49ers also ein gutes Auge bei absoluten No-Names. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die geplante Nummer eins Jerick McKinnon schon die zweite Saison in Folge komplett ausfällt.

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EMMANUEL SANDERS - Wide Receiver - 32 Jahre

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Der Receiver-Kindergarten der 49ers brauchte im Saisonverlauf dringend einen Leih-Opa, in Sanders wurde er gefunden. Der 32-Jährige wurde von den Denver Broncos, mit denen er Super Bowl 50 gewonnen hat, losgeeist. Im eher fortgeschrittenen Alter ist Sanders nicht mehr so dynamisch wie einst in Pittsburgh oder Denver gewohnt, dennoch ist er eine der wichtigsten Anspielstationen für Garoppolo. Mit seiner Routinie dient er auch als Mentor für die jüngeren Kollegen, was ebenso wichtig ist wie die Rolle am Feld.

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DEEBO SAMUEL - Wide Receiver - 24 Jahre

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Der Begabteste der jungen 49ers-Receiver ist zweifelsohne Deebo Samuel, zumindest zeigt er es auch. Während mit Dante Pettis ein anderer vermeintlicher Jungstar im Saisonverlauf zunehmend von der Bildfläche verschwand, drehte der Rookie in der zweiten Saisonhälfte immer mehr auf. Gerade ihm schien Sanders als Mentor gut zu tun. Mit dem Zweitrunden-Pick könnten die 49ers ein Juwel gefunden haben, das sie immer wieder auch ins Laufspiel einbinden.

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KENDRICK BOURNE - Wide Receiver - 24 Jahre

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Ein klassischer Rollenspieler, der sich im Lauf der vergangenen beiden Saisonen als Nummer drei in der Receiver-Hackordnung etabliert hat. Bourne kam 2017 ungedraftet nach San Francisco und etablierte sich mit viel Einsatz und Kampfgeist im Kader. Mit fünf TD-Catches führte er die WRs der 49ers in der Regular Season an, auch in den Divisional Playoffs gegen Minnesota fand er die Endzone.

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GEORGE KITTLE - Tight End - 26 Jahre

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Für viele ist Kittle der beste Tight End der Liga. Aber ist er überhaupt der beste Tight End in dieser Super Bowl? Der Showdown gegen Kansas City ist auch das Duell mit Chiefs-TE Travis Kelce - wohl die derzeit Besten auf ihrer Position. 2018 hielt Kelce für eine Stunde den NFL-Rekord an Receiving-Yards für Tight Ends in einer Saison, ehe Kittle noch einen draufsetzte und die Spielzeit mit 1377 Yards beendete. Kittle kam 2017 übrigens als Fünftrunder nach San Francisco - als eine Art Zugabe zu seinem zwei Runden früher gedrafteten College-Quarterback an der Uni in Iowa, C.J. Beathard. Inzwischen ist er längst ein Superstar.

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KYLE JUSZCZYK - Fullback - 28 Jahre

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Fullbacks stehen in der NFL äußerst selten im Rampenlicht. Zumeist erfüllen sie brav ihre Aufgabe als Vorblocker, aber nicht mehr. Juszczyk ist in gewisser Art und Weise eine Ausnahme, da er bei bei den 49ers vor allem ins Passspiel eingebunden ist. "Juice" war 2017 eine der ersten Neuverpflichtungen in der Ära Shanahan - der Coach wusste wohl, warum er das Schweizer Taschenmesser mit aller Macht aus Baltimore loseisen wollte. Seit 2016 wurde der 28-Jährige jedes Jahr in die Pro Bowl gewählt.

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JOE STALEY - Left Tackle - 35 Jahre

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Das Urgestein! Man kann behaupten, dass der 35-Jährige in San Francisco inzwischen so gut wie alles erlebt hat. Seit er 2007 in der ersten Runde gedraftet wurde, ist der Left Tackle in Diensten der 49ers - dies ist seine 13. Saison. Vor allem in der Ära von Jim Harbaugh zählte er zur absoluten Elite auf seiner Position, wurde sechs Mal in die Pro Bowl gewählt. In der Kabine ist er nicht nur mit seiner Routine wichtig, sondern auch als Spaßvogel. In seiner "Joe Show" hatte er so manchen Teamkollegen auf der Schaufel.

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MIKE MCGLINCHEY - Right Tackle - 25 Jahre

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Da Staley nicht jünger und immer verletzungsanfälliger wird, investierten die 49ers im Draft 2018 in einen O-Liner. McGlinchey erwies sich alles in allem als guter Griff, auch wenn er bisweilen seiner Unerfahrenheit geschuldete Fehler einstreut. Sollte dennoch eine lange NFL-Karriere vor sich haben.

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NICK BOSA - Defensive End - 22 Jahre

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Widmen wir uns der 49ers-Defense, bei der wir uns jetzt eine Zeit lang bei der D-Line aufhalten müssen. Aus gutem Grund. 2019 investierte San Francisco 2019 zum vierten Mal in wenigen Jahren ihren Erstrunden-Pick - diesmal Nummer 2 - in einen D-Liner. Und Bosa könnte tatsächlich eine Art fehlendes Puzzle-Stein sein. Der Bruder von Joey Bosa (L.A. Chargers) galt vor dem Draft als Generationen-Talent und ausgehend von seiner phasenweise dominanten Rookie-Saison kann man das so stehen lassen. Der Quarterback-Jäger ist übrigens der Urenkel des Mafia-Paten Tony Accardo.

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DEFOREST BUCKNER - Defensive Tackle - 25 Jahre

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Drei Saisonen lang war Buckner Jungstar und Aushängeschild der D-Line in Personalunion, in dieser Saison stahl ihm Bosa ein wenig die Show. Buckner wird es verkraften, weil in dieser Unit ein Kaliber der anderen die Arbeit immens erleichtert. Auch wenn es ein wenig auf Kosten seiner eigenen Statistiken geht, dem Teamerfolg tut es gut. Dass Buckner in San Francisco ein fetter Vertrag winkt, liegt auf der Hand.

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ARIK ARMSTEAD - Defensive End - 26 Jahre

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Apropos einer hilft dem anderen in dieser D-Line. Auch Armstead ist einer der besagten Erstrunden-Picks, allerdings schon 2015. Seine ersten vier Saisonen fielen eher verhalten aus, ehe er 2019 so richtig den Durchbruch schaffte. Phasenweise agierte er richtiggehend dominant, am Ende standen zehn Sacks zu Buche. Keine Frage: Er ist ein Profiteur dessen, dass sich die Gegner mit so vielen Kalibern beschäftigen müssen.

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SOLOMON THOMAS - Defensive Tackle - 24 Jahre

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2017, als die 49ers mit Pick Nummer 3 rein theoretisch auch einen gewissen Patrick Mahomes hätten draften können, wählten sie Solomon Thomas. Vom Talent her eine vertretbare Entscheidung, die bislang dennoch nicht aufgegangen ist. Ein privater Schicksalsschlag bremste fraglos. Langsam ist jedoch eine Steigerung erkennbar. Thomas spielt schließlich auch für seine verstorbene Schwester.

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DEE FORD - Defensive End - 28 Jahre

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Bosa war nicht das einzige fehlende Puzzleteil dieser D-Line, auch die Verpflichtung von Dee Ford half enorm. Einen Zweitrunder schickten die 49ers ausgerechnet zu den Kansas City Chiefs, was den 28-Jährigen vor die interessante Aufgabe stellt, seine erste Super Bowl ausgerechnet gegen seinen jahrelangen Arbeitgeber zu bestreiten. Ford hatte im Saisonverlauf Verletzungsprobleme, sollte im Big Game jedoch fit sein.

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KWON ALEXANDER - Middle Linebacker - 25 Jahre

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Dass die 49ers in der Free Agency auch auf der Linebacker-Position Geld in die Hand nahmen, um eine externe Verstärkung zu holen, zahlte sich aus. Alexander kam aus Tampa Bay und entpuppte sich in der ersten Saisonhälfte als der erhoffte Leistungsträger. In Week 9 riss jedoch sein Brustmuskel. Dass der 25-Jährige rechtzeitig zu den Playoffs fit wurde, gleicht einem Wunder - wie medizinisch sinnvoll dies ist, sei dahingestellt. Aber die 49ers sind sicher froh, ihre Tackle-Maschine wieder am Feld zu haben.

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FRED WARNER - Middle Linebacker - 23 Jahre

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Die 49ers haben nicht erst seit Patrick Willis eine Linebacker-Tradition. Warner legte schon eine starke Rookie-Saison hin und bestätigte selbige 2019, als spätestens nach der Verletzung von Alexander auch Leadership des Youngsters notwendig war. Gemeinsam mit dem starken Rookie Dre Greenlaw entwickelte sich der 23-Jährige bestens. Mit 118 Tackles ist Warner überlegen Leading Tackler der Niners.

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RICHARD SHERMAN - Cornerback - 31 Jahre

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Wer kennt ihn nicht? Der Cornerback zählt zu den dominantesten Defense-Spielern des Jahrzehnts. Seinen Ruhm manifestierte er jedoch ausgerechnet bei San Franciscos Erzrivalen Seattle Seahawks, mit dem er auch in Super Bowl XLVIII triumphierte. Während seiner Seahawks-Jahre avancierte er, vorsichtig ausgedrückt, nicht gerade zum Liebling der 49ers-Fans. Umso interessanter, dass es ihm 2018 zurück in die Bay Area (College in Stanford) zog. Sein selbst ausgehandelter Vertrag macht sich für beide Seiten bezahlt. Sherman spielte seine fünfte Pro-Bowl-Saison, gegnerische QBs werfen immer noch ungern in seine Richtung. Für die 49ers ist er als Mentor der jungen Kollegen zudem eine Art Trainer auf dem Feld.

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JIMMIE WARD - Free Safety - 28 Jahre

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In der 49ers-Defense tummeln sich einige Erstrunden-Picks, auch jener von 2014 steht noch am Roster. Wobei im Fall von Jimmy Ward beide Seiten nicht von einander loszukommen scheinen. Überragend hat sich der Passverteidiger, der immer wieder zwischen Cornerback- und Safety-Job switchte, nicht entwickelt, aber eben doch solide genug, um ihn zu halten. Für 2019 bekam er einen neuen Einjahres-Vertrag - die Vertragslänge sagt wohl einiges aus. Aber Ward spielte eine solide Saison und gehört wie Jaquiski Tartt, Emmanuel Moseley oder Ahkello Witherspoon zu Mitgliedern der Secondary, die man nicht unterschätzen sollte.

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ROBBIE GOULD - Kicker - 37 Jahre

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Gould hat bereits Super-Bowl-Erfahrung - seine erste Teilnahme ist allerdings schon ein Zeiterl her. Im Februar 2007 zog er mit den Chicago Bears gegen die Indianapolis Colts den Kürzeren. 2017 heuerte er bei den 49ers an, denen er auf der Position des Kickers Stabilität lieferte, wobei man nicht verleugnen kann, dass der Zahn der Zeit schon ein wenig am 37-Jährigen nagt.

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KYLE SHANAHAN - Head Coach - 40 Jahre

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Erfolgt die Reifeprüfung des Juniors? In seinen drei Jahren als Head Coach der San Francisco 49ers gelang es Kyle Shanahan zunehmend, sein Image als "Sohn" abzulegen. Papa Mike Shanahan führte die Denver Broncos zu zwei Super-Bowl-Triumphen und war der Offensive Coordinator der 49ers bei deren letztem Super-Bowl-Sieg vor 25 Jahren. Die Shanahans sind die erste Familie, die zwei Trainer-Generationen ins NFL-Endspiel brachte. Kyle gilt als einer der innovativsten Offense-Coaches der Liga und hat auf Super-Bowl-Ebene einiges gut zu machen: Er war der OC der Atlanta Falcons, als sie gegen die New England Patriots einen 28:3-Vorsprung aus der Hand gaben.

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Ranking: Die Top-10-Spieler dieser Super Bowl

Das sind die Chiefs und 49ers:

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